Hape Kerkeling hatte seinen von den Nazis ins KZ gesperrten Großvater instrumentalisiert, um für ein Parteiverbot der AfD zu agitieren, woraufhin AfD-Kreise ihrerseits die kriminelle Vergangenheit des Großvaters ausgruben, der vor seiner Inhaftierung in Buchenwald auch wegen zahlreicher echter Verbrechen, die nichts mit Politik zu tun hatten, im Gefängnis gesessen war.

Für mich gilt jedoch: Wer aus politischen Motiven in ein Lager gesteckt wird, ist Opfer eines Unrechtsregimes, egal was er sonst so in seiner Vergangenheit gemacht hat.

Bei Kerkelings Opa werden mir die Linken hier im Forum wohl ausnahmsweise recht geben. Ob dieser Grundsatz von ihnen auch konsequent geteilt werden würde, wenn es die Gegenseite betrifft?

Ein englischer Junge, der mit einem syrischen Jungen eine Auseinandersetzung hatte, wurde von britischen Medien als "rassistischer Bully" vorverurteilt. Tommy Robinson hatte daraufhin versucht, mit journalistischen Mitteln Partei für den seiner Ansicht nach diffamierten englischen Jungen zu ergreifen, indem er eine Dokumentation zu den Hintergründen der Tat drehte.

Die Vorverurteilung eines jungen Migranten mit journalistischen Mitteln in Frage zu stellen, wäre wohl völlig legitim gewesen. In die andere Richtung ist Journalismus jedoch nicht erlaubt und ein Gericht untersagte Tommy Robinson, seinen Dokumentarfilm zu veröffentlichen. Weil er sich nicht daran hielt, wurde er für seinen Journalismus eingesperrt.

Hier eine Zitatcollage aus dem Kommentarbereich zu meinem Artikel "Wo war Amnesty International?":

Amnesty ist kein Kriminellen-Tätschel-Verein, der jedem eingesperrten Strassenräuber den Bauchnabel pinselt. Sie kümmern sich im politische Gefangene und Häftlinge der Haftbedingungen menschenunwürdig sind.

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Robinson wurden seit 2005 mehrmals Straftaten, unter anderem Körperverletzung, Betrug, Einwanderungsbetrug, Landfriedensbruch und Drogenbesitz, vorgeworfen. Er wurde deshalb bisher zu mehr als 10 Haftstrafen rechtskräftig verurteilt: unter anderem 2005 für Körperverletzung, 2013 für die illegale Einreise in die USA, 2014 für Darlehensbetrug, sowie 2017 und 2019 für Missachtung des Gerichtes (contempt of court)

Am 7. Januar 2013 wurde Robinson von einem britischen Gericht zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt, weil er mit dem Reisepass eines Freundes illegal in die USA eingereist war.[1] Er legte gegen das Urteil Berufung ein und wurde am 22. Februar 2013 mit einem elektronischen Ortungssystem ausgestattet und aus der Untersuchungshaft, in welcher er sich seit Ende Oktober des Vorjahres befunden hatte, entlassen.[32][33]

Ende 2013 bekannte sich Robinson des Bankbetrugs für schuldig.

Und so weiter. Und so weiter. Und so weiter.

Wenn das ein Syrer wäre würdest du sofort nach Abschiebung schreien. Zurecht übrigens.

Der Typ ist ne kriminelle Grätze!

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Matt Elger

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