Der verschwundene Goldschatz der AfD

Der Erfinder und Millionär Reiner Strangfeld nahm sich 2018 im Alter von 79 Jahren das Leben und vermachte der AfD ein gewaltiges Vermögen. Ein beträchtlicher Teil dieser Erbmasse bestand aus physischem Gold: Insgesamt handelte es sich um 138 Kilogramm Goldbarren und 4.542 Goldmünzen (hauptsächlich Krügerrand). Zum Zeitpunkt des Erbes betrug der Gesamtwert rund 10 Millionen Euro. Aufgrund der extrem gestiegenen Goldpreise beläuft sich der Wert heute auf rund 36 Millionen Euro. Damit stieg die AfD schlagartig zu einer der vermögendsten Parteien in Deutschland auf.

Das „verschwundene“ Gold

Bekannt ist: Ein Teil des Goldes lagerte in Strangfelds Wohnung in Bückeburg, ein weiterer großer Teil (77 Kilogramm Barren) befand sich in einem Bankschließfach in Luxemburg. Im Oktober 2020 holte ein AfD-Vertreter den Nachlass aus der Bank ab.

Der ungeklärte Verbleib: Während die AfD die ordnungsgemäße Angabe im Rechenschaftsbericht (Wert zum Zeitpunkt des Erhalts) betont, ist der Verbleib von 171 Kilogramm des Goldes ungeklärt.

Der Goldschatz ist Gegenstand heftiger rechtlicher Auseinandersetzungen:

Mehrere entfernte Verwandte Strangfelds fechten das Testament an. Sie argumentieren, dass der Erfinder zum Zeitpunkt der Testamentsänderung nicht mehr geschäftsfähig (testierunfähig) gewesen sei.

Es wird berichtet, dass ein erheblicher Teil des Goldes (ca. 107 Kilogramm) von der AfD nach Liechtenstein, also ins Nicht-EU-Ausland, verbracht wurde. Es wird befürchtet, dass dieser Schritt gezielt unternommen wurde, um das Vermögen vor dem Zugriff deutscher Behörden und Gerichte zu sichern, sollte die AfD den Erbstreit endgültig verlieren.

Der Verbleib des millionenschweren AfD-Goldschatzes ist bis heute ein großes Mysterium. Nur ein extrem kleiner, verschwiegener Zirkel von AfD-Funktionären dürfte überhaupt wissen, wo sich die Barren und Münzen tatsächlich befinden. Innerhalb der Partei herrscht in dieser Frage eine eklatante Intransparenz. Weder die Parteibasis noch normale Mandatsträger haben Einblick in die genauen Vorgänge. Niemand weiß, was im Hintergrund mit dem Gold passiert, ob es sicher verwahrt oder bereits manipuliert, beiseite geschafft, verkauft oder sonstwie "verwertet" wird. Da effektive Kontrollmechanismen fehlen, gibt es niemanden in der Partei, der den physischen Zugriff auf diese Vermögenswerte unabhängig überwachen oder im Ernstfall verhindern könnte.

Diese gezielte Verschleierung und das Beiseiteschaffen von Vermögen wecken düstere historische Erinnerungen. Bereits am Ende der DDR nutzte die Stasi ganz ähnliche Methoden: Über geheime Kanäle und Firmennetzwerke wurden damals riesige Vermögenswerte dem Zugriff der Berechtigten und des Staates entzogen. Während das Geld offiziell für den „politischen Kampf“ gesichert werden sollte, nutzten damals einige Funktionäre die Intransparenz schamlos aus, um sich persönlich zu bereichern. Angesichts der aktuellen Geheimniskrämerei der AfD und den Berichten über Transfers ins Ausland steht zu befürchten, dass auch hier die Kontrolllosigkeit Tür und Tor für Missbrauch öffnet.

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