Auf der Suche nach positiven Bildern von alten Frauen, grauhaarigen Role Models und Vorbildern stelle ich fest: Frauen jenseits der Wechseljahre werden aus dem öffentlichen Blick verdrängt. Dabei macht die Gruppe der über 60jährigen Frauen ein Achtel der Bevölkerung in Österreich aus!

Es gibt für sie auch kaum noch Rollenmuster außer klischeehaften und häufig abwertenden Bildern wie: die böse Hexe, die liebe Großmutter, die verrückte Alte, die weise Alte, die alte Jungfer, die böse (dumme) Alte, die Großmutter oder die charmante alte Dame.

Elisabeth Hellmich (Jahrgang 1930) diagnostiziert unserer Gesellschaft eine Art "Fehlsichtigkeit" aufgrund von nicht realitätsgerechten Altersmythen und plädiert für mehr Untersuchungen, die Lebensrealitäten des Alterns differenziert darstellen. Bezeichnungen wie 'Grufties' oder Begriffe wie 'Überalterung' identifiziert die österreichische Soziologin als Ausdruck von Altersfeindlichkeit, eine Stigmatisierung des Prozesses Altern und der davon betroffenen Gruppe. Diese Form der sozialen Diskriminierung wird auch "Ageism" genannt.

Bildquelle: Collage von Johanna Vedral

Zum Weiterlesen: Elisabeth Hellmich:forever young? Die Unsichtbarkeit alter Frauen in der Gegenwartsgesellschaft. Wien: Milena Verlag, 2008 (2. Auflage) - www.milena-verlag.at

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