Glaube oder Wissen.

Man sagt ja, glauben heißt nichts wissen, andere sagen wieder Religion ist Gift, andere wieder glauben an etwas, wissen aber nichts.

Glaube – das ist eine feste Überzeugung, die nicht auf Fakten, Beweisen, sondern auf dem Gefühl beruht. Unter Glauben versteht man zumeist eine Wahrscheinlichkeitsvermutung. Wissen wird in der Erkenntnistheorie traditionell als wahre und gerechtfertigte Meinung bestimmt.

Die Definition als wahre und gerechtfertigte Meinung ermöglicht die Unterscheidung zwischen dem Begriff des Wissens und verwandten Begriffen wie Überzeugung und Glauben. Glaube und Wissen. Nehmen wir einmal jetzt die Denkweise der Menschen her.

Da glauben viele an das sogenannte Paradies auf Erden. Sie glauben an gerechte Verteilung der Ressourcen. Sie glauben an das Wort Gerechtigkeit, immerwährenden Frieden unter den Völkern und an ein verständnisvolles Zusammenleben im Zeichen der unendlichen Liebe auf dem Planeten Erde.

Aber auch viele wissen, dass so etwas wahrscheinlich Utopie ist. Blickt man zurück in der Menschheitsgeschichte, dann ist dieses Wissen aber gerechtfertigt, und als wahrscheinlich wahr anzusehen.

Dagegen, wenn man im Glauben der Religionen zurückblickt, dann sind zwar mächtige Religionsgemeinschaften entstanden, aber kein immerwährender Friede, keine unendliche Liebe und Verständnis unter den Menschen und schon gar nicht ein Paradies der Gleichheit. Trotzdem glauben viele noch an eine Gerechtigkeit auf Erden- mit der Tatsache, dass die einzige Gerechtigkeit noch immer der Tod ist.

So liest man zB. "Die Kriege und die Angst vor neuen Terror-Anschlägen sind der Motor unserer Wirtschaft". Rekordumsätze von 1000 Milliarden Dollar, das sind 5,7 Millionen Beschäftigte. Fast eine Billion Dollar pro Jahr halten die amerikanische Wirtschaft am Laufen, und sichern Millionen von Arbeitsplätzen.

Allein das Verteidigungsministerium beschäftigt 2,1 Millionen Menschen. In Rüstungsbereich arbeiten weitere 3,6 Millionen Menschen. Insgesamt sind damit 3,8 Prozent aller Beschäftigten in den USA für die Verteidigungsindustrie tätig. Das Verteidigungsetat der Vereinigten Staaten 2015 . 577 Milliarden USD.

Das sind jetzt nur ein paar Auszüge, nur die USA, Rüstungsausgaben der Menschen auf dem Planeten Erde. Jetzt glauben auch die Amerikaner an die Gerechtigkeit. Viele wissen aber, dass diese Gerechtigkeit für alle Menschen auf dem Planeten Erde nicht möglich ist. Denn wenn sie alle einfordern, dann bringt das auch einen gewissen Verzicht anderer mit sich. Da kommen aber jetzt die gläubigen Träumer in das Spiel.

Der Traum von der großen Liebe unter den Menschen, dass man Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Mitgefühl unter allen Völkern leben kann. So auch der Verteilerschlüssel der Ressourcen, der der Gerechtigkeit angepasst wird. Ist sicher kein Gedanke der Neuzeit. Dafür gab es Revolutionen, Mord und Todschlag, man ist für diesen Glauben gestorben. Sieht man aber jetzt zurück in der Geschichte, dann stößt man aber wieder auf das Wissen.

Das Wissen, dass dieser Kampf oft nur kurzfristig etwas gebracht hat, die Masse der Menschheit hat sich in ihrer Denkweise nicht wirklich verändert. Im Gegenteil, die Verteilung von Reichtum und Besitz, ist noch mehr geschrumpft auf einige wenige, die zeigen, wer diesen Planeten besitzt.

Geblieben ist aber der Glaube an ein Paradies bei vielen Menschen, aber es ist weiter in das Jenseits verschwunden. Wenn wir jetzt die derzeitige Lage auf der Erde, so auch in Europa betrachten, dann stößt man wieder auf die Gerechtigkeit. Aufteilung, Menschlichkeit-Mitgefühl.

Diese Begriffe gibt es auch, oder sagen wir, viele glauben daran, beschäftigen sich aber nicht mit dem Wissen. Die Wissenden, glauben aber nicht an die Gerechtigkeit für alle, die ist nicht möglich.

So befinden wir uns jetzt in einem Zwischenstadium , das zwischen Wissen und Glauben hin und her pendelt. Das erzeugt natürlich immense Spannungen. Denn die Angst ist wieder aufgetaucht.

Die Angst die die Gehirne lähmt, die Gefühle , sowie auch das Mitgefühl verhindert. Das Wissen ist vorhanden, das es so nicht für alle reicht, vor allem, wenn die einen gewinnen, müssen andere dafür etwas aufgeben, opfern sozusagen.

Solange man es aber selbst noch nicht spürt, träumen viele noch, und glauben an die Gerechtigkeit. Doch das ist ein schmaler Grad. So beginnt sich die Spirale der Geschichte wieder zu drehen.

Die Spirale zwischen Wissen und Glauben. Der Glaube dass es sich für alle ausgehen kann, das weltweiter Friede, Gerechtigkeit und Liebe unter allen Völkern der Erde möglich ist.

Aber auch das Wissen, das uns die Jahrtausende lange Geschichte gezeigt hat, dass wir Menschen dazu nicht wirklich fähig sind. Wir glauben zwar daran, wann es genug ist, aber wir wissen auch dass wir Menschen keine wirkliche Grenze für genug auch akzeptieren. So darf es für den Einzelnen immer etwas mehr sein, genannt Egoismus.

Die europäische Hymne, „Alle Menschen werden Brüder“, bleibt den Gläubigen vorbehalten, das Wissen sagt etwas anderes, nämlich das so etwas nicht möglich ist.

Deshalb wird auch weiter aufgerüstet, gekämpft und gestorben.

So wie es uns die Geschichte gelehrt hat, glaubt jemand daran, dass sich das ab jetzt ändern wird????

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