Der römische Kaiser Elagabal und US-Präsident Donald Trump teilen auf den ersten Blick wenig – doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich verblüffende Parallelen in ihrem Verhalten, ihrer Selbstinszenierung und ihrer politischen Führung. Beide Figuren verkörpern eine Mischung aus Größenwahn, religiöser Instrumentalisierung, sexuellen Skandalen, kindischem Machtgebaren und einer tiefen Unfähigkeit, die zu politischen Krisen und gesellschaftlicher Spaltung führte. Hier ein systematischer Vergleich:
1. Größenwahn und Selbstgötzung
Elagabal sah sich als irdische Verkörperung des syrischen Sonnengottes Elagabal und zwang die römische Elite, an seinen neuen Ritualen teilzunehmen. Er setzte sich über alle römischen Traditionen hinweg und inszenierte sich als göttliche Autorität – ein Verhalten, das als hybris und sakrilegisch empfunden wurde.
Trump inszeniert sich seit Jahrzehnten als „der Größte“, „der Beste“, „der Auserwählte“. Er bezeichnete seine ersten 100 Tage im Amt als „100 Days of Greatness“ und präsentierte sich in KI-generierten Bildern als Jesus Christus oder als Erbauer eines „größten Triumphbogens der Welt“ auf dem Mond. Sein Narzissmus und sein Bedürfnis, sich als unfehlbar und göttlich inspiriert darzustellen, sind legendär.
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Gemeinsamkeit: Beide nutzten religiöse oder quasireligiöse Symbolik, um ihre Macht zu legitimieren und sich über Kritik zu erheben. Während Elagabal den syrischen Sonnengott als Staatsreligion etablieren wollte, instrumentalisiert Trump christliche Motive, um seine politische Basis zu mobilisieren – etwa durch die Inszenierung als „von Gott gesandter Retter“ oder durch die Veröffentlichung einer eigenen Bibelausgabe.
2. Sexuelle Ausschweifungen und Skandale
Elagabal war für seine exzessive Sexualität berüchtigt: Er heiratete innerhalb eines Jahres drei Frauen, darunter eine Vestalische Jungfrau (ein schwerer Tabubruch), und soll sich auch als Frau gekleidet haben. Antike Quellen berichten von orgiastischen Festen und einer offenen Verachtung für römische Sitten.
Trump steht seit Jahrzehnten im Zentrum sexueller Vorwürfe: Über 25 Frauen warfen ihm sexuelle Belästigung oder Übergriffe vor, darunter Vergewaltigungsvorwürfe. Seine Verbindung zu Jeffrey Epstein, der minderjährige Mädchen missbrauchte, und seine eigenen anzüglichen Äußerungen („Grab them by the pussy“) sind dokumentiert. Trotz zahlreicher Klagen und gerichtlicher Verurteilungen wegen sexuellen Missbrauchs bestreitet er alle Vorwürfe.
Gemeinsamkeit: Beide ignorierten gesellschaftliche Normen und setzten sich über moralische Grenzen hinweg. Während Elagabal die römische Elite mit seiner Promiskuität schockierte, normalisierte Trump ein Klima der Straflosigkeit für mächtige Männer – ein Verhalten, das in den Epstein-Files und den zahlreichen Klagen gegen ihn dokumentiert ist.
3. Kindliche Art und Unreife
Elagabal wurde mit nur 14 Jahren Kaiser und regierte wie ein verwöhntes Kind: Er zwang seine Umgebung zu absurden Spielchen, etwa indem er seine Minister in lächerliche Rollen drängte oder sie zu sklavischer Unterwürfigkeit zwang. Seine Launen und sein Mangel an politischer Reife führten zu Chaos.
Trump zeigt seit Jahrzehnten kindliches Verhalten: Er reagiert auf Kritik mit Wutausbrüchen, beleidigt Gegner mit Spitznamen („Little Marco“, „Sleepy Joe“) und besteht auf absoluter Loyalität – selbst in absurden Details. Sein Umgang mit Ministern wie Marco Rubio, dem er Schuhe aufzwang, die nicht passten, erinnert an einen Schulhof-Tyrannen, der seine Macht durch Demütigung demonstriert.
Gemeinsamkeit: Beide behandelten ihre Umgebung wie Spielzeug. Elagabal zwang seine Minister zu erniedrigenden Ritualen, Trump zwang seine Kabinettsmitglieder, unpassende Schuhe zu tragen – ein Symbol für absolute Unterwerfung.
4. Religiöse Instrumentalisierung und Zwang
Elagabal zwang die römische Elite, an den Ritualen seines syrischen Sonnengottes teilzunehmen. Wer sich weigerte, riskierte seine Gunst oder gar sein Leben. Sein Versuch, eine fremde Religion als Staatskult zu etablieren, scheiterte kläglich und führte zu seiner Ermordung.
