AfD-Leak: Privatdetektiv auf Journalist angesetzt.

Die Kanzlei Höcker hat einen Privatdetektiv auf die Privatadresse des ZDF-Reporters Fabian Köster angesetzt; die Kanzlei war für die AfD tätig. Bekannt wurde der Vorgang durch rund 420.000 interne AfD-Mails, die im Oktober 2026 nach einem Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister der Partei veröffentlicht wurden. Die Süddeutsche Zeitung hat den Datenbestand ausgewertet.

AfD-Bundesgeschäftsführer Hans-Holger Malcomeß hatte kurz nach der Ausstrahlung eines Köster-Beitrags einen Anwalt der Kanzlei gebeten, den Film zu prüfen. Weil bei Journalisten mit einer Auskunftssperre im Melderegister zu rechnen sei, schaltete die Kanzlei nach eigenen Angaben einen Detektiv ein. „Ja, wir lassen Privatadressen recherchieren. Auch die von Journalisten. Und das soll ein Skandal sein?“

Auslöser war ein Auftritt Kösters im Jahr 2019 auf der Wahlparty der FPÖ zur österreichischen Nationalratswahl, bei dem er sich als Reporter von „AfD-TV“ ausgab und Gäste zu Wahlkampfgrüßen an „Bernd“ animierte.

0
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
0 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

Noch keine Kommentare

Mehr von X37