Nussknacker wahrscheinlich zu unpolitisch für die imperialistische Kunst

Im Ballett werden traditionell Märchen erzählt. Diese Tanzkunst entstammt einer Zeit, in der man auf der Bühne das Unwirkliche darstellte. Damit brach erst der moderne/zeitgenössische Tanz und seine Begründer, wie bspw. Martha Graham, oder ihre Vorgängerinnen Isadora Duncan, Mary Wigham usw. Seine Vertreter wollten zu realen, gesellschaftlichen Themen Bezug nehmen und sie auf die Bühne bringen. Bis heute ist es das wesentliche Merkmal, was den klassischen vom modernen Tanz unterscheidet. Der klassische Stil hat seine Erzählweise behalten. Seine Themen und seine Darstellungsform sind dieselben geblieben.

Interessant, dass die cancel culture es ausgerechnet auf ein Ballett und eine Märchenerzählung ("Der Nussknacker";) wegen "Rassismus" abgesehen hat, wo gerade die zeitgenössische Kunst heute politisch so vereinnahmt ist und nach Vorgabe und Förderung regime- und imperialismustreu produziert.

Ironischerweise ist es das mythenhafte, klassische Ballett, das eine verlässliche Konstante und politisch außen vor geblieben ist. Das Unpolitische ist wahrscheinlich aktuell sein größtes Vergehen.

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nzerr

nzerr bewertete diesen Eintrag 27.11.2021 06:47:17

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