Fotomontage Manfred Breitenberger
Das „Kreuz des Südens“ ist mit seinen vier hellen Sternen ein Sternbild des Südhimmels. Die Seefahrer des 16. Jahrhunderts sahen darin das Kreuz des christlichen Glaubens. Das „Southern Cross“ diente den europäischen Seefahrern zur Orientierung, da die senkrechte Achse zum südlichen Himmelspol zeigt.
Die Eltern geben im Normalfall ihrem Kind die erste Orientierung. Vater und Mutter, ihr Verhältnis zueinander sind Vorbild für das Kind. Die Eltern vermitteln ihren Kindern ihre Ethik. "Was du nicht willst das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu" geben Eltern im günstigen Fall ihren Kindern auf den Weg. Den kategorischen Imperativ vermitteln gute Eltern ihren Kindern zur Orientierung.
Eine gute Schulbildung und vor allem gute Lehrer sind wichtig für ein reflektiertes späteres Leben. Ein guter Lehrer sollte in der Lage sein seinen Schülern das Argument, die Grundlage für jede spätere Diskussion, zu vermitteln. Das Argument beginnt mit einer These oder einer Behauptung, dann kommt die Begründung und zum Schluss ein Beispiel. Ein Lehrer, der im Deutschunterricht seine Schüler darauf aufmerksam macht, dass es in beinahe jedem Konflikt zwei Seiten gibt, ist für die Orientierung eines Menschen elementar. Schon die alten Griechen entwickelten die Dialektik und Sokrates lehrte seine Schüler in dem er Fragen stellte. These – Antithese – Synthese ist die Grundlage der Dialektik. Für Georg Wilhelm Friedrich Hegel war die Dialektik die Methode Prozesse zu beschreiben. Dialektik war bei Karl Marx der Widerspruch, der Motor aller Entwicklungen. In „Minima Moralia“ schreibt Theodor Adorno: “Die dialektische Vernunft ist gegen die herrschende die Unvernunft: erst indem sie jene überführt und aufhebt, wird sie selber vernünftig.“ Ein Lehrer, der im Deutschunterricht seinen Schülern die Vorzüge der Literatur übermittelt und einige wichtige Werke durchnimmt und interpretieren lässt, bringt seine Schüler dazu Bertolt Brecht, Jean-Paul Sartre, Thomas Mann und Friedrich Dürrenmatt später zu lesen. Wissenschaftliche Bücher über Geopolitik beispielsweise die von Huntington, Horowitz, Kennan oder Brzezinski sollten freilich nicht fehlen.
Wer mit dem Rüstzeug Dialektik, Argument und Literatur im Gepäck, sich der Aufklärung, der Religions- und Herrschaftskritik verschrieben hat und eine gewisse Lebenserfahrung mitbringt, dem wird der Mainstream nicht so leicht etwas vormachen können, etwa dass Russland einen unprovozierten Krieg gegen die Ukraine begonnen habe oder Israel einen Genozid gegen die Araber begehe oder der Islam eine friedliche Religion und jede Kritik am Islamismus rassistisch sei. Für ein in sich schlüssiges Weltbild braucht es Orientierungspunkte, von der Geschichte über den Systemvergleich bis zur Ideologiekritik. Nachfolgend seien fragmentarisch und ohne Anspruch auf Vollständigkeit die wichtigsten genannt:
Deutsche Geschichte
Am 22.Juni 1941 begann der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, in dem 27 Millionen Sowjetbürger ermordet wurden, mehr als die Hälfte davon hinter der Front, ehe es der Roten Armee gelang Auschwitz und die Sowjetunion und Europa zu befreien. 18 Millionen sowjetische Zivilisten fielen dem deutschen Überfall zum Opfer, darunter 2,4 Millionen sowjetische Juden und eine Million Leningrader Bürger. Rund 7 Millionen der 18 Millionen wurden gezielt hinter der Front von NS-Einsatzgruppen, den Banden der westukrainischen OUN von Stepan Bandera und lettischen und litauischen SS-Verbänden ermordet. Der Krieg gegen die Sowjetunion war Voraussetzung für Auschwitz und die systematische und fabrikmäßig durchgeführte Ermordung von sechs Millionen Juden. „Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Auschwitz“ waren die Bekenntnisse nach 1945. Es gibt keine Kollektivschuld, aber es gibt Kollektivhaftung und die Bundesrepublik Deutschland ist der Rechtsnachfolger des Dritten Reiches und so sollte aufgrund der Vergangenheit ein erneuter Krieg gegen Russland und jede Förderung, Kumpanei oder Unterstützung des eliminatorischen islamischen Antisemitismus ausgeschlossen sein.
