Angela Merkel watschte neulich wieder einmal alle Deutschen ab, indem sie erklärte, es gäbe keine nationalen Grenzen mehr. Pardon, Deutsche gibt es ja auch nicht mehr, sondern nur noch „die Menschen, die in diesem Land leben“. Die Retterin des Westens definierte in ihrer Rede die neuen Außengrenzen vom Nordpol über Russland, die Ukraine, die Türkei, Syrien, den Libanon, Israel, Ägypten, Libyen, Tunesien und Algerien bis nach Marokko. Ein ähnliches Zitat stieg in meinem Gedächtnis alptraumhaft empor: „Ich wollte, dass Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt“ (Sieglinde Prieß, Bündnis 90/Die Grünen).

Anti-Deutsch ist die neue politische Mitte. Deutsch ist nicht mal mehr ein Unwort, sondern die Neusprechregelung streicht es einfach aus dem Wortschatz und so wird jegliches Nationalbewusstsein ausradiert. Grenzenlos ist der neue Zeitgeist, „no boarders, no nations“, doch anders als bisher sehen seine Befürworter vor, keinen Widerstand zu leisten. Die neuen „Brave New World“ - Grenzenlosen sind keine Punks, denn sie sagen zu allem „ja.“.

Sie merken nicht, dass ihre edle Haltung missbraucht wird. Wo keine Grenzen sind, gibt es kein Verbrechen und keinen Täter. Alles muss erlaubt sein, denn Verbote sind diskriminierend. So jedenfalls argumentieren beispielsweise die jungen Linksliberalen in Schweden, die die Legalisierung von Inzest und Nekrophilie fordern. Bei allen guten Absichten und Toleranzwurstelei, wann eigentlich schaltet sich der gesunde Menschenverstand ein, wenn im Zuge des Neusprechs und „Neudenks“ eine Vergewaltigung als bloße „Erfahrung“ klassifiziert wird?

Die neue Grenzenlosigkeit duldet nicht nur fremden Missbrauch, sondern entkriminalisiert auch eigenen Missbrauch jeglicher Art. Ein Angriffskrieg wird zur „humanitären Intervention“ deklariert. Das internationale Recht wird einfach ausgehebelt, da ein Agieren als absolut notwendig erscheint. Grenzenlosigkeit erlaubt keine Kritik und wenn ein Henry Kissinger seine teuflische Hand ausstreckt, um eine „Neudefinition des Völkerrechts“ zu fordern, so beschwichtigen die Grenzenlosen oder schauen artig weg. Jegliche Zweifel am System werden in die Schmuddelecke gedrängt, von wo aus sie sich radikalisieren, bis sie den politisch Korrekten ins Gesicht spucken.

Die neue Grenzenlosigkeit ist nur teilweise eine natürliche, soziale Entwicklung, bedingt durch Informations- und Kommunikationstechnologie, Infrastruktur und Bildung. Sie ist andererseits aber auch das Werk von aggressiven Globalisten, die ihre Interessen durchsetzen wollen. Trotz all der positiven Slogans stimmt daran etwas nicht, denn die Wahrheit hat nur ein Gesicht. Die Grenzenlosen fragen sich, was daran schlecht sein soll: Eine Welt ohne Grenzen, in der jeder gleich ist, in der gleiches Recht für alle gilt, dagegen kann doch niemand etwas haben? Ignoranz ist das Gebot der Stunde, wenn die Vertreter auf dem Vormarsch sind.

Die neue Grenzenlosigkeit zeigt sich nicht nur auf Länderebene, sondern in jedem einzelnen Subjekt. Sie hat kein Geschlecht mehr, oder so viele, dass man beliebig wechseln kann. Nach US – Vordenker der Globalisierung Thomas Barnett soll man flexibel und ständig in Bewegung sein. Verwurzelung und Identität sind von gestern und am besten wäre es gar, wenn die Europäer zur "hellbraunen Mischrasse mit einem IQ von 90" werden.

Der neue Widerstand gegen die Grenzenlosigkeit formiert sich logischerweise nicht gegen den Nationalismus, der sich im Übrigen in seinem Größenwahn von der Globalisierung nicht unterschied. Die diesem Irrtum erliegen, haben noch nicht begriffen, dass die Urheber vermutlich sogar dieselben waren.

Shutterstock/360b

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