Es gibt aber in der Wirtschaft eine alte Regel: Was hinauf geht, kommt auch wieder runter. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, die Hölle bleibt nicht ewig. Derzeit sind die Bäume an den Aktienmärkten lange in den Himmel gewachsen, deswegen kann sich da doch einiges bewegen, auch nach unten. Der Aktienmarkt ist vor allem durch die Gelddruckerei, wie sie die Europäische Zentralbank EZB beispielsweise betreibt, ziemlich aufgebläht. Zudem gibt es viele unsichere Faktoren, die die Blaseinnerhalb kürzester Zeit zum Platzen bringen lassen können. Kommt es etwa in der Ukraine zu einem offenen Krieg? Wie entwickelt sich das Terrorkalifat des IS? Gibt es Terroranschläge?

Allerdings gibt es gewisse Werte und Sektoren die trotz Börsenboom in den letzten Monaten beziehungsweise Jahren stark verloren haben. Dazu zählen Öl und Gaswerte, Rohstoffe und Edelmetalle, Osteuropa und Russland und auch der österreichische Aktienmarkt. Hier kann sich ein Einstieg durchaus lohnen, allerdings mit Vorsicht: Niemand kann vorhersagen, ob hier bereits der Boden erreicht wurde, oder ob diese Werte nochmals 30 – 40 Prozent verlieren.

Um das Risiko zu minimieren, eignet sich der „Cost Average Effect“: Man kauft jeden Monat um dieselbe Summe Aktien oder Fonds; sind die Kurse hoch kauft man weniger, sind die Kurse niedriger, kauft man mehr. Über die Zeit hat man einen gewichteten Durchschnittskurs, und kann so sein Risiko minimieren.

Aber Vorsicht: Der Cost Average Effect funktioniert nur dann, wenn sich die Aktien mittelfristig wieder erholen. Um sich abzusichern, sollte man daher Fonds oder ETFs kaufen, die verschiedene Aktien im Portfolio haben. Niemand weiß, ob beispielsweise Rosneft bankrott geht oder nicht; dass aber alle russischen Aktien sich niemals mehr erholen ist unwahrscheinlich. Ebenso sollte man Geduld mitbringen, die Erfolge und Gewinne bei einer derartigen Anlagestrategie dauern oft Jahre.

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Herbert Erregger

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Romilia

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Silvia Jelincic

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fischundfleisch

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