Die Sowjetunion
Mit der Oktoberrevolution von 1917 übernahmen die kommunistischen Bolschewiki die Macht in Russland. Das Russische Kaiserreich war extrem rückschrittlich, große Teile der Bevölkerung lebte in bitterster Armut, von den rund 60 Millionen Einwohnern waren knapp 40 Prozent leibeigene Bauern, es gab kaum Industrie und weit über 70 Prozent der Bevölkerung waren Analphabeten. Der Marxismus mit seiner entsprechenden Wirtschaftsordnung war eine Bedrohung für alle kapitalistischen Staaten und so wurden im folgenden Bürgerkrieg die Gegner der Revolution von vierzehn ausländischen Interventionsmächten militärisch mit umfangreichen Truppenkontingenten unterstützt. Vergeblich, die KPDSU siegte auch im Bürgerkrieg und für 70 Jahre war das größte Land der Welt abgeschnitten von den Kapitalinteressen der restlichen Welt. In den 1950er Jahren war die Sowjetunion praktisch vollständig alphabetisiert und neue Bildungsmöglichkeiten wurden geschaffen. In der Sowjetunion regierte nicht mehr das Kapital, sondern die KPDSU. Die Banken, die Unternehmen, die Industrie wurde verstaatlicht und die Bauern wurden zwangskollektiviert.
Die sozialen Errungenschaften waren verbunden mit der gewalttätigen Unterdrückung der Opposition. Hervorzuheben sind dabei die Verbrechen Stalins, die Toten des „Archipel Gulag“, die Verfolgung und Ermordung während der „Säuberungen“ von Kommunisten, Trotzkisten, Anarchisten und anderen „Abweichlern“ oder Andersdenkenden und nicht zuletzt der Antisemitismus. Die Judenverfolgungen in der Sowjetunion vor 1939 basierten noch nicht auf einer explizit antisemitischen Hetze, sie waren Teil des stalinistischen Terrors, hunderttausende Sowjetbürger gerieten in die Fänge des NKWD weil sie im Ausland waren, im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft haben oder sie vor der Revolution in anderen Parteien organisiert waren. Ungeachtet dessen wurde innerhalb von 40 Jahren aus einem unterentwickelten Bauernstaat ein moderner Industriestaat, der als erstes Land der Welt einen Satelliten und kurz darauf einen Menschen ins Weltall schickte und das trotz den Verwüstungen und den Morden des deutschen Vernichtungskriegs.
Die Sowjetunion scheiterte an Überdehnung, fehlender demokratischen Kontrolle, dem Rüstungswettlauf und der kulturellen Unterlegenheit. Der Systemwettstreit zwischen Kommunismus und Kapitalismus befruchtete vor allem den Westen. Allein die Existenz der Sowjetunion ermöglichte den abhängig Beschäftigten im Westen so viel soziale Sicherheit und so viel Meinungsfreiheit wie nie zuvor und nie danach. Die 70 Jahre Sowjetunion haben im kapitalistischen Russland gewisse Eckpfeiler hinterlassen, die der Antikommunist Putin nicht ändern kann oder nicht ändern will, von der Sozialpolitik bis hin zu den Vergesselschaftungen der Energiewirtschaft und der Rüstungsindustrie. Russland ist neben China im Gegensatz zu den Staaten Europas ein souveräner Staat. Vielleicht sind dies auch die Gründe warum die Eliten der westlichen Welt Russland so sehr hassen.
