Die SPD arbeitet weiter am eigenen Untergang.

Wolfgang Thierse kritisiert die Identitätspolitik und bekommt von Esken und Kühnert eins übergezogen.

Wer nur noch so wenig internen Widerspruch aushält, der soll sich doch gleich von der Demokratie verabschieden.

Ich finde, Thierse hat vollkommen recht. Und viele würden ihm da auch zustimmen. Aber er legt einen Finger in die Wunde und das darf er gefälligst nicht.

Über soziale Gerechtigkeit zu sprechen, scheint Tabu zu werden in einem Land, das durch Militarisierung und Privatisierung vor alternativlose Realitäten gestellt wird. Nach dem Motto: Es soll sich bloß keiner beschweren. Uns geht es doch so gut! Wir kommen noch dahin, dass soziale Themen als braune Gesinnung gebrandmarkt werden.

"Olaf Scholz, so ist zu hören, versucht eine Schlichtung. Wenn die SPD es zulässt, dass auf solche Weise mit verdienten Parteimitgliedern verfahren wird, wirft sie noch ein paar Schaufeln Erde auf ihren eigenen Sarg, nachdem sie sich bereits durch langjährigen Verzicht auf linke Politik selbst ihr Grab ausgehoben hat. Wenn die Partei es nicht hinbekommt, den Einsatz für Minderheitenrechte mit dem Einsatz für die Interessen der arbeitenden Klasse zu verbinden, hat sie in der Tat ihre politische Existenzberechtigung verwirkt. Dazu ist wesentlich, das Gemeinsame all dieser zerstreuten Intentionen zu suchen und zu betonen, statt den jeweiligen Partikularinteressen zu erlauben, sich zu allgemeinen Interessen aufzuspreizen."

https://www.jungewelt.de/artikel/398216.identit%C3%A4tspolitik-kult-der-differenz.html

3
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

nzerr

nzerr bewertete diesen Eintrag 13.03.2021 08:53:56

Frank und frei

Frank und frei bewertete diesen Eintrag 13.03.2021 04:16:20

Tourix

Tourix bewertete diesen Eintrag 12.03.2021 19:19:08

12 Kommentare

Mehr von Wurschtbrot02