Die Grünen und die SPD können jubeln! - „Elektromobilität »wirkt«“

Wer AKK, Dreyer, Laschet, Maas, Weil usw. gewählt hat, den trifft es hart. Ach was, sind doch nur ca. 5400 Arbeitsplätze, die es in Deutschland betrifft und deren Angehörigen. Insgesamt ca. 12000 Stellen in Europa, die von ca. 51000 eliminiert werden sollen. Nimmt man die Stellen bei den Gemeinschaftsunternehmen mit Partnern dazu sind es 65000. Noch nicht berücksichtigt sind die Stellen bei den Zulieferbetrieben.

Nur 45% des Personalabbaus betrifft Deutschland, immerhin 55% der Arbeitsplätze fallen in anderen Ländern Europas weg.

In Deutschland arbeiten noch mehr als 24.000 Menschen für Ford. Ca. 18.000 in Köln und ca. 6000 in Saarlouis weitere ca. 200 in der Forschungsabteilung in Aachen; Von den 5400 seien schon mehr als 3200 ausgestellt worden, sozialverträglich versteht sich.

In Saarlouis und Köln wurden aber nicht nur heftig Personal abgebaut sondern auch viele Schichten gestrichen, was heftige Einkommensverluste für die Betroffenen bedeutet.

Auch VW hat 9300 Mitarbeiter im Rahmen eines „Zukunftspakts“ zum vorzeitigen Ausscheiden bewegt. Das reicht noch nicht, Volkswagen will noch weitere zusätzliche 5000 bis 7000 Stellen abbauen, nur in den deutschen Werken. Kein Bedarf also für die ehemaligen Ford-Autobauer.

Die Industrie-Experten sind sich sicher „Nur Stellen zu streichen reicht nicht, das kann allenfalls eine Maßnahme sein, um kurzfristig den Kopf über Wasser zu halten.“

Die Zahl der Ford-Werke in Europa soll von 24 auf 18 Werke fallen. Dabei hat Ford Europa schon vorher Werke geschlossen, z.B. Genk in Belgien (2014). Die Süddeutsche titelte: "Ford geht, das Land leidet" ... "Es ist ein Drama für Belgien: Ford schließt sein Werk in Genk. Tausende Jobs gehen dadurch verloren, in das Bruttoinlandsprodukt reißt die Schließung ein spürbares Loch (-0,3%). Die Belgier sehen dafür gleich mehrere Schuldige - unter anderem die Deutschen." Und wieder sind die "Deutschen" schuld, mit ihrem Klimawahn.

Jetzt wird in Russland die Produktion komplett eingestellt werden, das heißt: 3 Werke werden geschlossen. Die Ford- Produktionsstätten in Bordeaux und Wales werden ebenso geschlossen werden. Ein Werk in der Slowakei (Kechnec) ist schon veräußert worden.

Das könnte nur der Anfang sein. Opel hat gezeigt wie man das macht! General Motors (GM) hat Opel verkauft und sich aus dem europäischen Markt zurückgezogen. General Motors geht es in den USA wieder sehr gut!

„Das ist nicht das Ende der Fahnenstange“ so Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer(1) und weiter „Man kann nicht ausschließen, dass sich Ford ganz aus Europa zurückziehen wird.“

Die Rabattschlachten haben schon begonnen, nur ein Beispiel: "Bis zu 36% Rabatt: Krasse Angebote in diesem Autohaus bei Cottbus!"(2)

Die Autobauer brauchen unbedingt Geld für die Entwicklung von Elektroautos oder Motoren, die die schärferen Grenzwerte für CO2 (2021) einhalten sollen.

Rabattschlachten und rote Zahlen, so wie bei Ford, sind die besten Voraussetzungen solche Kosten nicht stemmen zu können.

Kosten senken, effizientere Strukturen, profitable Wachstumssegmente, Reduzierung der Komplexität und Variantenvielfalt, sind die Schlagworte; Das Produktangebot verbessern heißt das, gemeint ist Reduktion auf allen Ebenen und die Erzielung von höheren Gewinnmargen wird angesteuert. Ein „Auto“ für die ganze Welt hat Ford früher schon versucht und den Geschmack der deutschen Käufer natürlich NICHT getroffen.

"Zusammen entwickeln wir uns weiter, konzentriert auf den Aufbau einer langfristigen nachhaltigen Zukunft für unser Geschäft in Europa." so der Europachef Stuart Rowley.

Also Geschäfte will Ford weiter in Europa machen! Wie werden die aussehen?

Die Elektromobilität Made by Ford, wird so NICHT in Europa stattfinden. Ford gedenkt das über Importe von E-Autos aus den USA zu regeln. Wenn zukünftig jedes Modell eine E-Hybrid, und eine batterie- elektrische Version umfassen soll und die E-Version so wie so aus den USA kommen wird, macht es wenig Sinn einzelne Varianten noch in Deutschland oder Europa zu fertigen.

Zusätzliche Arbeitsplätze wird bei Ford in den USA geben, so viel ist sicher. Gut für Trump, dessen Steuereinnahmen weiter steigen und dessen Arbeitslosenrate weiter fallen wird. Trump Arbeitslosenrate ist auf dem niedrigsten Stand seit 50 Jahren. Niedrigste Arbeitslosenzahlen sind einfach sexy und gut für jemanden der wiedergewählt werden will. Die Grünen und die SPD stärken Trump und seine Art von Politik. Die Grünen und die SPD können jubeln! „Elektromobilität »wirkt«“, sie schafft Arbeitsplätze in den USA!

1) Ferdinand Dudenhöffer ist ein „Auto“-Experte vom Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen.

2) https://www.tag24.de/anzeige/autoland-cottbus-auto-opel-vw-hyundai-skoda-ford-angebote-1100064#article

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ford-legt-Plaene-fuer-Stellenabbau-vor-article21112473.html

https://www.deutschland-kurier.org/elektromobilitaet-wirkt-ford-setzt-in-europa-zum-job-kahlschlag-an/

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ford-129.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article190387781/Stellenabbau-bei-Ford-Droht-Mitarbeitern-nun-das-Opel-Schicksal.html

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schliessung-des-autowerks-in-belgien-ford-geht-das-land-leidet-1.1507596

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