"Wir sollten uns nicht mehr so leicht anlügen lassen"

Jürgen Todenhöfer schreibt:

"Chemiewaffen gegen Skripal und gegen Idlib?

WIR KÖNNEN DEM WESTEN LEIDER NICHT MEHR GLAUBEN ALS RUSSLAND.

Liebe Freunde, ich bin ein Kind des Westens. Ich lebe gerne hier. Doch in der Außenpolitik glaube ich der westlichen Führung kein Wort mehr. Zu oft sind wir angelogen worden.

Ich weiß nicht, welche Seite im „Fall Skripal“ die Wahrheit sagt. Auch nicht im „Fall Syrien“. Obwohl ich seit Kriegsbeginn 10 Mal in Syrien war und alle Beteiligten kenne. Der Syrienkrieg ist einer der finstersten Kriege der modernen Geschichte.

Seit langem kündigt Russland an, dass extremistische Rebellen im syrischen Idlib einen Chemiewaffen-Angriff vortäuschen könnten. Die USA erklären, nicht die Rebellen, sondern das syrische Regime werde chemische Waffen einsetzen.

Wem sollen wir glauben? Dem russischen Außenminister Lawrow oder dem US-Präsidenten Trump, den inzwischen selbst die konservative Zeitung FAZ einen notorischen Lügner nennt?

Zum Rechtsstaat gehört, dass man Menschen und Staaten nur verurteilt, wenn man Beweise hat. Wo, Herr Trump und Frau May, sind Ihre Beweise? Wie Ihre Vorgänger planen Sie Sanktionen und Militärschläge ohne klare Beweise. So handeln Schurkenstaaten, keine Rechtsstaaten.

Es gibt leider nicht den geringsten Grund, die USA unter Trump für glaubwürdiger zu halten als Russland unter Putin. Weder im Fall Skripal, noch im Fall Syrien. Wir sollten uns nicht mehr so leicht anlügen lassen. Es reicht. Euer JT"

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T Rex

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Zaungast_01

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bianka.thon

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