Ja, der Mann ist ein Schwein, ein Drecksschwein, das nur darauf aus ist, Frauen zu demütigen, zu belästigen, zu vergewaltigen. Das wissen wir nun dank Weinstein und - lange gesucht und endlich gefunden - auch dank Wedel, dem deutschen Bonsai-Weinstein. Kein Wunder, dass sich mancher noch nicht lange hier Lebender da nicht zurecht findet und den Weinsteins und Wedels nacheifert, allein weil er sich halt an den falschen Vorbildern orientiert. Sonst trifft ihn keine Schuld.

Die Zeiten für Männer werden härter: ein falscher Blick, eine linkische Bewegung und schon landet man vor dem Kadi, wenn nicht gleich im Knast. Ohne Zweifel ist eine härtere Gangart gegen Männer nötig. Leider wird es bis zu Zwangskastrationen und der Ausmerzung des Mannes noch etwas dauern, die eingeschlechtliche Vermehrung der Frau steckt noch in den Kinderschuhen. Doch auch wenn es zur Beglückung der Welt durch die Alleinherrschaft der Frau noch ein Stückchen Weges ist, so können immerhin die Daumenschrauben für den Mann schon etwas kräftiger angezogen werden.

Zum Beispiel in Frankreich. Hier wird es - nach 2012 - in diesem Jahr eine erneute Verschärfung des Sexualstrafrechtes geben. So verkündete die französische Gleichstellungsministerin Schiappa, dass künftig die Verletzung des Selbstwertgefühls der Frau, ihrer Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum und ihres Rechts auf Sicherheit unter Strafe gestellt werde. Was heißt das? Wer z. B. einer Frau auf der Straße hinterher ruft, Kommentare zu ihrem Körper abgibt oder ihr in der U-Bahn zu nahe kommt, wird mit bis zu 750 € Strafe belangt. Man kann zwar in den Banlieues nicht mehr die Sicherheit garantieren, wenn sich aber in überfüllten U-Bahnen Männer nicht in Luft auflösen, rückt die Sittenpolizei an, denn zur Verfolgung von Bösartigkeiten der Männer soll es verstärkt Streifen geben.

Daher hier schon einmal ein paar Überlebenstipps für Männer, die dazu dienen sollen, einigermaßen straffrei über die Runden zu kommen, bis wir eines Tages ohnehin ausgerottet werden.

1.

Biete in der U-Bahn, im Bus oder im Zug auf gar keine Fall einer Frau deinen Sitzplatz an. Auch und gerade älteren Frauen nicht, die sind ohnehin gerade in Gedanken damit beschäftigt, was Ihnen vor 30 oder 40 Jahren geschehen sein könnte. So ein Platzwechsel birgt stets die Gefahr einer Berührung, gerade bei fahrender Bahn. Dann hast du sie womöglich unsittlich begrapscht und schon an der nächsten Haltstelle wartet die Polizei und holt dich aus der Bahn. Das geht schneller, als du denkst. Zudem, wenn sie dann sitzt und du stehst, wird sie nachher sagen, du hättest auf sie herab gesehen und ihr in den Ausschnitt gestarrt. Also sitzen bleiben, den Kopf nach unten und bloß nicht aufstehen!

2.

Triffst du auf eine bewusstlose Person und es ist eine Frau, renne, was das Zeug hält und sieh zu, dass du Land gewinnst. Auf GAR KEINEN FALL den Retter spielen wollen und erste Hilfe leisten, du Trottel! Womöglich noch Mund-zu-Mund-Beatmung oder Herzdruckmassage oder sowas! Bist Du verrückt? Dann stehst du zu 100% nicht mit einem, sondern mit zwei Beinen im Knast. Eine Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung ist immer noch besser für Dich, als wenn du erstmal deine Lippen auf ihre gedrückt hast. Denn kaum ist sie wieder bei sich, wird sie nicht etwa säuseln: "Oh, du mein Retter", sondern "#MeToo" schreien und um dich ist es geschehen.

3.

Gehörst du arme Sau zu der aussterbenden Gattung der männlichen Chefs und du hast über die Besetzung einer Stelle zu entscheiden, bist du ganz beschissen dran. Mein Beileid schon jetzt. Einen Mann auf die Stelle zu bekommen, ist im Zeitalter der Frauenquote schwierig, im öffentlichen Dienst fast unmöglich. Du musst also eine Frau nehmen. Nimm aber bloß keine gutaussehende, sei nicht verrückt. Nimmst du eine hübsche, wird sie in 20, 30 Jahren, wenn sie nicht mehr hübsch ist, sondern alt und faltig, behaupten, du hättest sie vergewaltigt, zumindest aber genötigt. Wenn du Glück hast, hattest du mit ihr vielleicht eine Zeitlang ein Verhältnis zum gegenseitigen Vorteil, das ist später im Knast aber nur ein schwacher Trost. Nimm also, man soll immer an später denken, die stockhässlichste, unter den Bewerberinnen, je hässlicher, je besser, auch wenn sie beruflich gar nichts drauf hat. Nur so kannst du dir zumindest ein kleines Fünkchen Hoffnung machen, dass man dir später glaubt, dass da wirklich nichts war.

4.

Versuche nicht den Kavalier alter Schule zu spielen und einer Frau z. B. im Restaurant in den Mantel zu helfen. Du spielst mit Deiner Freiheit! Wie schnell besteht die Gefahr, ihren Körper zu berühren, ihr Haar zu streifen und schon ist es für dich vorbei. Daher gilt auch hier, Finger weg. Die kann auch allein in ihren Mantel kommen, denn

5.

Frauen können sowieso alles besser und das eigentliche starke Geschlecht sind sie, wie wir inzwischen wissen. Daher nimm ihr um Himmels willen nichts Schweres ab, z. B. der (vermeintlich) netten Kollegin den Berg schwerer Akten oder der Dame im Zug den Koffer beim Aus- oder Einsteigen. Sei nicht verrückt, auch hier besteht die Gefahr unbeabsichtigter Berührungen, die dann als vorsätzlich gedeutet werden. Soll sie unter dem Aktenberg ächzen und wenn er über ihr zusammenbricht, fass auch dann nicht zu, sondern versprich nur, bei Gelegenheit ihre Kollegin vorbei zu schicken. Schließlich

6.

versuche auf gar keinen Fall Komplimente zu machen. Wenn z. B. die junge Kollegin mit einem tollen Kleid oder knackigen Jeans oder einer klasse Bluse in das Büro kommt und darin einfach umwerfend aussieht, nichts sagen, nicht mal ein kurzes anerkennendes "Oh, schick!" Wenn du ganz auf der sicheren Seite sein willst, sag besser: "Frau Meier, sie sehen heute wieder besonders scheußlich aus!" Das ist höchstens eine kleine Beleidigung, ein bewundernder Blick dagegen bereits der erste Schritt auf dem Weg zum Jobverlust.

Die Frauen haben sich geändert. Wir Männer sollten es auch tun. Wenn nicht, sind wir echt dämlich.

Foto: geralt/pixabay

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