Wenn du dich nicht länger von teurer Energie abhängig fühlen willst, kannst du mit einer kleinen Solaranlage bereits ein gutes Stück Unabhängigkeit gewinnen. Das funktioniert sogar für wenige hundert Euro – und oft auch als Mieter.
Balkonkraftwerke haben in den vergangenen Jahren einen enormen Boom erlebt. Mehr als eine Million Haushalte nutzen bereits solche Mini-Solaranlagen, um einen Teil ihres Stroms selbst zu erzeugen. Der Grund ist simpel: Strom vom eigenen Balkon kostet deutlich weniger als der aus dem Netz. Während du für Netzstrom rund 30 Cent pro Kilowattstunde zahlst, erzeugen kleine Solarmodule Strom für unter zehn Cent.
Gerade für Mieter ist das spannend. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland wohnt zur Miete – und viele haben keinen Zugriff auf ein eigenes Dach. Ein Balkon mit Südausrichtung reicht aber oft schon aus. Rechtlich hast du inzwischen sogar einen Anspruch darauf, dass dein Vermieter ein Balkonkraftwerk dulden muss (§ 554 BGB). Auch die Denkmalschutzämter denken um. Viele Städte und Bundesländer fördern die Anschaffung zusätzlich, ausdrücklich auch für Mieter.
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Die Kosten sind überschaubar: Zwei Module für etwa 400 Euro können bei einem Jahresverbrauch von 2.000 kWh rund 100 Euro pro Jahr einsparen. Nach vier Jahren ist die Anlage bezahlt und produziert weiter kostenlosen Strom. Besonders lohnend ist es, wenn du Geräte wie Waschmaschine oder Spülmaschine tagsüber laufen lässt, während die Sonne scheint. Diese Anlagen lassen sich einfach an der Steckdose am Balkon anschließen.
Vier Module mit 2,7 Kw/h-Speicher gibts schon ab 1200 Euro. Damit lässt sich oft ein großer Teil des Strom einer kleinen Wohnung einsparen; vor allem wenn die Stromverbraucher, wie Glühbirnen schon auf Sparsamkeit ausgelegt sind.
Natürlich ersetzt ein Balkonkraftwerk keine große Dachanlage. Mit zwei Modulen erreichst du etwa 15 bis 30 Prozent Selbstversorgung – ein kleiner, aber spürbarer Schritt Richtung Autarkie. Wer mehr will, landet langfristig bei einer Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Speicher. Doch für viele Mieter ist das Balkonkraftwerk der erste realistische Weg, ein Stück Kontrolle über die eigene Energieversorgung zurückzugewinnen.