Kalter Krieg, Kulturindustrie und Identitätspolitik
Die Sowjetunion und der Sozialismus waren die moralischen Sieger des 2. Weltkriegs, während die USA die finanziellen Sieger waren. Nach Maos Sieg im chinesischen Bürgerkrieg war nun auch noch das bevölkerungsreichste Land der Welt sozialistisch geworden, wodurch Eurasien mit den meisten Rohstoffen und China mit den meisten Menschen eine sozialistische Konkurrenz zur westlichen Welt wurde. In Europa wurden die kommunistischen Parteien von Jahr zu Jahr stärker, selbst die CDU hatte in ihrem Aalener Programm sozialistische Programmpunkte. Die Sowjetunion war das große Vorbild für die kolonialisierten Staaten der 3. Welt in Südamerika, Afrika und Asien. Ohne die Sowjetunion wäre China heute keine souveräne Großmacht, Kuba, die afrikanischen Staaten und Vietnam Kolonien ausländischer Mächte. In den europäischen Ländern existierten zahlreiche Zeitschriften und Verlagshäuser, die die Weltsicht der Arbeiterbewegung umfassend in der Gesellschaft verbreiteten. Für die USA waren der hohe Organisationsgrad der sozialistischen Parteien in Europa ein ernstes Problem und die militärischen Mittel waren begrenzt.
In den USA ging die Angst vor dem Kommunismus um und so wurden in der McCarthy-Ära bis 1954 Andersdenkende in einer beispiellosen gesellschaftlichen Hexenjagd mit Berufsverboten und „Schwarzen Listen“ für eine Demokratie unwürdig verfolgt. Später setzen die USA darauf die linken Gruppen nicht direkt zu unterdrücken, sondern stattdessen eine linke Kritik an ihnen zu fördern.
Der 1950 gegründete Kongress für kulturelle Freiheit sollte dieses Unterfangen begleiten. Die antikommunistische Kulturorganisation wurde, wie Ende 1968 öffentlich wurde, vom CIA finanziert. Der Kongress für kulturelle Freiheit finanzierte im Kampf gegen den kommunistischen Osten und USA-Kritiker wie Thomas Mann oder Jean-Paul Sartre, linksliberale Musiker, Maler und Zeitschriften, Schriftsteller wie Heinrich Böll oder Siegfried Lenz oder Philosophen wie Michel Foucault die Marx und Hegel ablehnten und stattdessen auf Nietzsche setzten und so ein Fundament für das „Projekt einer Umwertung aller Werte“ schufen. Der Kongress für kulturelle Freiheit kann zweifellos als der Gründervater der heutigen woken identitären Linken bezeichnet werden.
Die Schrift „Dialektik der Aufklärung: Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug“ von Theodor Adorno und Max Horkheimer kritisiert in erster Linie die Herrschaftsstrukturen im faschistischen Antisemitismus und andererseits die amerikanische Kulturindustrie. Die Kultur wird zur Ware. Nicht mehr ein Autor veröffentlicht in seinem Werk seine Lebenserfahrungen, die modernen Unterhaltungsmedien versuchen nach Marktkriterien die Massen zu verdummen: „Kultur heute schlägt alles mit Ähnlichkeit. Film, Radio, Magazine machen ein System aus. Jede Sparte ist einstimmig in sich und alle zusammen. Die ästhetischen Manifestationen noch der politischen Gegensätze verkünden gleichermaßen das Lob des stählernen Rhythmus. Die dekorativen Verwaltungs- und Ausstellungsstätten der Industrie sind in den autoritären und den anderen Ländern kaum verschieden.“ Herbert Marcuse schreibt in „Der eindimensionale Mensch“, dass selbst Kritik und Protest kommerzialisiert und vom System aufgesogen werden: „Wenn die Massenkommunikationsmittel Kunst, Politik, Religion und Philosophie harmonisch und oft unmerklich mit kommerziellen Mitteilungen vermischen, so bringen sie diese Kulturbereiche auf ihren gemeinsamen Nenner – die Warenform. Die Musik der Seele ist auch die der Verkaufstüchtigkeit. Der Tauschwert zählt, nicht der Wahrheitswert.“
