Die Filmförderungsanstalt (FFA) gibt bekannt, es wurden nur 105,4 Millionen Kinoeintrittskarten vertickt, noch weniger als 1992. So wenig wie nie zu vor in der Bundesrepublik Deutschland. 1992 waren es 105,9 Millionen gewesen.

Im Vergleich zu 2017 wurden -13,9% weniger Eintrittskarten verkauft. Die Lichtspielhäuser büßten fast 15% an Umsatz ein. Die Anzahl der deutschen Filme sinkt ebenfalls. Auch das Interesse an 3D-Vorstellungen war seit seiner Einführung (2008) noch nie so gering wie 2018.

Der FFA-Vorstand Peter Dinges gibt bekannt: „Das Kinojahr 2018 war schlecht, da gibt es nichts zu beschönigen“

Die Realität sieht so aus: Kein Film 2018 erreicht vier Millionen Zuschauer in Deutschland.

Im Jahr 2017 schafften das noch drei Filme in Deutschland. Einer übersprang sogar die sechs Millionen Marke, ein Zweiter verfehlte diese Marke nur knapp.

Die Kinovertreter finden eine Vielzahl von Ursachen, warum ihr Geschäft 2018 so schlecht lief. Fußball-Weltmeisterschaft (gähn), Jahrhundertsommer, … den Rest erspare ich dem geneigten Leser und mir. Nicht Schuld ist die Lichtspielhäuserwirtschaft selbst. Nicht Schuld ist die Auswahl bzw. das Angebot der Filme. Zu den Filmen aus deutscher Herstellung titelte die FAZ nur: „Qualen nach Zahlen.“

Und jetzt kommt ein politisch-korrekter Blockbuster auf uns zu „Kleine Germanen“. Regie führten Frank Geiger und Mohammad Farokhmanesh. Es geht um „ein politisch hochbrisantes Thema“: Kinder, die in einem …. Gähn, Langeweile, Öde! Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Zahlen einbrechen.

Sponsoring by Filmförderung zu Lasten des deutschen Steuerzahlers.

- Heißt das noch Filmförderung, echt jetzt, das klingt aber gar nicht international. Das klingt vielmehr nach Förderschule!

Die FBW-Filmbewertung wird auch vom deutschen Steuerzahler ausgehalten, hat dieses Machwerk von F. Geiger und Mohammad Farokhmanesh als besonders wertvoll eingestuft. Das kann heiter werden. Ich gehe dafür ganz bestimmt ins Kino und zahle noch mal dafür, ganz bestimmt!

Aber wie kommst! Alarm! Alarm! Auf der Filmwoche München 2019, waren sich alle Beteiligten einig, es müsse etwas gegen das Wegbleiben der Besucher getan werden. Es ist eine Abstimmung mit den Füßen gegen das Programm in den Kinos. Da wird es nichts nutzen, dass man um den Lichtspielhauskunden kämpfen will, dass man sich wieder mehr um die Wegbleiber kümmern will. Man darf gespannt sein, mit welchen Maßnahmen man den Besucherschwund in den Griff bekommen will. Immerhin ein Minus von fast 14%.

Noch mehr so politisch-korrekte Blockbuster, wie die „Kleine Germanen“ vielleicht.

Die Eintrittspreise sinken schon, zum ersten Mal seit 14 Jahre.

Zutreffenderweise lieft 2018 ein Film in den deutschen Kinos mit dem Namen „DAS IST ERST DER ANFANG". Aber es kommt noch besser: Bei der Oscarverleihung 2018 war der beste, fremdsprachiger Film: Aus dem Nichts (Regie Faith Akin. D/F).

Für die Kinobranche muss es heißen DAS IST ERST DER ANFANG, AUF INS NICHTS.

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18523395.html

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kinojahr-2018-deutscher-film-15972423.html

https://www.fbw-filmbewertung.com/rechtsgrundlagen

https://www.journalistenwatch.com/2019/03/18/ein-grund-kino/

https://www.fbw-filmbewertung.com/film/kleine_germanen

https://de.wikipedia.org/wiki/Filmjahr_2018

https://de.wikipedia.org/wiki/Filmjahr_2017

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