Katar: Staat ohne Bürger, aber mit großer Bruderschaft

Katar ist die Schaltzentrale der Muslimbruderschaft, wo erst der Syrienkrieg, die Machtübernahme der Taliban und jetzt der Hamas-Angriff auf Israel geplant wurde. Durch das Bündnis mit der Muslimbruderschaft will sich der reiche Einwohner-Zwerg Katar auf die Schultern eines Riesen stellen. Die Muslimbruderschaft ist die größte politische Organisation der islamischen Welt.

Die anderen arabischen Staaten, egal ob Demokratien oder Diktaturen (wie Katar) fürchten den politischen Islam. Warum hat Katar keine Angst, selbst durch die Bruderschaft gestürzt zu werden?

In Katar haben von 3 Millionen Einwohner nur etwas mehr als 10% die eigene Staatsbürgerschaft, 90% sind rechtlose Arbeitssklaven aus Indien oder Nepal. Solange Katar keine eigenen Bürger hat, ist das Risiko von der islamistischen Massenbewegung selbst abgelöst zu werden, relativ gering und Katar kann sich daher eine viel waghalsigere Islamismus-Politik leisten als die anderen Golfstaaten.

Auch wenn Katar gerne groß bei islamischen Konflikten mitmischt, soll für die Aufnahme von Flüchtlingen aus diesen Konflikten nicht Katar, sondern der Westen zuständig bleiben. Obwohl die Integration für Iraker, Syrer, Palästinenser aufgrund der gemeinsamen Sprache, Religion, Kultur kein Problem darstellen würde, achtet Katar penibel darauf, selbst keine Flüchtlinge aus islamischen Krisenregionen aufzunehmen, die womöglich politische Ansprüche gegenüber dem eigenen Emirat entwickeln könnten.

Stattdessen wird vom Westen die Aufnahme von Brüdern eingemahnt und der Westen in Katars Medien wie Al-Jazeera streng für seine kalte, hartherzige Asylpolitik gerügt. Linke Medien übernehmen gerne Al-Jazeeras Recherchen zu Pushback-Sünden und Islamophobie an den EU-Grenzen.

Für das leibliche Wohl der durch Katars größenwahnsinnige Ambitionen vertriebenen Brüder soll sich zwar der islamophobe Westen kümmern. Für das geistige Wohl der im Westen versorgten Brüder sorgt hingegen Katar mit der Schaffung islamistischer Infrastruktur. So führen auch militärische Niederlagen wie in Syrien nicht unbedingt zu einem Machtverlust, sondern Katar kann seine im Westen mächtige Fünfte Kolonne weiter ausbauen.

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Manfred Breitenberger

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