Michel Foucault und andere identitäre Linke lehnten objektive Wahrheiten ab, sie haben so gut wie alle Werte der Aufklärung dekonstruiert. Mit den postkolonialen Studien wurde beispielshalber versucht Auschwitz zu dekonstruieren. „Israelkritiker“ wie Achille Mbembe oder Aleida Assmann, lamentieren von einer deutschen „Fixierung auf die Singularität des Holocaust“ Der Kolonialismus ist für große Teile der heutigen postmodernen Linken viel schlimmer als der Holocaust. Der Fortschrittsgedanke wurde seit den 1970er Jahren schrittweise diskreditiert und durch die Erwartung dystopischer Zukunftsvisionen ersetzt. Beispielsweise entfachten die Arbeiten des Club of Rome, dessen Buch „Grenzen des Wachstums“ 1972 eine breite Debatte über die Unausweichlichkeit eines Zusammenbruchs der modernen Industriegesellschaften. Wenige Jahre später wurden Dystopien zum zentralen Inhalt der Ökologiebewegung, vom Waldsterben, allgemeiner Verschmutzung bis hin zum schon damals thematisierten Klimawandel. Die aktuelle Klimabewegung nutzt diese Dystopien für Verzichtsforderungen wie sie schon immer von Endzeitsekten gefordert werden. Mit der Politisierung des Umweltschutzes hat die Ökobewegung die Arbeiterbewegung als Hauptopposition abgelöst und so wurden nach der Jahrtausendwende die Werte der Ökologie allmählich als Leitideologie innerhalb der westlichen Gesellschaften etabliert. Mit der Gründung der Grünen Partei in Westdeutschland begann ein Prozess, im Zuge dessen der Gegensatz von Kapital und Arbeit allmählich durch den Antagonismus von Zivilisation und Natur ersetzt wurde. Nicht nur wurde die aus der Arbeiterbewegung hervorgegangene Linke auf diese Weise an den Rand gedrängt, darüber hinaus verlor die Sowjetunion ihre Ansprechpartner in den meisten westlichen Ländern und so wundert es nicht, dass die meisten deutschen Umwelt-NGOs von den USA finanziert werden.
Religionskritik und woke Linke
„Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik“, schreibt Karl Marx in seiner Schrift „Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie.“ Jedes Stückchen Emanzipation der Menschheit, noch das einfachste, ist nicht mit, sondern gegen Religion und Kirche erkämpft worden. Im Gegensatz zum Islam ist das Christentum allerdings durch die Aufklärung domestiziert worden. Der Islam ist aktuell zweifellos die menschenverachtendste Religion dieser Welt. Der Islamismus verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse. Große Teile der globalen woken Linken übertragen ihre Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ auf die islamistischen Bewegungen und Regimes. Für die postmodernen Kulturrelativisten ist jede Kritik an den Zumutungen des Islam „antimuslimischer Rassismus“ oder nach ihrem Vorbild dem Ajatollah Khomeini „Islamophobie.“ In Berlin feierten die antisemitische Linkspartei mit ihren Wählern aus dem Hamas- und Clankriminellen-Lager ihren Wahlsieg. Wenige Jahrzehnte nach dem Holocaust feierten die Unterstützer der Linkspartei mit ihren Genossen die Pogrome am 7. Oktober 2023 in Neukölln und anderen Orten in Berlin mit der Verteilung von Süßigkeiten.
Der linke Antisemitismus
Die Beschäftigung mit linkem Antisemitismus ist für die Erklärung der Welt fundamental. Carles Fourier der französische Frühsozialist, war ein Antisemit, der die Juden als Parasiten bezeichnete, deren Emanzipation „der beschämendste aller gesellschaftlichen Fehler“ gewesen sei. Pierre Joseph Proudhon, ebenfalls ein Frühsozialist verlangte, alle Juden aus Frankreich zu vertreiben. Der russische Anarchist Michail Bakunin nannte die Juden eine ausbeuterische Sekte, ein blutsaugendes Volk, alles verschlingende Parasiten die einander fest verbunden sind.
