Zur Zeit geistert ja folgender Clip so ein bisschen rum.
https://x.com/Rothmus/status/2058991134022774951
Ich verlinke ihn einfach und überlasse jeder und jedem selbst ein Urteil. Zur Authentizität will ich mir kein Urteil anmaßen. Ich denke wenn man genug Dullis fragt wird man auch immer irgendwann einen Jackpot machen und der Typ hat eben aufgezeigt und hier geschrien.
Tun wir einfach mal für einen Moment so als wäre das hier also echt und nicht fake.
Nun ist es so, dass du weder in Europa noch in den USA ein Gratishaus bekommst oder mit Geld und Reichtum überschüttet wirst.
"I am here for my money and my free house - its my dream"
Und das wird es bleiben. Ein Traum. Er wird im Dreck leben mit den Krümeln die Sozialstaaten eben vorgesehen haben. Er kriegt, je nachdem wo er lebt, eine Sozialwohnung in der ich nicht würde leben wollen und das Existenzminimum von dem ich nicht würde leben können. Und damit ist die Geschichte dann auch schon auserzählt.
Die Frage die sich nun stellt: Wie kommt es zu dieser komplett verschobenen Wahrnehmung? Wir sehen ja dass das was er glaubte was er bekommt und die Realität nicht deckungsgleich sind.
Und hier muss man einfach mal sagen: Rechtsradikale und Rechte Medien sind die besten Werbepartner die Schlepper sich überhaupt wünschen können.
Die verzerrte Darstellung darüber was Flüchtlinge hier erwartet und welches Schlaraffenland ihrer harrt, um hier den rechten Mob noch bisschen anzuheizen und von den wahren Problemen abzulenken, wird natürlich auch anderswo genutzt.
"Schau wie der lebt! Das kannst du Alles haben! Für nur 25.000 Dollar!"
Flucht ist teuer. Sie ist ein echtes Investment. Eines das niemals reinkommt.
Europäische Behörden geben jährlich viel Geld aus um darüber aufzuklären, dass...
* Asyl kein Automatismus ist
* Das du bei uns keine gratis Häuser kriegst
* Das dich eine Massenunterkunft erwartet
* Das dich dieses Abenteuer nicht nur das Geld deiner kompletten Familie sondern auch das Leben kosten kann
Und noch einige andere Mythen mehr.
Wenn Medien sich ihrer Verantwortung mehr bewusst wären dann hätten wir die Problematik des Pullfaktors durch Sozialsysteme nicht. Denn unsere Sozialsysteme sind kein Pullfaktor. Die Darstellung dieser Sozialsysteme, von Rechten verzerrt und entstellt, hingegen schon.
Was wir als Pullfaktoren haben: Sicherheit. Ein Leben ohne Angst. Die Möglichkeit seine Meinung zu sagen. Eine Arbeit zu finden.
Das sind reale Pullfaktoren. Und da arbeiten ja Rechte sehr stark daran das zu ändern. Indem sie hier alles verkommen lassen und ruinieren.