Ich habe einmal den Beitrag "Was macht den Faschismus aus?"von @robby , in dem er uns auffordert Umberto Ecos "14 Merkmale des Faschismus" mit den Forderungen von Parteien wie der AfD, der FPÖ oder dem Front National zu vergleichen, etwas genauer unter die Lupe genommen.

Zuerst einmal muss erwähnt werden, dass eine übereinstimmung mit dem ein oder anderen Punkt nicht bedeutet, das man auch gleich ein Faschist ist. Auch hat robby einige Änderungen an Umbertos Merkmalen vorgenommen, die teilweise die eigentliche Bedeutung ändern.

Da ich mit der FPÖ und Fronat National nichts anfangen kann, habe ich mich auf die AFD konzentriert. Allerdings bin ich noch etwas weiter gegangen und habe nicht nur die Forderungen der AFD, sondern gleich die Forderungen und das Verhalten der AFD, CDU, SPD, Linken und Grünen mit diesen Punkten verglichen.

Ich habe diese dann nach einem Punktesysthem bewertet und pro kompletter Übereinstimmung 3, bei halber Übereinstimmung 2 und bei geringfügiger Übereinstimmung 1 Punkt an die jeweilige Partei vergeben.

1. Traditionenkult: Der Traditionalismus als Gegenbewegung zum Synkretimus (Vermischung verschiedener Religionen, Konfessionen, philosophischer Lehren) → „Es kann keinen Fortschritt der Erkenntnis geben, die Wahrheit ist ein für allemal verlautbart“. Heute sehen wir dies in der Ablehnung von Multi-Kulti; in der Xenophobie und der Angst vor fremden Einflüssen.

Diesen Punkt lasse ich so natürlich nicht gelten, denn hier macht robby aus dem ursprünglichen "Kult der Überlieferung", also die Ablehnung neuer Erkentnisse und dadurch resultierenden weigerung, die "wahrheit" zu überdenken, einen "Traditionskult" und die Ablehnung von Synkretismus. Das sind zwei grundverschiedene Dinge, weshalb ich mich an das ursprüngliche Merkmal halte.

Das "kennen der absoluten Wahrheit und der bedingungslose Glaube daran", kann man im allgemeinen keiner der Parteien vorwerfen, es gibt allerdings gewisse Punkte, bei denen es betrieben wird. Das "kennen der absoluten Wahrheit" zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die "Wahrheit" unter allen Umständen und trotz jeder menge Gegenbeweise "bis aufs Blut" verteidigt und immer weiterverbreitet wird, bis sie irgendwann von selbst zusammen bricht. Ich erinner da mal an "Die Rente ist sicher", "die Flüchtlinge sind alles dringend benötigte Fachkräfte", " die Flüchtlinge sind nicht krimineller als deutsche", oder "islamischer Terror hat nichts mit dem Islam zu tun".

Da dieses verhalten bei sämtlichen Altparteien voll ausgeprägt ist, bekommen diese auch die volle Punktzahl. bei der AFD ist mir noch kein Fall bekannt, in dem sie, trotz unwiderlegbarer Gegenbeweise, das "unbedingte Festhalten und Weiterverbreiten dieser Wahrheit" praktiziert haben.

2. Ablehnung der Moderne: Trotz Technikverehrung fußt die Ideologie auf Blut und Boden. Im Grunde werden die Aufklärung und die Werte von 1789, aber auch moderen Bewegungen wie die Gleichberechtitung der Frau, abgelehnt. Die traditionellen Frauenbilder und Weltanschauungen werden hochgehalten.

Das trifft auf keine der überprüften Parteien direkt zu. Denen die jetzt schreien, die AFD will doch Frauen zurück an den Herd schicken, vertritt ein altertümliches Weltbild und sei ja sooo "1933" sei gesagt, dass ich mich hier an Fakten und nicht an Hetze, Gerüchte und Vorurteile halte.

Wie gesagt, vertritt keine der Parteien diese Ansichten, es gibt allerdings welche, die absichtlich jede Menge Leute ins Land holen, die aus eben so einer Altertümlichen Kultur stammen und deshalb auch so eine Weltanschauung besitzen. Statt dieses Weltbild dieser Leute zu bekämpfen, weigern sich gewisse Parteien, das Offensichtliche überhaupt zu sehen und werfen sogar den Gegnern der Importierten "Unzivilisiertheit" vor, dass diese jenes Weltbild hätten. Deshalb 2 Punkte jeweils für SPD, Linke und Grüne. Die CDU scheint mittlerweile gewisse Realitäten anzuerkennen, kommt allerdings nur unter Zwang in bewegung. 1 Punkt für die CDU.

