Warum soll das Einlagern von CO₂ eigentlich ein Problem sein?

Pro CO₂-Molekül sind zwei Sauerstoffatome an ein Kohlenstoffatom gebunden. Möchte man das CO₂ jetzt einlagern, sehen darin unsere Klimaleugner bereits die nächste Katastrophe:

„Nicht vergessen: Wenn man CO₂ speichert, wird auch Sauerstoff aus der Luft entfernt! Das ist ein Verbrechen an allen Lebewesen, die zum Leben Sauerstoff benötigen. Dieser Punkt wird übergangen.“

Schauen wir uns die Größenordnungen an:

In der trockenen Erdatmosphäre beträgt der Sauerstoffanteil rund 20,95 %, der CO₂-Anteil dagegen nur etwa 0,04 %.

Vor der Industrialisierung lag die CO₂-Konzentration bei etwa 280 ppm, heute bei rund 425 ppm. Der menschengemachte Anstieg beträgt also etwa 145 ppm beziehungsweise rund 34 %.

Bei der Entstehung dieses zusätzlichen CO₂ wurde ungefähr die gleiche Anzahl an Sauerstoffmolekülen gebunden. Bezogen auf den gesamten atmosphärischen Sauerstoffvorrat entspricht das rund 0,07% des vorhandenen Sauerstoffs. Anders ausgedrückt:

Der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre sank durch die Verbrennung historisch von etwa 20,95 % auf ungefähr 20,935 %.

Und genau hier wird es doppelt interessant:

1. Der logische Widerspruch:

Dieselben Leute erklären regelmäßig, die Zunahme des CO₂ von 280 auf 425 ppm sei viel zu gering, um irgendeinen Einfluss auf das Klima zu haben. Ein paar zusätzliche CO₂-Moleküle pro Million Luftmoleküle seien angeblich völlig bedeutungslos. Geht es dagegen um die Einlagerung von an CO₂-Molekülen gebundenen Sauerstoffatomen, wird aus exakt derselben Größenordnung plötzlich ein „Verbrechen an allen Lebewesen“.

Was denn nun?

Entweder sind Änderungen in dieser Größenordnung vernachlässigbar – dann bedroht ein Verlust von 0,07 % des Sauerstoffs kein Leben.

Oder solche Änderungen haben massive Auswirkungen – dann müssen wir das CO₂-Problem sofort ernst nehmen.

2. Der chemische Denkfehler:

Das Argument ignoriert die grundlegende Chemie. Beim Einlagern (CCS) wird das komplette, bereits existierende CO₂-Molekül weggesperrt. Der darin enthaltene Sauerstoff ist durch die Verbrennung ohnehin schon fest an den Kohlenstoff gekettet und für unsere Lungen längst unbrauchbar. Die Einlagerung entzieht der Atmosphäre also keinen einzigen Milliliter atembaren Sauerstoff. Der Anteil des freien Sauerstoffs (O₂) in der Luft bleibt exakt gleich.

Fazit:

Wer behauptet, CO₂-Speicherung würde uns die Atemluft rauben, scheitert nicht nur an der Bruchrechnung, sondern auch an der einfachsten Logik.

Doch genau die gleichen Leute behaupten steiff und fest, dass sie ihre hier reinkopierten Eike-Klimabeiträge vollkommen verstanden haben. Wo bekommt man soviel Selbstbewustsein, bei so wenig Wissen her?

0
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
0 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

Noch keine Kommentare

Mehr von Harwi