Karl Kautsky (1854–1938) war nach dem Tod von Friedrich Engels (1820–1895) der führende Theoretiker der Sozialdemokratie. Kautskys Schrift „Rasse und Judentum“ von 1914 fasste alle seinerzeit von sozialistischer Seite gegen den Zionismus vorgebrachten „Argumente“ zusammen. Laut Kautsky sei das zionistische Vorhaben aus pragmatischen Erwägungen „eine „undurchführbare Utopie“ und deshalb abzulehnen. Laut Kautsky sind Juden Stadtmenschen und sie können nicht wieder zu Bauern gemacht werden, weshalb sie wieder aus Palästina emigrieren.
Die Liste der linken antisemitischen Terroranschläge ist lange. Beispielsweise verübten 1969 die linken antizionistischen „Tupamaros Westberlin“ einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindehaus in Berlin oder die Flugzeugentführung von Entebbe im Jahr 1976. Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann selektierten die Geiseln an der Rampe von Entebbe in eine jüdische und eine nicht-jüdische Gruppe und die Nichtjuden wurden freigelassen. Während mehrere SDS-Gruppen 1969 von Frankfurt nach Amman flogen um sich von der Fatah militärisch ausbilden zu lassen, kritisiert Jean Améry in der „Zeit“ die innerhalb der Neuen Linken stets stärker werdende antiisraelische, antisemitische Haltung.
Die linksextreme RAF feierte 1972 die bestialische Ermordung der israelischen Sportler als „antiimperialistische, antifaschistische und internationalistische“ Tat. In Ulrike Meinhofs Text „Rote Armee Fraktion – Die Aktion des Schwarzen September in München – Zur Strategie des antiimperialistischen Kampfes“ steht neben anderen Ungeheuerlichkeiten: „Die Aktion des Schwarzen September hat das Wesen imperialistischer Herrschaft und des antiimperialistischen Kampfes auf eine Weise durchschaubar und erkennbar gemacht wie noch keine revolutionäre Aktion in Westdeutschland oder Westberlin. Sie war gleichzeitig antiimperialistisch, antifaschistisch und internationalistisch. (..) …gegen dem seinen Wesen und seiner Tendenz nach durch und durch faschistischen Imperialismus- in welcher Charaktermaske auch immer er sich selbst am besten repräsentiert findet: Nixon, Brandt, Moshe Dayan oder Genscher, Golda Meir oder Mc Gouvern. (..) Alle Aufschübe des Ultimatums, das sie mit Lügen und falschem versprechen erreicht haben, diente ihnen nur zu einem ausschließlichen Zweck: Für die Vorbereitung des Massakers Zeit zu gewinnen. Sie hatten nur ein Ziel, nur ja dem Moshe-Dayan-Faschismus – diesem Himmler Israels- in nichts nachzustehen. (..) Israel vergießt Krokodilstränen. Es hat seine Sportler verheizt wie die Nazis die Juden – Brennmaterial für die imperialistische Ausrottungspolitik. (..) Der Tod der arabischen Genossen wiegt schwerer als der Tai-Berg. (..) Solidarität mit dem Befreiungskampf des palästinensischen Volkes!“
Der Ukrainekrieg
Der Krieg in der Ukraine zeigt wie kaum ein anderes Ereignis die Verkommenheit und die doppelten Standards der deutschen Politik. Nach dem Vernichtungskrieg gegen Russland und der Kollaboration der Westukraine beim Judenmord, den gebrochenen Versprechungen bei der Wiedervereinigung, den Kündigungen des ABM und des INF Vertrags und dem Aufbau des Raketenschilds in Rumänien und in Polen, dem rechtsextremen Maidan-Putsch, dem folgenden Bürgerkrieg mit 14000 Toten, den gebrochen Verspechen von Minsk, der Forderung von Selensky nach der Atombombe und seiner Ankündigung den Donbass und die Krim zurückzuerobern und dem für die Russen alternativlosen Einmarsch der Russen rollen wieder deutsche Panzer gegen Russland, töten wieder deutsche Waffen mit Unterstützung der NATO russische Zivilisten.