3. Irrationalismus: „Denken als Form der Kastration“ Kultur wird verdächtigt, sobald sie kritisch wird. Misstrauen gegenüber dem Intellekt. Ungarns Orban führt eine Kampagne gegen das Bildungssystem und die Universitäten.

Wieder eine von robbys eigenen Merkmalen, Umberto sagt in Punkt 3 : "blinder Aktionismus: Aktion geschehen um der Aktion willen, um die Gefolgschaft bei der Stange zu halten und durch Aktionismus jeden Zweife zu verdrängen. Denken gilt als Kastration".

Diesen "Blinde Aktionismus", also planlos ausgeführte Aktionen, findet man massenhaft in Deutschland. Die bekanntesten Beispiele wären die "Zwangsinklusion", bei der behinderte Kinder einfach mit nichtbehinderten zusammen in eine Klasse gesteckt werden, ohne sich gedanken über die Folgen zu machen, was zur Benachteiligung ALLER Schüler führte, die unüberdachten erneuerbaren Energien, die bisher zu keinerlei CO² Senkungen, aber zu jede Menge Nachteile für die Bevölkerung geführt hat, die Rechtschreibreform, die absolut unnötig war und jede Menge Verwirrung und Millionenkosten verursacht hat, oder der "Kampf gegen Rechts", für den Jährlich Millionen ausgegeben werden, der aber genau das Gegenteil bewirkt, weil erstens sehr viele Geldempfänger einfach alles als "Rechts" einstufen, was nicht deren Ideologie teilt, wodurch diese natürlich nach "rechts" getrieben werden und zweitens diese Geldempfänger selber zu faschistischen Methoden greifen, womit man also "rechts" mit "rechts" bekämpfen will. Diese und viele ähnliche Aktionen werden von den Alparteien nur betrieben, um ihren Wählern vorzugaukeln, dass sie ihre Arbeit machen würden.

jeweils 3 Punkte für alle Altparteien.

Ich komme nochmal zu robbys Merkmal zurück. "Kultur wird verdächtigt, sobald sie kritisch wird". Weiß irgendjemand, was er damit meint? kann eine "Kultur" kritisch werden?

4. Ablehnung der analytischen Kritik: Wenn die Wissenschaft mangelnde Übereinstimmung als nützlich ansieht, ist das Verrat.

Also wirklich robbylein, wenn du schon schreibst, mann solle Umberto Ecos Liste mit 14 Merkmalen des Faschismus mit den Forderungen von AFD, FPÖ und Front National vergleichen, warum hast du dann nicht auch dessen Merkmale reingesetzt, sondern deine eigenen kruden Definitionen?

In Punkt 4 schreibt Umberto :" 4. Ablehnung von Kritik. In der Moderne ist kritischer Dissens ( Meinungsverschiedenheit) ein Mittel zum Erkennntniswachstum. Im Faschismus ist Dissens Verrat, der bestraft werden muss".

Man werfe mal einen Blick in den Bundestag und schaue sich an, wie sich die dortige Debattenkultur in den letzten Jahren verändert hat. Im allgemeinen könnte man sagen, dass dort das große Gruppenkuscheln eingesetzt hatte, was sich auch auf die Politik auswirkte. Die für eine kritische Betrachtung der eigenen Forderungen dringend benötigten Meinungsunterschiede und die daraus resultierenden Debatten waren, bis auf wenige unbedeutende Einzelfälle, praktisch nicht mehr vorhanden. Es wurden lediglich noch Scheindebatten geführt, aber im grunde war man sich einig oder hat sich gleich auf Kompromisse eingelassen. Jetzt ist die AFD mit ihren "politisch unerwünschten Meinungen"auf der Bildfläche erschienen und die anderen Parteien zeigen ganz offen, was sie von sachlicher Kritik an ihrer Politik halten. Nämlich garnichts. Denn statt sich die Kritik der AFD überhaupt erst anzuhören, geschweige denn, diese zu überprüfen, wird grundsätzlich alles was die AFD anführt, ins lächerliche gezogen und komplett missachtet und die AFD selber in der Öffentlichkeit mittels Lügen, Diskreditierung und Hetze als das "absolut Böse" hingestellt.

