Gasversorgung in Deutschland: Ein selbstverschuldetes Desaster

Seit Wochen friert Deutschland – und mit jedem Tag, an dem die Temperaturen unter null fallen, wird klarer, was für ein grober Fehler es war, die Gasspeicher nicht rechtzeitig vor dem Winter zu füllen.

Während die Wirtschaftministerin Claudia Reiche (Merz-Regierung) die Verantwortung trägt, die Speicher auf ein sicheres Niveau zu bringen, steht Deutschland nun vor einer Gaskrise, die hausgemacht ist. Und das Schlimmste? Es hätte nicht so kommen müssen.

Robert Habeck, der ehemalige Wirtschaftsminister, hatte während seiner Amtszeit alles daran gesetzt, die Gasversorgung Deutschlands unabhängig von Russland zu sichern. Er hatte Lieferverträge mit alternativen Partnern geschlossen, die genügend Gas für die Speicherfüllung bereitgestellt hätten. Doch Reiche, die das Amt übernommen hat, hat diese Chance vertan. Statt die Speicher proaktiv zu füllen, hat sie alles dem „Markt“ überlassen – sprich: den Gaskonzernen, deren einziges Interesse darin besteht, Profite zu maximieren. Und jetzt wundern wir uns, dass deren Politik nicht auf Versorgungssicherheit, sondern auf möglichst hohe Preise abzielt?

Die Folge: Die Gasspeicher sind nicht ausreichend gefüllt, und während die Nachfrage durch die Kälte steigt, explodieren die Preise. Experten warnen bereits, dass die Gaspreise in ungekannte Höhen steigen werden, wenn der Winter weiter so kalt bleibt. Doch das Problem ist nicht der Mangel an Gas – es ist der Mangel an Weitsicht. Habeck hatte die Lieferketten gesichert, doch Reiche hat es versäumt, die Speicher zu füllen. Stattdessen hat sie die Kontrolle an private Konzerne abgegeben, die nun die Krise ausnutzen, um ihre Gewinne zu steigern.

Dass die Gasspeicher nicht in öffentlicher Hand sind, ist ein Skandal. Zentrale Dienstleister, die die Grundversorgung eines Landes sichern, dürfen nicht den Launen privater Investoren unterliegen. Die aktuelle Situation zeigt: Wenn die Versorgungssicherheit von Profitinteressen abhängt, leidet am Ende die Bevölkerung. Und das Schlimmste daran? Diese Krise hat nichts – aber auch gar nichts – mit dem russischen Embargo zu tun. Es ist ein Versagen der Politik, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat.

Während die Bürger bibbern und die Heizkosten explodieren, stellt sich die Frage: Wer trägt die Verantwortung? Die Antwort ist klar: Eine Ministerin, die den Markt über das Wohl der Menschen gestellt hat. Und Konzerne, die diese Schwäche skrupellos ausnutzen. Es ist Zeit, dass die Politik endlich handelt – bevor es zu spät ist.

Wer auf diejenigen gehört hat, die die Gasheizung als „sichere Lösung“ angepriesen haben, steht jetzt im Kalten – und das im doppelten Sinne. Statt auf echte Zukunftssicherheit zu setzen, ließ man sich von falschen Versprechungen einlullen. Jetzt, wo die Rechnungen ins Haus flattern und die Heizungen kaum noch bezahlbar sind, zeigt sich: Wer auf die falschen Ratgeber hört, zahlt am Ende drauf. Und zwar kräftig. Eine teure Lektion in Blindvertrauen. Selber schuld.

RosZie/pixabay

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