hagerhard

Jetzt sehen wir alle diese „schrecklichen Bilder“ die uns Kurz versprochen hat ja doch.

Ganz hochoffiziell im ORF.

Allerdings nicht, weil damit auf das geschehende Unrecht und die Gräuel des durch machtpolitische Interessen vom Zaun gebrochenen Krieges und die Fehler und die Versäumnisse der Politik aufmerksam gemacht werden soll, sondern, weil sie einem Spendenaufruf dienen.

Ja, in der derzeitigen Situation ist jede Art von Hilfe erwünscht, notwendig und wichtig.

Aber soweit hätte es nie kommen dürfen!

Wir wissen alle seit langem, welches Leid diese Menschen ertragen müssen.

Wir alle wissen, dass bisher zu wenig Anstrengungen unternommen wurden diesen Krieg zu beenden und dass die vielzitierte „Hilfe vor Ort“ nur unzureichend war.

Und wir wissen auch, dass ganz besonders die österreichische Regierung seit Kurz (erst mit blau und nun mit grün) nichts gegen diese Situation unternimmt und nur politische Eigeninteressen verfolgt.

Das ist niederträchtig und schändlich!

Das beste Beispiel für diese Selbstinszenierung auf Kosten und mit dem Geld anderer ist nun eben die Aktion „Nachbar in Not – Katstrophe in Idlib“.

„Die Bundesregierung verdoppelt die Spenden der Bevölkerung“.

Bundeskanzler Sebastian Kurz versprach in der „Pressestunde“ vom 8.3. die Verdoppelung privater Spenden für ORF- und NACHBAR IN NOT-Hilfe in Syrien

Konkret müsste es heissen:

Die Steuerzahler verdoppeln die Spenden!

Der Bundeskanzler inszeniert seine Hilfsbereitschaft mediengerecht und verspricht den Spender*innen die Verdoppelung ihrer Spenden aus denen von ihnen selbst bezahlten Steuern.

Kurz sagt auch:

„Bin froh, dass die Österreicher sehr spendenbereit sind“

Wie wäre es, wenn seine Bundesregierung und seine Partei mit gutem Beispiel vorangingen und Kurz und alle Mandatare der ÖVP ein Monatsgehalt spendeten?

(Was nicht heisst, dass das nicht für Abgeordnete aller anderen Parteien ebenfalls eine Möglichkeit wäre.)

Im übrigen – und das kann nicht oft genug betont werden – gilt was Eduardo Galeano formuliert hat:

i don´t believe in charity – i believe in solidarity

charity is so vertical. It goes from the top to the bottom. solidarity is horizontal. it respects the other person.

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MarieRedelsteiner

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G. Szekatsch

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rahab

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