3 Punkte für alle Etablierten.

5. Ablehnung von Meinungsvielfalt und Pluralismus: Die natürliche Angst vor Unterschieden wird ausgebeutet und verschärft. Der erste Appell des Faschismus oder Vorfaschismus richtet sich gegen "Eindringlinge", bald darauf folgende andere Minderheit, die teilweise schon lange in den Gesellschaften vorhanden sind.

Dass Umberto mit "Eindringlinge" die "geistigen Eindlinge" meint, welche die "Urwahrheit" in frage stellen und der Faschismus Angst gegen eben jene "geistigen Eindringlinge" vertieft, musste ich jetzt mal erwähnen, denn robby suggeriert hier natürlich eine "Angstmache gegen Migranten".

Aber mit seiner "Ablehnung der Meinungsvielfalt" hat robby recht. Diese Ablehnung kann man sehr gut beobachten, wenn die Altparteien unter dem Deckmantel des "Antifaschismus" zur Bekämpfung einer Demokratischen Partei aufrufen und dabei auch nicht davor zurückschrecken, die Massen zu Straftaten bis hin zu körperlichen Angriffen zu motivieren. Auch in den Parlamenten ist man sehr darum bemüht, andere Meinungen zu unterdrücken, was sich dadurch abzeichnet, dass Anträge von Parteien, von denen man die Verbreitung deren Meinung unterbinden will, grundsätzlich und ohne Kenntnisnahme deren Inhalte abgelehnt werden. Aber der beste Beweis, dass die Altparteien keine unangenehmen Meinungen und Wahrheiten vertragen, ist die Einführung des NetzDG. 3 Punkte für alle Altparteien. Unterdrückt die AFD andere Meinungen? Mir ist kein solcher Fall bekannt und auch im Parteiprogramm ist nichts derartiges zu finden.

6. Entstehen durch individuelle oder soziale Frustration: Der Appell an die frustrierte Mittelklasse in einer ökonomischen Krise oder bei politischer Demütigung. Die Angst vom Rande der Mittelschicht in die Unterschicht abzufallen, lässt die Solidarität der Menschen sterben; wer bereit ist zur Besänftigung dieser Angst über Leichen zu gehen, wird die Empathie zum Mitmenschen verlieren.

Natürlich verliert jeder, der für irgendetwas bereit ist über Leichen zu gehen, die Emphatie zum Mitmenschen. Das trifft auch auf Menschen zu, welche bereit sind, für ihre Ideologie über leichen zu gehen.

Die Überprüfung des Originals von Umberto hat für mich ergeben, dass keine Partei einen Punkt erhält, denn das Original ist nur durch Umdeutungen oder individuelle Interpretationen auf Parteien anwendbar.

7. Nationalismus: Menschen, die sich der sozialen Identität beraubt fühlen, wird ein einziges Privileg zugesprochen: Im selben Land geboren zu sein. Die Wurzel der urfaschistischen Psychologie ist Verschwörung. Die Anhänger müssen sich belagert fühlen, am besten durch Fremde.

Nationalismus kann man den Altparteien wahrlich nicht vorwerfen, sondern erher das Gegenteil. Gerade der SPD,den Grünen und Linken kann man mit ihrem Verfassungsfeindlichem "Deutschland abschaffen" sogar Antinationalismus unterstellen, aber die CDU ist auch nicht viel besser.

Die AFD allerdings betreibt Nationalismus, denn sie ist die einzige Partei, der die eigene Bevölkerung wichtiger ist, als das "Gutmenschentum", welches mehr für Menschen aus aller Herren Länder übrig hat, als für die eigenen Leute. Und wenn das Verbreiten von Fakten, z.b. dass jeder Deutsche Miteigentümer Deutschlands ist ( Infrastruktur, Steuereinnahmen etc.) und niemand das recht hat, es ungefragt an andere zu verschenken, als "Faschismus" gilt, dann sei es eben so. 3 Punkte für die AFD.

