als Oberlehrer der Nation in Sachen was darf man und was nicht.

Und mit Themenverfehlung vom Feinsten.

Sommerzeit = Festspielzeit = Van der Bellen Zeit

Viel ist ja von ihm ohenhin nie zu hören, sieht man von den beschaulichen Ansprachen zu Weihnachten und am Nationalfeiertag ab, Motto: ich bin euer Landes Vater, alles wird gut wenn wir uns anstrengen.

Nur im Sommer, da wo die Festspiele stattfinden, da tut sich was.

Und so erklärt VdB dann dem anwesenden vornehmen Publikum und über TV dann auch der Öffentlichkeit, was er von diesem oder jenen hält, was gesagt werden darf und getan werden soll.

Versucht sich Oberlehrerhaft in einer Mischung aus Strenge, Ironie und in Metaphern gehüllter Verachtung als Staatstragendes Korrektiv im kleinkarierten und gleichzeitig linierten Schularbeitenheft, mit reichlich Korrekturrand nach rechts.

Heikle wie immens wichtige Themen zur klaren Meinungsäußerung gäbe es ja nun wirklich genug.

Zeitnahe Glegenheiten auch.

Aber UHBP bevorzugt eben die Rednerpulte der Festspielorte, wo er gleichsam ganz Österreich als Bühne und Zuhörer sieht.

Und definiert dabei, dass Sprache die Bevölkerung spaltet oder dabei hilft.

Jedenfalls wenn sie "von den üblichen Verdächtigen" kommt oder sich verschiedene Trittbrettfahrer auch noch darin versuchen.

Dieser Ansatz ist grundsätzlich falsch. Themenverfehlung.

SPRACHE VERBINDET Menschen zunächst einmal.

THEMEN SPALTEN Menschen (oder können das).

Sprache ermöglicht das austauschen von Argumenten.

Erst die Vewendung in Wortwahl oder Lautstärke bildet Pole heraus.

Und das ist per se nichts schlechtes.

Unterschiedliche Meinungen zu Themen sind so alt wie die Menschheit selbst.

Reden, Gegenreden und auch Brandreden (ein Begriff, der es ohne Umdeutung bis ins heute geschafft hat) sind von Griechen und Römern aus ihren demokratischen Institutionen überliefert.

Halten wir also nochmals fest, dass Themen und der Zugang dazu im Grundsatz eine Gesellschaft spalten, und nicht die Sprache.

Dies weitestgehend auch deshalb, weil die gewählten Vertreter der Bevölkerung zu bearbeitende Themen oder Lösungen entweder nicht erledigen, ständige Themenverfehlung / Themenverweigerung betreiben, oder sie schlichtweg permanent für ihre parteitaktischen bzw. politischen Machtspiele missbrauchen.

DAS SPALTET DAS LAND UND SEINE BEVÖLKERUNG - TENDENZ STARK ZUNEHMEND.

Ein erhobener, grüner Zeigefinger eines Festspiel - Präsidenten mit Moral- und Sprachvorgaben wird das nicht nur nicht ändern, er wird die Spaltung noch vertiefen.

Hat VdB bereits vergessen unter welchen Umständen er 2016 überhaupt erst Präsident wurde?

Alle politischen Lager hatten sich nach dem "was nicht sein darf, kann nicht sein" Ergebnis im ersten Durchgang trotz divergentesten Standpunkten ihrer Denk- und Parteiprogramme damals zusammengetan, um den FPÖ Kandidaten Norbert Hofer als Bundespräsidenten zu verhindern.

Mit letztlich Erfolg, wenngleich angesichts der bis dahin nie dagewesenen Anstrengung, einem äußerst bescheidenen Ergebnis in Zahlen und Vorsprung.

Aber dafür in einem umso höheren Ergebnis in der Spaltung der Gesellschaft.

VdB also Grund und Mittelpunkt von Spaltung im Jahr 2016.

Was danach kam, ist hinlänglich bekannt:

Gräben wurden - trotz Beteuerung von VdB - kaum oder nicht zugeschüttet.

Multiple Regierungskrisen, der Umgang mit COVID-19, bis zu den Folgen der Teuerung in allen Bereichen aus dem Mix des Russland Krieges, und in dessen Deckmantel ungehemmter Spekulation bzw. Untätigkeit der Regierung zu Lasten der Bevölkerung.

Als Sahnehäubchen dann die Themen wie Gebote der selbsternannten Sprachpolizei zum Gendern & verändern der Sprache, Klimaaktivismus- und Furor, Untersuchungsausschüsse mit hohen Kosten aber ohne Ergebnisse, das Langzeitthema Migration, neulich das ORF Gesetz und dergleichen mehr.

Das alles und der Umgang der Regierenden, bzw. aller an den Diskussionen teilnehmenden Personen damit verursacht laufend neue Spaltung oder vertieft bestehende.

Ein bestens besoldeter Präsident ohne Sorgen, der selbst Spaltung verursacht hat oder mit seinen Äußerungen auch heute spaltet, ist vielleicht ein guter Festredner für Festspiele, vor erlesenem und ausgewähltem Publikum.

Aber ganz sicher nicht dazu berufen, als Oberlehrer im grünen Mäntelchen Österreich zu ermahnen das Richtige zu tun und zu sagen - was im Grunde das ist, was er für richtig hält.

Dafür wurde er nun wirklich nicht gewählt.

Ein Glück, dass der Sommer und damit die Festspiel - Präsidenten Zeit bald wieder zu Ende geht.

2
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

SusiK

SusiK bewertete diesen Eintrag 23.07.2023 12:41:15

philip.blake

philip.blake bewertete diesen Eintrag 23.07.2023 11:44:52

Noch keine Kommentare

Mehr von Bernhard Juranek