Keine Großmacht der Welt, weder die USA, noch China noch Russland könnte es zulassen, dass an seiner Grenze sie eine andere in seiner Existenz Großmacht bedroht. Die westlichen Pläne erst für die Schwächung und dann für die Aufteilung Russlands gibt es nicht erst seit 1990. Beim völkerrechtswidrigen Jugoslawienkrieg hieß es das Selbstbestimmungsrecht der Völker steht über allem, warum sollte dies nicht für die Bevölkerung der Ostukraine und der Krim gelten?
Von den 1500 Mördern, die im September 1941 über 33700 Juden in Babyn Jar ermordeten, waren 1200 OUN Ukrainer und 300 Deutsche. Die Straße zum Denkmal von Babyn Jahr wurde 2014 umbenannt in Bandera-Alle. Die OUN Ukrainer waren für die Nazis keine Untermenschen, sie dienten in deutschen Uniformen der SS Division Galizien und im Bataillon Nachtigall. Der SS-Division Galizien wird jährlich in der Ukraine mit Fackelmärschen gehuldigt. Der Überlebende Jude der Lemberger Pogrome Leon Wells schrieb in seinem Buch Hiob: Die Juden in der Ukraine hatten mehr Angst vor den Banden Bandera als vor der SS. Die ukrainische Führung lässt seit 2014 die Denkmäler zum Sieg über den Nationalsozialismus abreißen und ersetzt sie durch Denkmäler des antisemitischen Massenmörders Stepan Bandera.
Geopolitik, Systemvergleich und BRICS
Die Sowjetunion hat die Industrie, also auch die Rüstungsindustrie verstaatlicht, die sowjetische Rüstungsindustrie wollte vorrangig den Krieg gewinnen. Die Wirtschaft Nazideutschlands war wie in der Weimarer Republik kapitalistisch. Die NS-Rüstungsfirmen von Krupp über Rheinmetall bis BMW wollten vorrangig Profit machen, auch darum gewann die Sowjetunion den Krieg. Russlands Schlüsselindustrie, also auch die Rüstungsindustrie ist verstaatlicht. Dieselbe Granate die in Russland produziert wird, kostet in europäischen oder amerikanischen Rüstungsfirmen das 16-fache., auch darum wird Russland den Krieg gegen die NATO in der Ukraine gewinnen. In China mit seiner sozialistischen Marktwirtschaft sind alle Schlüsselindustrien von den Banken über die Energiewirtschaft bis hin zur Telekomunikation verstaatlicht. In China werden Hochhäuser innerhalb von ein paar Tagen gebaut und die pünktlichen Hochgeschwindigkeitszüge fahren bis zu 350 km/h.
Gemessen an den Standards der Weltbank konnte China die Zahl der Armen von 1981 bis 2012 um rund 800 Millionen reduzieren. Ende 2017 lag der Anteil der Armen an der chinesischen Landbevölkerung, der 1978 bei 97,5 Prozent betrug, bei 3,1 Prozent. Die Armut in China ist heute mehr oder weniger besiegt. Der Anteil der Bevölkerung, der über eine Krankenversicherung verfügt ist von 10 Prozent im Jahr 2003 auf 95 Prozent im Jahr 2013 gehoben worden. In den USA haben 45 Millionen Menschen keine Krankenversicherung und jeder Achte hat nicht genug zu essen. In Europa lag der Anteil der von Armut gefährdeten Personen im Jahr 2020 bei rund 22 Prozent.
China ist weltweiter Marktführer beispielsweise bei Photovoltaikmodulen und Elektroautos. China wird den europäischen Markt beispielsweise mit E-Autos überschwemmen, weil sie billiger und besser sind, wie sie aktuell Europa und die Welt mit Photovoltaikmodulen überschwemmen, weil sie billiger und besser sind.
