Ein paar Überlegungen zum Tucker Carlson - Putin - Interview

Ich schätze einen nicht unwesentlichen Teil des Publikums von Tucker Carlson als christlich konservativ bis fundamentalistisch ein. So wie ich das bisher wahrgenommen habe, wird aus dieser Ecke zwar mit Russland (bedingt) sympathisiert, aber immer vor dem “kommunistischen China” gewarnt. Der Biden-Regierung wird typischerweise unterstellt, “mit China im Bunde zu stehen”. Ähnlich, wie hier manche glauben, dass die Grünen in Deutschland "sich von China diktieren lassen" würden. Als Tucker Carlson im Interview mit Putin meinte, die USA würden Russland als Bedrohung sehen, nicht aber China, könnte er einfach das wiedergegeben haben, was sein Publikum zu glauben scheint. Ich dachte, ich höre nicht richtig.

Putin hat aber dagegen gehalten, ihn korrigiert und darauf hingewiesen, dass die USA China als den größeren Feind betrachten.

Beim amerikanischen Publikum darf man auch einen Faktor immer nicht außer Acht lassen: In USA sind alle möglichen extremen Positionen - außer Kommunismus - von der "Meinungsfreiheit" gedeckt und, was in Richtung Rechtsextremismus oder auch Fundamentalismus geht, da sind Dinge erlaubt zu sagen, da schlackern einem Deutschen die Ohren. In der amerikanischen christlich fundamentalistischen Ecke ist es nicht untypisch, Hitler für den Massenmord an Juden recht zu geben. Eine neue Faszination für Hitler und den deutschen Faschismus ist in USA längst wieder erwacht.

Dagegen wurde alles Kommunistische im Keim erstickt. Man muss diese allgemeine Meinungsbildung erstmal im Hinterkopf haben, um das amerikanische Publikum zu verstehen.

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Tourix

Tourix bewertete diesen Eintrag 13.02.2024 01:54:39

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