Trump instrumentalisierte den christlichen Glauben für politische Zwecke: Er inszenierte sich als „Retter der Christen“, obwohl sein privater Lebenswandel alles andere als christlich war. Er zwang seine Anhänger, seine Version des Glaubens zu akzeptieren, und attackierte Kritiker – etwa Papst Leo XIV. – als „Feinde des Volkes“.
Gemeinsamkeit: Beide nutzten Religion als Werkzeug der Macht. Elagabal scheiterte, weil die Römer seinen Kult als fremd und aufgedrängt empfanden; Trump polarisiert, weil seine religiöse Rhetorik als Heuchelei entlarvt wird.
5. Unfähigkeit und politische Katastrophen
Elagabal regierte nur vier Jahre und hinterließ ein politisches Chaos. Seine Unfähigkeit, Kompromisse zu schließen, und sein offener Bruch mit römischen Traditionen führten zu seiner Ermordung durch die Prätorianergarde.
Trump scheitert in zentralen politischen Krisen: Sein Umgang mit dem Iran-Krieg 2026 ist von Fehleinschätzungen und überzogenen Drohungen geprägt. Er behauptet, der Iran stehe kurz vor der Atombombe – ein Vorwurf, den selbst seine eigenen Geheimdienste nicht teilten. Seine improvisierte Außenpolitik führte zu Eskalation statt Lösung.
Gemeinsamkeit: Beide überspielten ihre Inkompetenz durch laute Rhetorik und Selbstüberschätzung. Elagabal unterschätzte den Widerstand der römischen Elite, Trump unterschätzte die Komplexität internationaler Konflikte – mit verheerenden Folgen.
6. Lasterhaftigkeit und Dekadenz
Elagabal stand für die Dekadenz Roms: verschwenderische Feste, orgiastische Rituale und eine offene Verachtung für Traditionen. Sein Name wurde zum Synonym für Laster und Verfall.
Trump verkörpert eine moderne Form der Dekadenz: Prunkvolle Bauten (etwa sein geplanter „Triumphbogen“), exzessiver Konsum, und eine Kultur der Straflosigkeit für die Mächtigen. Seine Präsidentschaft ist geprägt von Skandalen, Korruption und einer offenen Geringschätzung demokratischer Institutionen.
Gemeinsamkeit: Beide wurden zu Symbolen des Verfalls – Elagabal für den Niedergang Roms, Trump für die Erosion demokratischer Normen in den USA.
Zwei Seiten derselben Medaille
Elagabal und Trump sind archetypische Beispiele für Machtmissbrauch, Narzissmus und politische Inkompetenz. Beide nutzten religiöse oder ideologische Inszenierung, um ihre Herrschaft zu legitimieren, und scheiterten an ihrer Unfähigkeit, Realität und Verantwortung anzuerkennen. Während Elagabal von der Geschichte als dekadenter Teenager-Kaiser verachtet wird, könnte Trump als Warnbeispiel für die Gefahren eines ungebremsten, narzisstischen Populismus in die Geschichtsbücher eingehen.
Der Kollaps der Autorität
Macht ohne Demut, Führung ohne Kompetenz und Inszenierung ohne Substanz führen unweigerlich zum Kollaps – ob im antiken Rom oder im modernen Amerika.
Elagabal wurde 218 n. Chr. mit nur 18 Jahren von der Prätorianergarde ermordet, nachdem er durch seine religiösen Umstürze, sexuellen Exzesse und politische Willkür selbst seine letzte Stütze – seine Großmutter Julia Maesa – gegen sich aufgebracht hatte. Die Garde, einst sein Machtinstrument, weigerte sich, seinen Adoptivsohn und designierten Nachfolger zu töten, und wandte sich gegen ihn. Als er mit seiner Mutter ins Prätorianerlager kam, um die Loyalität einzufordern, wurde er niedergemetzelt, sein Leichnam durch die Straßen Roms geschleift und in den Tiber geworfen – ein Ende, das seine absolute Isolation und das Scheitern seines Größenwahns besiegelte.
Trump, der 2026 mit der Drohung eines Atomschlags gegen den Iran die Welt an den Rand eines Abgrunds trieb, erlebt nun ein ähnliches Schicksal: Das US-Militär, traditionell eine Säule republikanischer Präsidentschaften, distanziert sich öffentlich von seinen irrationalen Befehlen. Generäle warnen vor „katastrophalen Folgen“ und verweigern die Umsetzung seiner Eskalationspläne. Selbst seine engsten Verbündeten im Pentagon flüstern von „Amtsunfähigkeit“. Wie einst Elagabal, der von seinen eigenen Soldaten verraten wurde, steht Trump nun vor dem Kollaps seiner Autorität – nicht durch einen Dolchstoß, sondern durch den stillen Verrat einer Institution, die ihn nicht länger als ihren Oberbefehlshaber akzeptiert. Beide Fälle zeigen: Wenn selbst die Machteliten die Loyalität aufkündigen, ist das Ende nah.