Vorneweg: Ich mag keine Hochstapler und schon gar keine, die sich mit Federn schmücken, bei denen sie sich in die Hosen gemacht hätte.
Heinrich Koch, Abgeordneter der AfD, wird mit dem Vorwurf konfrontiert, seine militärische Vergangenheit unzutreffend dargestellt zu haben. Öffentlich trat er als Oberstleutnant der Fallschirmtruppe auf. Nach Angaben der Bundeswehr hat er jedoch nie in der Fallschirmjägertruppe gedient. Seine tatsächliche militärische Laufbahn umfasst 15 Monate Grundwehrdienst Anfang der 1980er‑Jahre sowie viele Jahre als Reservist mit kurzen jährlichen Diensten. Eine absolvierte Fallschirmsprungausbildung gilt nicht als Nachweis für eine Verwendung in der Fallschirmtruppe.
Koch stellt seine Bundeswehrzeit so dar, als sei sie seit 1981 durchgehend aktiv, und nennt den Dienstgrad Oberstleutnant A15. Für Reservisten ist diese Besoldungsgruppe jedoch nicht zutreffend. Zusätzlich wurden dem Bundestag aus seinem Büro Angaben über 43 Jahre aktive Dienstzeit übermittelt, obwohl nur der Grundwehrdienst aktiv war. Koch führt die widersprüchlichen Angaben auf Fehler seines Teams zurück. Wie soll es auch anders sein -> beim Lügen erwischt -> Andere sind schuld! Nichtmal den Mut zu seinen Fehler zu stehen. Das ist kein Soldat, nicht mal annähernd.
Der Vorgang löst parteiintern Kritik und Forderungen nach Aufklärung aus. Nur wenns nicht mehr anders geht, kommen aus der Partei Forderungen nach Aufklärung und am Ende verläuft dort alles wieder im Sande - wie immer. Oder er wird mal aufs Seitengleis geschoben nur um in zwei Jahren wieder in die Mitte der Partei zu rücken.
Damit reiht sich Koch hinter von Guttenberg ein, der auch mal Fallschirmjäger gewesen sein wollte.