Trump versprach den Iranern “Hilfe.” Zehntausende Tote später kamen die Bomben. Aber nicht für sie.
Trump sagte im Januar: Geht auf die Strasse. Hilfe ist unterwegs. Keep protesting.
Sie gingen. Tausende. Hunderttausende. Millionen. Unbewaffnet gegen ein Regime, das mit scharfer Munition in Köpfe und Oberkörper schoss. Mit Scharfschützen auf Dächern. Mit schweren Maschinengewehren auf Lastwagen.
Die Hilfe kam nicht.
Zehntausende Tote. Schätzungen reichen von 20’000 bis über 36’000 – Trump selbst sprach in seiner State of the Union von 32’000. Internet abgeschaltet. Panzer auf den Strassen. Leichensäcke ausgegangen, Sattelschlepper ersetzten Krankenwagen. Und Trump? Schickte Sanktionen und eine Armada – aber keine Hilfe. Nicht für die Menschen auf den Strassen. Die durften sterben.
Und jetzt – Wochen später – kam die “Hilfe.”
Heute Morgen. Shajareh Tayyebeh Mädchen-Grundschule. Minab, Südiran. Israelisch-amerikanischer Luftangriff. Mindestens 85 Schülerinnen tot. Sieben bis zwölf Jahre alt. 63 verletzt. Verstümmelte Kinderleichen unter Schulbänken. Eine Lehrerin sah die Mädchen, die sie jeden Tag beim Spielen beobachtet hatte, tot in den Trümmern liegen.
Zweite Schule in Teheran getroffen. Zwei Studenten tot.
Das ist Trumps “Hilfe.” Das ist sie. Bomben auf Mädchenschulen.
Nicht weil Iraner auf den Strassen verbluteten. Das war Trump wochenlang egal. Sondern GENAU in der Woche, in der NPR aufdeckt, dass sein Justizministerium 53 Seiten FBI-Interviews aus den Epstein-Akten verschwinden liess. GENAU als der Kongress eine Untersuchung einleitet. GENAU als die Fragen zu laut werden.
Und GENAU einen Tag nachdem der Iran zugestimmt hat: Keine Atomwaffen. Null Uran-Vorräte. Volle UN-Kontrollen. Der omanische Vermittler nannte es den “grössten Durchbruch aller Zeiten.”
Die Antwort auf Frieden? Bomben auf eine Mädchenschule.
Wieso sollten Trump die Menschenrechte der Iraner kümmern? Er hat sie wochenlang abschlachten lassen. Und heute lässt er ihre Kinder bombardieren. Der Mann tritt Menschenrechte im EIGENEN Land mit Füssen. Jeden Tag. Vor laufenden Kameras.
Und Netanyahu? Reden wir über Netanyahu.
Seit 30 Jahren warnt dieser Mann: Der Iran steht 3 bis 6 Monate vor der Atombombe.
Seit. Dreissig. Jahren.
Immer 3 bis 6 Monate. Nie näher, nie weiter. Immer gerade nah genug für Panik. Immer gerade weit genug, um weiterzumachen wie bisher.
Zuerst waren es die Atombomben. Dann die Menschenrechte. Morgen wird es etwas anderes sein. Der Vorwand wechselt. Das Ziel bleibt: permanenter Ausnahmezustand.
Denn ohne Krieg droht Netanyahu das israelische Gefängnis. Bestechung. Betrug. Untreue. Drei Anklagen. IStGH-Haftbefehl.
Und Trump steht auf der Trumpstein-Liste – mit 53 verschwundenen Seiten, die sein eigenes Justizministerium aus den Akten entfernt hat.
Zwei Kriminelle. Zwei Akten. Ein Krieg als Fluchtweg.
-----
Und bevor jemand fragt: Nein, wir verteidigen nicht das Mullah-Regime.
Das iranische Regime ist verbrecherisch. Es hat die eigene Bevölkerung abgeschlachtet. Zehntausende Tote auf den Strassen. Frauen unterdrückt. Milizen finanziert. Keine Frage.
Aber Verbrecher, die Verbrecher bombardieren, sind keine Helden. Sie sind Verbrecher mit grösseren Bomben.
Hier gibt es keine “Guten.” Drei kriminelle Regierungen. Und dazwischen stirbt – wie immer – die Zivilbevölkerung.
Frauen. Kinder. Siebenjährige Mädchen in einer Grundschule. Verstümmelte. Vertriebene.
“Gute” Bomben? “Humanitäre” Marschflugkörper? “Demokratische” Luftschläge auf Schulbänke?
Es gibt keine guten Bomben. Es gibt nur Kriminelle, die sie werfen, und siebenjährige Mädchen, die darunter sterben.
Und die Welt klatscht – je nachdem, wer gerade wirft.