8. Demütigung vom Reichtum und der Macht der Fremden: Damals: „Juden sind reich und haben ein geheimes Netz gegenseitiger Unterstützung“. Heute „Flüchtlinge kriegen alles, haben I-phones und haben sich zur „Invasion“ verschworen“

auch hier hat robby wieder einmal ein ganz eigenes Merkmal eingeführt. Das Original lautet:

"Er lebt Obsession der Verschwörung (Verfolgungswahn), dem permanenten Gefühl der Demütigung, des Zu-Kurz-Gekommens-seins und dem daraus erwachsenden Rachedurst"

Robby redet von "damals und den Juden", als ob Faschismus ein rein deutsches Phänomen wäre, es geht hier aber um Faschismus im allgemeinen. Aber in einem gebe ich ihm recht, denn "damals", genauso wie schon seit hunderten Jahren, hat man den Juden die Schuld für alles mögliche gegeben und auch jede Menge Vorurteile über sie verbreitet. Wenn es allerdings um die "Flüchtlinge" geht, so basieren die meisten Vorurteile auf fakten und sie genießen in gewissen Bereichen auch eine Vorzugsbehandlung gegenüber jenen, "die schon länger hier leben". Deshalb resultiert das "Gefühl der Demütigung, des Zu-Kurz-Gekommens-seins", welches vor allem bei denen die kaum was haben, auch nicht aus Verfolgungswahn, sondern beruht auf Fakten.

Wie dem auch sein, Punkt 8 ist bei keiner Partei zu beobachten. Auch nicht, wie einige meinen mögen, bei der AFD, welche ja so "gerne in die Opferrolle" schlüpft und der man deshalb "Verfolgungswahn" vorwerfen könnte. Die Opferrolle kann die AFD nur deshalb so gut einnehmen, weil die anderen sie nämlich zum Opfer macht.

9. „Das Leben ist nur um des Kampfes Willen da.“ „Pazifismus ist die Kollaboration mit dem Feind.“

Hier kann man vor allem die SPD und Linken hervorheben. Da deren "Kampf gegen Rechts" zu einem "Kampf gegen alle andersdenkenden" mutiert ist, welche natürlich alle als "Rechts" gebrandmarkt werden, um eine, wenn auch recht dumme, Rechtfertigung für deren Bekämpfung zu haben und von denen auch immer neue zu bekämpfende "rechte" erschaffen werden, kann man durchaus sagen, dass es sich um ein "Leben für den Kampf" und nicht "Kampf ums Überleben ( siehe Umberto Punkt 9)" handelt.

SPD und Linke jeweils 3 Punkte. Die Grünen sind auf einem guten Weg, diese beiden einzuholen, aber noch nicht ganz so weit, also 2 Punkte.

10 „Elitedenken“ Man gehört dem besten Volk, der besten Rasse an. Der Führer weiß, dass ihm die Macht nicht demokratisch übertragen werden kann, dass seine Kraft in der Schwäche der Masse wurzelt. Jeder Unterführer verachtet seine Untergebenen. Die Folge ist ein massenhaftes Elitebewußtsein.

Das Phänomen des "Elitedenken" lässt sich besonders gut bei den Altparteien beobachten. Sie sehen sich als die Elite an, was sie den "gemeinen Pöbel" auch stets zwischen den Wahlen spüren lassen. Den Amtseid beachten? Direckte Demokratie zulassen? Wahlversprechen einhalten? Wozu? Man ist doch die Elite, etwas besseres und kann machen was man will. Der normale Bürger ist nur von interresse, wenn er sein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen soll und dieser sieht sich durch sein Kreuzchen an der "richtigen" Stelle als ein Teil der Elite.

3 Punkte für die Altparteien.

11. Erziehung zum Heldentum: Ein Held ist in der Mythologie ein außergewöhnliches Wesen. Im Faschsimus ist der Held die Norm. Das Heldentum hängt eng mit einem Todeskult zusammen. Der Held im Faschismus sucht ungeduldig den heroischen Tod als beste Belohnung und schickt in dieser Ungeduld gerne andere in diesen Tod.

Da keine der Parteien den "Märtyrertot" propagiert, gibt es hier auch keine Punkte zu holen.

12. Übertragung des Willens zur Macht und des Heldentum auf die Sexualität: Das ist der Ursprung der Frauenverachtung und der Intoleranz gegenüber ungewöhnlichen Sexualpraktiken (von Keuschheit bis Homosexualität) und die Neigung zur „phallischen Ersatzübung“ dem Spiel mit der Waffe.