Seit vielen Jahren ist der Rest der Welt außerhalb des Westens nicht mehr bereit die Hegemonie der USA zu akzeptieren. Unter der Führerschaft Chinas mit seiner sozialistischen Marktwirtschaft wächst der wirtschaftliche Zusammenschluss von BRICS, Brasilien, Russland, Indien, China und Sudafrika in Riesenschritten. Die Sanktionen und die Waffenlieferungen des Westens gegen Russland sind der Brandbeschleuniger für BRICS, weitere 19 Nationen, wie zum Beispiel Indonesien, Mexiko, Venezuela oder die Türkei werden dem Power-Bündnis für die Entwicklung zu einer Multipolaren Welt beitreten.
Quintessenz
Deutschlands neuer Krieg gegen die „russischen Untermenschen“ im erneuten Bündnis mit den Bandera-Nazis wird abermals in der Niederlage enden. Es ist rätselhalft wie Deutsche nach der deutschen Geschichte, nach dem Überfall auf die Sowjetunion erneut einen Krieg gegen Russland befürworten können und wieder in die alten Nazi-Bündnisse einsteigen.
Jeden Monat verliert die Ukraine 30.000 Soldaten. Die Ukrainischen Soldaten werden mit Gewalt an die Front gezwungen. Nach den Angriffen der Ukraine mit deutschen Drohnen ins russische Hinterland hat Putin die Samthandschuhe ausgezogen und er wird die Westukraine, die mittlerweile ohne Häfen ist, weiter massiv bombardieren. Mit seinen Waffenlieferungen verlängert Europa den Krieg bis zum letzten Ukrainer. Europa hat diesen Krieg wirtschaftlich längst verloren, die Wirtschaft befindet sich im freien Fall, die Sozialsysteme brechen zusammen und die unfassbaren Schuldentürme steigen ins Unermessliche. Die Sanktionen und die Waffenlieferungen gegen Russland treiben die Energiepreise und die Inflation ins Unermessliche. Man ist an Bertolt Brecht erinnert, der einst schrieb: "Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen Wie man schneller sägen konnte, und fuhren Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen Schüttelten die Köpfe beim Sägen und Sägten weiter.“ Und die Ukraine will schon wieder weitere 70 Milliarden, aber so gut wie alle Länder Europas, außer das Friedrich-Merz-Deutschland, wollen nicht mehr zahlen.
Faszinierend sind in dem Zusammenhang die Wähler und Politiker der SPD, der Grünen und der CDU, die gegen die AFD demonstrieren, sie verbieten wollen aber bei den Nazis der Ukraine keinerlei Berührungsängste haben. Die doppelten Standards können offensichtlicher nicht sein. Die USA würden kaum still bleiben, wenn China oder Russland in Mexiko oder Venezuela oder Kuba seine Truppen und Raketen aufstellen würde.
Der Großmufti von Jerusalem Amin al Husseini, der von Hitler finanziert wurde und SS Einheiten im Nationalsozialismus befehligte, forderte ein judenfreies Palästina und bekämpfte die Juden und die westlichen Werte Zeit seines Lebens. Vor 90 Jahren paktierte NS-Deutschland mit dem extremen Antisemiten Amin al Husseini und den antisemitischen Moslems und heute sind es die woken Linken die mit der Hamas, der Hisbollah und dem Iran sympathisieren und paktieren. Die Kämpfer der linken RAF ließen sich in den jordanischen Lagern der PLO mit Hitler-Bildern in den Unterkünften ausbilden und in Berlin feiern wenige Jahrzehnte nach dem Holocaust linke und migrantische Wähler der Linkspartei die Abschlachtungen und Vergewaltigungen von jungen jüdischen Menschen am 7. Oktober. Der Islamismus steht gegen alles wofür die Linke jemals eingetreten ist. Man kann dieser postkolonialen, identitätspolitischen woken Linken guten Gewissens eine ideologische Verwahrlosung bestätigen. Die größte Gefahr für Juden in Europa sind die muslimischen Zuwanderer und ihre linken Verteidiger, die woken Wähler und die woken Politiker der Linkspartei, der Grünen und der SPD. Die größte Gefahr für die Menschen in Israel sind die islamistischen Regime und Terrorgruppen im Nahen Osten. Die menschenverachtende antisemitische Dekadenz der Pseudolinken von der SPD über die Grünen bis zur Linkspartei, ihre Kumpanei mit dem Islamismus und ihrer Unterstützung des erneuten Kriegs gegen Russland sind Beleg heutiger spätkapitalistischer Herrschaftsverhältnisse.
