Ein genialer Coup linksgrüner Propaganda war es, unreflektiertes Mitläufertum, Vertrauensseligkeit und Denkfaulheit nicht nur mit moralischen Werten, sondern auch mit dem Versprechen von Intelligenz und Bildung zu versehen.
Meme: Pommes Leibowitz
Wer wäre nicht gerne ein guter Mensch. Selbst ausgesprochene Schurken halten sich oft für gute Menschen, teils, weil ihnen die Selbstreflexion fehlt, teils aber auch, weil sie sich höheren Werten als der schlichten Moral für das "Fußvolk" verpflichtet sehen. Religionen wie auch Ideologien versprechen ihren Anhängern, bei gehorsamer Unterordnung unter Regeln und Dogmen, einem höheren Zweck zu dienen und Belohnung in Form von Anerkennung und sozialem Status, oder gar himmlische Vergütungen zu erfahren. In Religionen Karma, Nirwana oder Paradies genannt.
Neu aber ist das Versprechen, auch gebildet und klug zu sein, und sich von allen mit falschen Meinungen, allen, die nicht gehorsam mitlaufen, abgrenzen, über sie erhöhen zu können.
Bildung, Intelligenz und hoher Ethos für lau
Tatsächlich war es in den zurückliegenden Jahrhunderten so, dass gebildete Menschen meist linker Gesinnung waren, sich sozialer Themen annahmen, sich kritisch gegenüber Autoritäten und Regierungen zeigten. Aber eben diese Kritikfähigkeit, bis hin zur klaren Opposition von Autoren wie Heinrich Heine, Berthold Brecht, Hans Fallada, Franz Kafka (Aufzählung aus dem Stegreif), ging der neuen Linken vollständig verloren.
Man kuscht gegenüber der Obrigkeit, man verunglimpft Kritiker als "Querdenker" (Denken ist immer quer, nur Mitläufertum läuft schnurstracks geradeaus mit der Herde), "Verschwörungstheoretiker" (überall wo es Menschen gibt, gibt es auch Verschwörungen), oder - die denkfaulsten Versionen - Rechter, Rechtsradikaler, Putinversteher, AfD-Fanboy usw.
Und aus dieser Abgrenzung, bis hin zu hasserfüllter Hetze gegen jeden mit "falschen Meinungen", bezieht man dann die eigene Genugtuung, zu den Besseren, den höher Entwickelten, den Klügeren und Gebildeteren zu gehören. Einfach so, kraft richtiger Gesinnung. Und wandelt damit in erstaunlicher Nähe zu den eigentlich so verhassten Rassisten, deren Selbstbild sich ebenfalls nicht zuletzt aus der Verunglimpfung anderer Gruppen definiert. Intellekt, "Haltung" und Ethos für lau.
"Dummheit, die man bei anderen sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemüt."
Wilhelm Busch
Linke Bildung und Intelligenz auf dem Prüfstand
Medien und Verlage werden vor allem von Menschen der Sprache, von Germanisten, Literatur- und Medienwissenschaftlern und ähnlichen Fachbereichen dominiert. Oft sehr gebildete Menschen mit hohen Abschlüssen, wofür sich auch die Grünen immer wieder rühmen (was allerdings mehr ein Narrativ als Tatsache ist).
Analyse und Management in modernen Gesellschaften erfordern aber vor allem mathematische Talente. Und da liegt, um mal eine bildhafte statt logikorientierte Sprache zu bemühen, der Hund begraben. Die Vorstellung, von Menschen regiert zu werden, die schon an Prozentrechnung scheitern (was im Rahmen der Coronapolitik sehr deutlich wurde), generell schon mit Grundrechenarten ihre Probleme haben (worauf die Schuldenpolitik und das großzügigste Verstreuen von Milliarden in alle Welt schließen lassen), ist eine wahr gewordene Dystopie: Die Idiokratie (englisch Idiocracy), von amerikanischen Soziologen auch "Rise of the midwits" (Aufstieg der Halbintelligenten) genannt.
Mathematisches Talent nach Parteien
Wenig überraschend: je linker die Gesinnung, desto schwerer taten sich die Probanden - nach eigener Auskunft - in Mathematik. Und umgekehrt. In CDU und AfD findet man schlicht die nüchterneren Rechner gegenüber lyrischer und fantasievoller Realitätsleugnung.
Nachfolgend eine Aufschlüsselung der speziellen schulischen Talente der Grünen.
Besonders auffallend sind hier die mangelnden Geschichtskenntnisse der Grünen. Das erklärt, wie es möglich ist, nichts vom Scheitern des Sozialismus auf sämtlichen gesellschaftlichen Ebenen zu wissen, und gleichzeitig den Nationalsozialismus auf den Holocaust zu reduzieren, um davon abzulenken, dass auch er eine Form von staatlichem Dirigismus und der Unterordnung des Individuums unter das Kollektiv darstellte, sprich: im Kern Sozialismus war. Schlicht geschichtliche Bildungsferne als Voraussetzung für neosozialistische und dirigistische Gesinnungen.
Thesen, Meinungen und Ideologien in quasireligiöser Verklärung
Der geniale propagandistische Trick war es, nicht nur die Moral, sondern auch die Wissenschaft zu bemühen. Was könnte eine höhere Bedeutung in modernen Zeiten haben als die Wissenschaft, die uns Medizin, Technologie, Fortschritt, ja sogar Demokratie und Rechtsstaat brachte. Wer früher gottgefällig sein wollte, der "glaubt jetzt an die Wissenschaft". Man erhebt also die Wissenschaft, die eigentlich nur eine Methodik ist, effizient zwar, aber auch eine endlose Geschichte der Irrtümer, zu einer Quasi-Religion.
Gleichzeitig gelang es linken Kreisen, in unermüdlichem politischen Wirken (der "Marsch durch die Institutionen"), im Verlaufe von Jahrzehnten die Wissenschaft zu unterwandern, zu erobern, indem linke AStAs und Seilschaften primär linke Professoren an die Unis beriefen, indem Publizisten und Presse vor allem linke Gesinnungen verlegten und verbreiteten, indem schließlich linke Parteien, durch gezielte Förderung gefälliger Forscher und Thesen, gefälliger NGOs, gefälliger Medien, eine pseudowissenschaftliche Meinungshoheit zu erlangen.
Pseudowissenschaftlich, da Wissenschaft immer aus dem Wettstreit der Thesen besteht, dem Diskurs, der Evidenz als unerbittlicher Richter. Sie besteht schon von ihrem Naturell her nicht aus "Konsens", sondern im Gegenteil, wann immer irgendwo Konsens herrscht, ist die Wissenschaft tot. Geopfert auf dem Altar der Denkfaulheit und kadavergehorsamen Unterwürfigkeit unter wilde Hypothesen, gefühlte Autoritäten und einfältige Ideologien.
„Dummheit ist nicht wenig wissen, auch nicht wenig wissen wollen, Dummheit ist glauben, genug zu wissen.“
Konfuzius