Angeblich das gesündeste Lebensmittel der Welt: Ein Selbstversuch

Ehe ich euch von meinem jüngsten Selbstversuch erzähle, möchte ich Euch auf einen neuen Gesundheitsblog einladen. Ich bin dort als Autor tätig und freue mich über Input aller Art. Der Blog ist uns gut gelungen, hier erfährt Ihr Wichtiges und Überraschendes rund ums Thema Gesundheit. Also! Legen wir los!

https://besserleben.at/

Stangensellerie gilt als das gesündeste aller Lebensmittel. Aber viele wissen es (noch) nicht. In den sozialen Medien schwärmen Promis wie Kim Kardashian und Katie Holmes sowie bekannte Gesundheitsblogger davon. Anthony William, der Gründer von etwas, das er global celery juice movement nennt (weltweite Selleriesaft-Bewegung), hat ein ganzes Buch darüber geschrieben... also über Stangensellerie... ich hab versucht, Selleriesaft in meine persönliche Ernährungsroutine aufzunehmen. Welche Erfahrungen ich gemacht habe?

Unglaublich vielfältige Wirkung

Laut den im Internet kursierenden Informationen soll Selleriesaft gut für Haut (natürlicher Sonnenschutz), Haare und Nägel sowie für das Herzkreislaufsystem (er entspannt die Muskulatur der Blutgefäße) sein und die Magenschleimhaut pflegen. Er soll Entzündungen hemmen, den Colesterinwert senken, bei Problemen mit der Schilddrüse helfen, entschlacken, entgiften und entwässern, Schwermetalle entsorgen und überhaupt überschüssige Ablagen aus dem Gewebe entfernen.

Vorbeugen gegen Krebs

Darüber hinaus hemmt der im Selleriesaft enthaltene gelbe Farbstoff Apigenin die Vermehrung von Krebszellen im Körper. Er macht auch die Zellen widerstandsfähiger gegen aggressive Sauerstoffmoleküle, die mitschuldig an der Entstehung von Krebs sein könnten. Dazu soll er auf natürliche Weise unsere Körpertemperatur regulieren und dafür sorgen, dass wir weniger schwitzen. Selbst Menschen mit chronischen Krankheiten wie Rheuma oder Arthritis hilft er.

Natürliches Misstrauen

Mir sind Hypes wie jener um den Selleriesaft grundsätzlich suspekt, doch dann hab ich selbst gesehen, wie der 95 Jahre alte Vater einer Bekannten auflebte, als er jeden Tag ein Glas Selleriesaft zu sich nahm. Davor war er kaum noch aus dem Haus gegangen und hatte sein Leben vor dem Fernseher oder dahindämmernd verbracht, nun fuhr er wieder Auto. Gab es da einen Zusammenhang?

Am Anfang lästig

Ich entschied mich für eine Regel, die angeblich die Wirkung von Selleriesaft erst richtig zur Entfaltung bringt: Ich ignorierte die vielen Rezepte für Selleriesaft im Internet. Wie der alte Mann trank ich jeweils ein Glas pur, und zwar zwanzig Minuten vor dem Frühstück. Wie war das?

Am Anfang war es lästig. Es fing schon mit der täglichen Reinigung des Entsafters, der aus sieben Teilen besteht, an. Den Gemüseabfall heraus- und das Messer sauber kriegen, das ist nicht einfach. Dann bekam ich anfangs Blähungen vom Saft und wollte schon wieder damit aufhören, als ich las, dass sie eine vorübergehende Folge des anfangs besonders starken Entgiftens sein können.

Rasche Gewöhnung

Die Blähungen vergingen bald wieder und inzwischen bin ich beim Reinigen des Entsafters schnell und routiniert. Ich weiß ganz genau, welche Faser ich an welcher Stelle des Entsafters wie wegkriege und wie ich alles bis auf das Messer mit affenartiger Geschwindigkeit in den Geschirrspüler packe. Zwischen meinem ersten und meinem dritten Schluck von dem Saft ist das Ganze auch schon wieder erledigt.

Von schrecklich bitter bis herrlich süß

Wie schmeckt der Saft? Da gibt es je nach Gemüse gewaltige Unterschiede. Die dünnen dunkelgrünen Stangen, angeblich die gesündesten, ergeben einen gewöhnungsbedürftig bitteren Geschmack. Ich tröste mich dann damit, dass die in unserer üblichen Nahrung ohnedies fehlenden Bitterstoffe die Prostata schützen und stärken und andere wichtige Eigenschaften haben. Die helleren und dickeren Stangen ergeben manchmal einen herrlich süßen Saft, bei dem ich besonders den Schaum liebe.

Ein ungewöhnliches Gefühl

Und wie wirkt der Saft? Ob ich damit hundert Jahre alt werde, kann ich sagen, wenn es so weit ist. Sicher ist aber: Dieses Glas Selleriesaft auf nüchternen Magen jeden Morgen macht mit mir etwas, das noch kein anderes Getränk oder Lebensmittel mit mir gemacht hat, und auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Es ist nicht ganz leicht zu beschreiben, aber es fühlt sich für mich an, als würde die Mineralisierung meines Körpers hochfahren, genau bis zu dem Maß, das er sich wünscht. Reisen hat jetzt für mich jedenfalls den Nachteil, dass ich meinen Entsafter nicht mitnehmen kann.

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