Die Führungsriege der Islamischen Republik Iran verkündete am Donnerstag mit der Selbstzufriedenheit eines Schachspielers, der glaubt, seinen Gegner bereits im fünften Zug mattgesetzt zu haben, dass ihr lang gehegtes Ziel eines Regimewechsels in den USA nun endlich Gestalt annehme.
„Zuerst Kristi Noem und jetzt Pam Bondi“, frohlockte die offizielle Erklärung, als handle es sich um olympische Medaillen. „Die Dominosteine fallen einer nach dem anderen.“ Man konnte förmlich hören, wie im Hintergrund jemand triumphierend die Hände rieb, während ein anderer vermutlich schon die Siegesparade plante.
Der Iran fügte hinzu, die USA könnten zwar weiterhin behaupten, Donald J. Trump sei noch an der Macht, doch „seine Rede gestern Abend hat nicht bewiesen, dass er noch am Leben ist“. Eine bemerkenswerte Diagnose aus der Ferne, die offenbar auf der medizinischen Fachrichtung „politische Wunschvorstellung“ basiert.
In Teheran herrscht eine Euphorie, die nur entsteht, wenn jedes einzelne Ereignis Teil eines genialen Masterplans ist. Die iranische Führung präsentirtz ein streng getakteten Drehbuch, das in Teheran geschrieben wurde.
In dieser Logik stehen die USA nicht einfach wackelig da wie ein Jenga-Turm, sondern sie befinden sich in einem präzise berechneten Endstadium, in dem jeder Stein exakt im richtigen Moment herausbricht. Und natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis der letzte Baustein fällt – nicht zufällig, sondern weil er fallen muss.
Die Selbstsicherheit, mit der diese Unvermeidlichkeit verkündet wird, erinnert an jemanden, der weiß, die Gravitation persönlich erfunden zu haben. Alles, was geschieht, ist Beweis dafür, dass der große Plan unaufhaltsam voranschreitet.