Ich halte sowohl robbys Definition als auch Umbertos Original :"Machismo, Sexismus - Waffen als Phallusersatz." für absoluten Schwachsinn. Trodzdem habe ich es Überprüft und niemand bekommt einen Punkt.

13. Selektiver Populismus: Der individuelle Bürger wird durch den Volkskörper ersetzt. Das Nürnberger Reichstagsgelände wird zum Internetpopulismus.

Hier macht robby aus dem "qualitativen Populismus" einfach mal einen "selektiven Populismus", was natürlich wieder einmal in keinster Weise dem Original entspricht.

Umberto: "13. Qualitativer Populismus. Der Führer wirft sich zum Interpreten des Volkswillen auf (spricht z. B. wie Vural "imNamer aller Muslime auf der ganzen Welt";). Führer und Volk inszenieren sich als untrennbare Einheit - eine theatralische Fiktion."

In dem extremen Maße kann man es bei keiner der Parteien beobachten, allerdings sind gewisse Züge des "Interpreten des Volkswillen" bei allen Parteien zu erkennen. z.b. die strikte Ablehnung direkter Demokratie, weil man ja "sowieso weiß, was das Volk will", oder äußerst wichtige Entscheidungen über die Köpfe der Bevölkerung treffen , wie die Bankenrettung, Griechenlandrettung, Erschaffung der "vereinigten Staaten von Europa", oder das unkontrollierte reinlassen von millionen Menschen die zu 80% noch nicht einmal ihre Identität nachweisen können. Jeweils 2 Punkte für die Altparteien. Aber auch das Propagieren von "wir sind das Volk" beschert der AFD 2 Punkte.

14. Urfaschismus spricht „Neusprache“: Ein verarmtes Vokabular mit Framing und Deutungshoheit. Von „Lügenpresse“ bis „Umvolkung“ werden Begriffe neu etabliert.

Eine Neuetablierung alter Begriffe soll "neusprech" sein? In gewissem Sinne könnte man dem sogar zustimmen, allerdings dürfte etwas anderes gemeint sein. Der Begriff "Politicall Correcktness" dürfte dem "Neusprech" am nächsten kommen.Unter dem Deckmantel des "Gutmeinens" bewertet die "politicall Correcktness" Wörter danach, ob sich durch sie "jemand beleidigt fühlen könnte" und erklärt diese dann als "unerwünscht".

Mit hilfe der "politicall Correcktness" wird also versucht, jede menge Wörter aus dem deutschen Sprachgebrauch zu drängen, indem man diese verächtlich macht.Auf Menschen die sich weigern die politicall correcktness anzuerkennen und weiterhin ihre gewohnte Sprache sprechen wollen, wird dadurch Druck ausgeübt, dass man sie als "rückständig", "ewig gestrig", oder in extremfällen sogar als "nazis", "rassisten" oder "faschisten" bezeichnet. Die Abschaffung von Wörter wie "Putzfrau", "Mohr", "Fräulein", "Student" aber teilweise auch schon "Weihnachten" oder " Ostern", soll erzwungen werden, wärend geleichzeitig neue Wörter, also "Neusprech" eingeführt wird. Da hätten wir z.b. die Einführung des BinnenI, Gendersternchen, der Worte "Raumflegerin", "Winterfest", "Frühlingsfest" etc.

Besonders die Grünen, Linken und SPD fördern die Politicall correcktness, wärend die CDU es zwar nicht ganz so schlimm treibt, diese aber auch nicht gerade bekämpft und sich gelegentlich auch zu nutzen macht.3 punkt für SPD, Linke, Grüne, 2 für die CDU. Die AFD verweigert sich zwar meistens der Politicall Correcktness, beugt sich aber gelegentlich dem öffentlichen Druck und verurteilt "politisch unkorreckte" Äußerungen eigener Parteimitglieder, auch wenn diese faktisch korreckt sind. 1 Punkt für die AFD.

Von 39 möglichen Punkten hat die SPD 25, Die Linke 25, die Grünen 24, die CDU 20 und die AFD 6 Punkte erhalten.

Fairneshalber sei gesagt, dass das gute Abschneider der AFD zum Teil daran liegen könnte, dass sie noch nicht so lange in den Parlamenten vertreten ist.

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Stefun103

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