Die Sklaverei wurde nicht wegen moralischen Bedenken abgeschaft, sondern weil Maschinen die Arbeit besser und schneller machten.

Wenn sich Nate Hagen oder Ugo Bardi fragen, warum wir noch immer so sehr glauben Jobs haben uns diesen Komfort gebracht, wo wir doch die 'Energie' Sklaven es haben machen lassen, so ist dies vielleicht durchaus berechtigt.

Selbst ein Kapuziner Äffchen versucht einen immer besseren Job zu erhaschen mit einer besseren Belohnung bzw mehr Komfort. aus dem Text:

...Kapuzineraffen die "Arbeit", eine Nonsensaufgabe gegen eine Belohnung zu tun, sie tun es glücklich den ganzen Tag lang, solange sie eine Belohnung erhalten - Gurkenscheiben. Aber wenn ein Kapuziner sieht, dass der Affe im nächsten Käfig eine (besser schmeckende, so höherwertige) Traube bekommt, während er noch eine Gurkenscheibe bekommt, wird der Affen die Gurkenscheibe wütend ins Gesicht des Experimentators werfen. Er bekommt die gleiche Gurkenscheibe, für die er vorher gerne gearbeitet hat, aber die will er nicht mehr, weil sie sich im Vergleich zu der Anstrengung und der Belohnung ihres Käfigkameraden nicht mehr fair anfühlt. Stattdessen will er, dass der Experimentator und der andere Affe für diese Ungerechtigkeit bestraft werden...Frans de Waal

...Aber wie sollen wir die Großzügigkeit der Energiesklaven verteilen? Hat jeder gleiche Anteile? Nehmen wir die Gesamtzahl der Dollars (wie wir solche Dinge zählen), die durch Energie-Sklavenarbeit geschaffen wurden, und teilen sie gleichmäßig unter der Bevölkerung auf?

Himmel Nein! Wir haben nicht einmal anerkannt, dass die Energiesklaven verantwortlich sind. Vielmehr hat die soziale Evolution mit Hilfe des Opportunismus das bereits existierende "work for pay" -Konzept in ein ungleichmäßiges Verteilungssystem integriert, das sich "fair" anfühlte...

So auch in der Landwirtschaft, vereinfacht gesagt ist Keiner mehr bereit seine wohltemperierten Bürotätigkeit gegen Feldarbeit zu tauschen. Ohne der Chemischen Keule ist einfach keine maschinelle Bearbeitung in dieser Dimension möglich. Aber auch eine Verschiebung der Belohnung(Geld und sozialer Wert) von der wirklichen Produktivität, der Erzeugung von Nahrung, hin zu Handel und Service oder geographisch ins urbane Zentrum, treibt die Industrialisierung der Landwirtschaft weiter vorran.

Nate Hagen und Ugo Bardi stellen fest wie sehr das BIP mit dem Verbrennen - u.a. Methan aus Maissilage oder Pellets aus Monokulturen - in Zusammenhang steht. Es gibt eine eindeutige Korrelation zwischen dem BIP und Energieverbrach. Ebenso will gleichzeitig keiner den Glauben aufgeben, wir würden wie in einem Boot sitzend mit immer mehr BIP alle materiell aufschwimmen.

Eine Starke Anti These ist in einer ökologisch vollen Welt, eine Studie welche folgendes vereinfacht besagt: Wir müssten noch ca. 173 Mal wachsen vom 2010er Level(300 Erden konsumieren?) um jeden Erdenbürger 5$ am Tag zu ermöglichen und so bis im Jahr 2222 die wirtschaftliche Armut auslöschen zu können. Foto vom viel beachteten Tweet und hier geht es zur Studie: Incrementum ad Absurdum: Global Growth, Inequality and Poverty Eradication in a Carbon-Constrained World

P.S: Hier der Entwurf von Nate in voller Länge auf Maschinen Deutsch...

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Tourix

Tourix bewertete diesen Eintrag 28.11.2017 14:18:59

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