Die heutige Linke hat laut Hartmut Kraus mit den wissenschaftlich-weltanschaulichen Fundamenten der klassischen Linken – namentlich der Religions- und Herrschaftskritik der Aufklärung sowie der materialistisch-dialektischen Herrschaftstheorie im Anschluss an Marx so gut wie nichts mehr zu tun. Dem ist vollumfänglich zuzustimmen.
Die unipolare Welt neigt sich dem Ende, die multipolare Welt zeigt ihr Gesicht und seine Macht und der große Verlierer ist Europa mit den dümmsten und verkommensten Politkern an den Machtzentralen seit 1945. Die europäische Tragödie erinnert an die Komödie „Romulus der Große” von Friedrich Dürrenmatt. Die Farce stellt den letzten weströmischen Kaiser Romulus ins Zentrum, der sich den nationalistischen Tugenden verweigert, der nicht heldenhaft in den Untergang gehen will, sondern den anstürmenden Feinden mit Sympathie entgegenkommt. Als die Germanen am Ende Rom besiegten sieht Romulus ein, falsch gelegen zu haben, sein Plan ist gescheitert und er geht in Rente.
Meine Eltern lebten für ihre Kinder. Ich hatte einige sehr gute Lehrer, die mich lehrten zu argumentieren und mich der Literatur näherbrachten. Einer meiner Vorfahren wurde vom Staat Israel mit dem Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet. Ich hatte es also einfach, mein Weg war vorgezeichnet. Ich möchte, dass meine Kinder in Europa ohne Krieg, ohne islamische Zumutungen, in einer funktionierenden Wirtschaft und funktionierenden Sozialsystemen und Meinungsfreiheit leben können. Die Werte der Aufklärung und die Lehren aus der Geschichte sind die Voraussetzung dafür.
Wer weniger Glück hatte, schlechte Eltern, schlechte Lehrer oder schlechte Freunde, kurz schlechte Startbedingungen hatte, der ist auch verantwortlich für sein Handeln und seine Aussagen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit sich aus seiner Unmündigkeit zu befreien. Jeder Mensch ist irgendwann selbst für sein Gesicht verantwortlich. Jean-Paul Sartre erklärt, dass, wenn Gott nicht existiert, es mindestens ein Wesen gibt, bei dem die Existenz der Essenz vorausgeht, ein Wesen, das existiert, bevor es durch irgendeinen Begriff definiert werden kann, und dass dieses Wesen der Mensch oder die menschliche Wirklichkeit ist. Das bedeutet, dass der Mensch zuerst existiert, sich begegnet, in der Welt auftaucht und sich danach definiert. Anfangs ist das menschliche Individuum weder gut noch böse, sondern neutral wie die unbelebte Realität. Erst durch sein Handeln entscheidet das Individuum und entwickelt einen bestimmten Charakter. Es kommt darauf an, sich dieser Verantwortung zu stellen, sich nicht hinter Traditionen, Religionen und Ideologien zu verstecken, auch wenn dies Angst hervorruft. Wenn die Existenz der Essenz vorausgeht, ist der Mensch verantwortlich für das, was er ist. „Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein. Verurteilt, weil er sich nicht selbst erschaffen hat, und dennoch frei, weil er, einmal in die Welt geworfen, für all das verantwortlich ist, was er tut.“
Quellen (Auszug): Bertolt Brecht - Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, 32 Bände | Jean Paul Sartre – Gesammelte Werke 52 Bände | Jean Améry-Werkausgabe, 9 Bände, Klett-Cotta, 2002 | Friedrich Dürrenmatt – Gesammelte Werke 7 Bände | Theodor Adorno - Gesammelte Schriften | Herbert Marcuse- Der eindimensionale Mensch
Gleichzeitig veröffentlich in Mission Impossible