"House of Cards": Besser kann man den "Sumpf" in Washington nicht darstellen

Ich schaue zurzeit, reichlich verspätet, die 2013 erstmals auf Netflix ausgestrahlte Serie "House of Cards" an.

Es handelt sich um einen Politthriller, der die Intrigen, die Machtkämpfe, die Skandale und Abgründe der Politiker in Washington abbildet, wie man sie besser garnicht darstellen kann.

Hauptdarsteller ist der ehrgeizige, ambitionierte Kongressabgeordnete Kevin Spacey in der Rolle als Francis Underwood, der einen deutlichen Hang zum Narzissmus hat und dessen Chance Außenminister zu werden, zu Beginn vereitelt wird.

Seine Ehefrau ist die hier eiskalte, knallhart schauspielernde Robin Wright als Claire Underwood, Leiterin einer NGO, die sich nach außen humanitär gibt, und intern schon mal locker die halbe Belegschaft vor die Tür setzt, weil es gerade zur Firmenstrategie nicht passt.

Beide unverhohlen machtbesessen und skrupellos, agieren sie auf dem Weg nach oben mehr als Geschäftspartner denn als Ehepaar und schalten durch permantente Manipulation und Täuschung (der Öffentlichkeit) ihre Gegner aus.

Schonungslos offen präsentiert die Serie den Lobbyismus, Medienlügen, Korruption und den Politikbetrieb jenseits von Werten und Moral.

Bemerkenswert, dass die USA so viel Kritik und Satire vertragen kann. Für Deutschland würde man es sich wünschen.

Klare Empfehlung!

https://de.wikipedia.org/wiki/House_of_Cards

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nzerr

nzerr bewertete diesen Eintrag 16.06.2021 05:29:04

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