Von ‚Vans‘ bis ‚Shtyr‘: Wie linguistische Detektivarbeit die Berliner Sabotage entlarvt

Falsches Geständnis: Wie ein russisch geprägtes Bekennerschreiben die Berliner Sabotage verschleiern soll

Leute, ihr müsst jetzt stark sein, aber es ist deutlich geworden, dass das "Bekennerschreiben" zum Berlin Strombrückenanschlag aus russischer Feder stammt. Warum man das jetzt weiß?

Nach dem Sabotageanschlag auf die Strominfrastruktur in Lichterfelde am 4. Januar 2026 liegt ein angebliches Bekennerschreiben vor, das auf den ersten Blick von einer linksradikalen Gruppe stammen könnte. Doch eine detaillierte linguistische und technische Analyse offenbart: Das Dokument ist eine professionell konstruierte Fälschung mit klaren Spuren osteuropäischer Herkunft. Die Indizien deuten auf eine gezielte Desinformationskampagne hin, die lokale Insiderkenntnisse mit einer aus dem Ausland gesteuerten Propaganda verbindet.

1. Sprachliche Spuren: Wenn „Vans“ die Urheber verrät

Ein zentraler Fehler im Text entlarvt die wahre Herkunft: Die US-Regierung wird darin als „Vans-Administration“ bezeichnet. Während ein deutscher Autor den Namen des Vizepräsidenten J.D. Vance korrekt schreiben würde, führt die Spur hier über das Russische. Im Russischen wird „Vance“ als **„Ванс“** (ausgesprochen: *Vans*) transkribiert. Eine automatisierte Rückübersetzung über KI erkennt in dieser Schreibweise nicht den Namen, sondern das russische Wort für die Schuhmarke oder den Fahrzeugtyp. Dieser scheinbar harmlose Fehler ist ein **„Smoking Gun“** – ein klarer Hinweis auf eine russischsprachige Quelle.

(Screenshotquelle: Enno Lenze)

2. Technisches Fachwissen - falsch übersetzt

Die Verfasser behaupten, den Kurzschluss mit „Baustellenspießen“ herbeigeführt zu haben. Doch dieser Begriff existiert im deutschen Elektro-Fachjargon nicht. Stattdessen handelt es sich um eine **wortwörtliche Übersetzung** des russischen **„штырь“** (*Shtyr*), das in Osteuropa für Erdungsstäbe oder Metallstifte verwendet wird. Hier prallen technisches Know-how und mangelnde Deutschkenntnisse aufeinander – ein typisches Muster für übersetzte Propaganda.

3. Insiderwissen: Die mysteriösen „64 Rohre“

Das Schreiben nennt präzise die Anzahl von **„64 Rohren“** an der beschädigten Kabeltrasse. Diese Information ist für Außenstehende nicht erkennbar, da die Rohre in einem unterirdischen 8x8-Industrieraster verlegt sind. Doch genau diese Zahl taucht in internen technischen Dokumenten und parlamentarischen Anfragen zur Netzresilienz auf – etwa aus dem Herbst 2025. Offensichtlich hatten die Verfasser Zugriff auf offizielle Berliner Infrastruktur-Dossiers und pflanzten diese Details gezielt ein, um den Anschein von **„Täterwissen“** zu erwecken.

4. Linguistische Rückübersetzung: Wenn Deutsch plötzlich Russisch wird

Eine computerlinguistische Analyse zeigt: Unnatürliche deutsche Formulierungen – wie fehlende Artikel oder holprige Genitivkonstruktionen – werden bei der Rückübersetzung ins Russische plötzlich zu flüssiger Fachsprache. Begriffe wie **„Authentisierung“** (russisch: *Autentifikatsiya*) stammen aus dem Jargon russischer Sicherheitskreise, nicht aus dem Vokabular politischer Aktivisten. Zudem wurden ganze Passagen – etwa zu Investitionssummen von **380 Millionen Euro** oder dem Begriff **„Netzkomponenten“** – wortwörtlich aus Pressemitteilungen der **Stromnetz Berlin GmbH (BEN)** kopiert.

Fazit: Eine gezielte Täuschung

Das Bekennerschreiben ist keine authentische Äußerung der Berliner Linksszene. Es handelt sich um eine **hybride Fälschung**, die lokales Insiderwissen mit einer im Ausland erstellten, KI-gestützten Propaganda verbindet. Ziel scheint es, die öffentliche Ordnung zu destabilisieren, indem falsche politische Schuldzuweisungen provoziert werden. Die Analyse zeigt: Wer auch immer hinter dem Dokument steckt, hat Zugang zu sensiblen Daten – und ein klares Interesse daran, die Debatte zu manipulieren.

Die große Frage: Woher das Insiderwisser?

Meine Vermutung: Von den parlamentarischen Anfragen der AfD und deren "guten Kanäle" nach Moskau. Es fügt sich zusammen, was zusammengehört.

Quellen: u.a. https://www.berlinstory.de/news/stromausfall-in-berlin-kyrillische-fehler-im-text/?fbclid=IwY2xjawPK-2tleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEexbH8q7ciZ60dy7PHvNZ0Rg786aartPNCEsnAVavG8SiYHT5hZlOB_fClgRE_aem_x1MpJ3umK8CjMYi-P4BZ7w

Kurz zur Einordnung des "Bekennerschreibens":

"Indymedia" zeichnet sich dadurch aus, das dort jede*r Artikel anonym und ohne Möglichkeit der Rückverfolgung einstellen kann. Solche Artikel können also echt sein, sie können bewusst geschrieben sein, um den Verdacht in andere Richtungen zu lenken oder sie können von Leuten kommen, die sich einfach nur einen Spaß erlauben wollen.

1
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
6 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

Stinktier

Stinktier bewertete diesen Eintrag 07.01.2026 11:08:36

24 Kommentare

Mehr von powercloud