62 Superreiche haben so viel wie die Hälfte der Welt: na und?

Der Aufschrei ist immer sehr groß, gerade der Österreicher hat gelernt, sich arm zu rechnen. Ob es jetzt unser Steuersystem war, welches uns dazu erzogen hat, uns gegenüber der Finanz arm zu wirken oder der vermeintliche Neid des Nachbarn. Wie auch immer: wir glauben immer, zu kurz zu kommen. Wenn ich die Leerstand Zahlen von Fuhrhop's "Verbietet das Bauen" auf Österreich umlegen würde, so haben wir eine Stadt wie Innsbruck leer stehen. Das Statistische Bundesamt zählte alleine in Eigenheimen 600.000 leere Wohnungen in Deutschland! Eine gigantische Verschwendung an grauer Energie, somit Geld, und es sind nicht nur Schlösser, die hier leer stehen.

Aber auch China hat mit zunehmendem materiellen Wohlstand immer mehr ein ökologisches Problem – trotz sinkenden Bevölkerungszahlen wie diese kurze Grafik uns eindeutig zeigt. Wir haben nicht zuviele Menschen sondern die Menschen werden zu gierig?

Source : Ecological Footprint Network, http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/trends/china/

http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/trends/china/

Anders ausgedrückt: Milliarden von Menschen, die in alle Ewigkeit glauben, Teil ihrer Freiheit seien Pauschal-Flugreisen. Immer größerer Massen Wohlstand bedeutet weltweit immer mehr Konsum und mehr Autofahrten und Schiffstransporte. Um erneut aus dem Buch "Verbietet das Bauen" zu zitieren, so erzeugt ein noch so ressourcenarm gebautes Passivhaus im Umland einer Großstadt immer neuen Autoverkehr und selbst das schicke neue Hochhaus in Niedrigenergie-Bauweise erzeugt mit seinen vielen neuen Parkmöglichkeiten immer neuen Leerstand in der Provinz.

So werden die Bewohner der großen Wohnungen immer älter und einsamer, es entsteht ein 100-100 Problem: Hundertjährige wohnen alleine auf hundert Quadratmeter. Es ist die Mitte der Gesellschaft, die hier unsere ökologischen Grenzen immer stärker belastet. Es sind nicht zuviele zu reich geworden, wobei es zumeist ja nur Fiatgeld auf ungenutzen Konten ist. Nein, die Mitte lebt wie die Könige, aber glaubt, es steht ihr noch mehr zu und das Pseudogeld der Börsengewinnler soll ihnen dabei helfen. Im Umkehrschluss müssen wir alle im gleichen Maße materiell ärmer werden und diese Idee ist natürlich unwählbar somit die Verschwendung und der unaufhaltsame Klimawandel unser Schicksal.

Eine günstige Idee ist die Identität vor Ort zu stärken. In der Arbeitersiedlung Orte mit Geschichte und für Begegnung schaffen. Aber auch einen medialen Platz für Hirtenjungen in der Nordafrikanischen Provinz. Oder wie das Künstlerkollektiv Banksy es ausdrückt: wir lassen uns von der Werbung erschlagen und glauben nur noch, ein Mehr kann uns aufrichten. Wie soll so viel für so viele auf einer endlichen Kugel Platz finden?

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