Sie war so um die 12 oder 13. Sah aus wie alle anderen. Aber etwas war anders an ihr. Ich weiß nur nicht was. Irgendwas war anders. Sie stand wie die anderen vor der Klasse und wartet auf den Lehrer. Bei näherem Hinsehen merkt man was anders ist. Ihre Haare sind gefärbt und sie trägt bei 22 Grad eine Weste. Der Lehrer kommt und sperrt die Klasse auf. Sofort wird es lauter als zuvor. Sie setzt sich als erste auf ihren Platz, der direkt neben dem Fenster ist und schaut hinaus. Der Tisch gehört ihr alleine. Der Rest sitzt zu 2. Sie hat einen Tisch für sich alleine. Die Kinder lachen und reden, der Lehrer kann die Klasse nicht beruhigen. Nur sie sitzt in der Ecke und schaut aus dem Fenster. Nach 5 Minuten wird es endlich ruhig und der Unterricht kann beginnen. Sie hört dem Lehrer aufmerksam zu, auch wenn es anders aussieht. Die restlichen Schüler flüstern oder kichern. Der Lehrer fängt an Fragen zu stellen. Er hat ja jetzt eine halbe Stunde gesprochen, irgendwer muss ihm ja sagen können worüber. Alle sitzen da und sagen kein Wort mehr. Die Klasse ist total still. Keiner sagt was, keiner beantwortet dem Lehrer seine Frage. Dann macht dieses Mädchen, nennen wir sie mal Klara, den Mund auf und erzählt dem Lehrer innerhalb 3 Minuten was er die ganze Stunde gesagt hat. Der Lehrer schreibt ihre eine 1 ein und gibt den Schülern Aufgaben. Keiner kennt sich aus, hat ja auch keiner zugehört, außer Klara. Die fängt an mit ihren Aufgaben. Ständig kommt ein Kind zu Klara und will was wissen. Diese ist sichtlich genervt davon. Sie möchte in Ruhe ihre Aufgaben machen und schon gar nicht will sie das man Abschaut. Das mochte sie noch nie. Sie bittet die Kinder jedes Mal zum Lehrpersonal zu gehen. Trotzdem kamen alle immer zu ihr. Es gab fast kein Fach was sie nicht verstand. Das einzige wo sie echt schlecht war ist zeichnen, das kann sie bis heute nicht. Klara machte in Ruhe alle ihre Aufgaben und sogar noch mehr, weil sie einfach zu früh fertig war. Als sie keine Lust mehr hatte nahm sie ihre Kopfhörer und hörte Musik und schaute dabei aus dem Fenster. Der Lehrer sprach sie daraufhin an. „Bist du fertig?“, fragte er. Sie sagte nichts stand auf und gab ihm ihr Heft. Die restlichen Schüler waren noch bei der 2 Aufgabe, sie hat alle 10 Aufgaben und mehr in 15 Minuten geschafft. Der Lehrer ist verblüfft und kontrolliert die Ergebnisse. Er kann nicht recht glauben das dass alles stimmt, tut es aber. Er schickt sie wieder auf ihren Platz. Die Klasse war ein Team. Es gab die Streber, Klara zählte zu ihnen und war eigentlich damit die einzige. Bis auf einen Jungen war keiner so fleißig wie sie. Die beiden redeten hin und wieder mal und verbrachten die Pause zusammen. Es klingelte zu Pause. Einige nahmen ihre Brote heraus andere gingen auf den Gang und wieder andere blieben sitzen und redeten. Klara blieb an ihrem Platz und schaute weiter aus dem Fenster. „Sag mal Klara warum bist du so komisch?“, fragte ein Junge. „Ich bin nicht komisch, ich bin einfach gern alleine und habe meine Ruhe.“ Die Jungs fingen an zu lachen. „Wir wissen was du machst wenn du alleine bist“, sagte einer von ihnen. Klare schauten recht verwirrt sagte aber nichts. „Schneidet sich mit Türkische Döner Messer die Arme auf.“, sagte ein kleiner Junge aus der Klasse. Alle lachten, bis auf Klara. Diese schaute die Jungs hasserfüllt an. „Und wenn es so ist?“, fragte sie ruhig. „Emo Kind. Ritz dir weiter die Arme auf und stirb daran!“ Klara blieb ruhig. Sie versuchte es. Es Klingelt zur Stunde. Alle kamen wieder in die Klasse und setzten sich. Klara fragte ob sie kurz raus könnte. Die Lehrerin meinte das sei kein Problem. Klara stand auf und ging nach draußen. Sie konnte ihre Tränen nicht mehr zurück halten. Diese Sprüche machten sie fertig. Warum macht man sie so fertig? Sie zog ihren Ärmel nach oben. 2 Narben und 1 frischer Schnitt zierten ihre Hand. Die Lehrerin war nett, sie würde ihr helfen. Klara ging wieder in die Klasse und fragte die Lehrerin ob sie nach der Stunde kurz Zeit für sie hätte. Es war nicht das erste Mal das sie mit dieser Lehrerin sprach. Die ganze Schule wusste das sie sich Selbst verletzt. Keiner wusste das sie mit dem Tot spielt. Nach der Stunde kam die Lehrerin auf Klara zu und fragte was los sei. Klara drückte ihr stumm einen Zettel in die Hand. Diesen hatte sie gestern Abend geschrieben. In diesem steht das sie nicht mehr leben möchte. Ihre Lehrerin nimmt diesen an sich und geht schweigend weg. Klara ahnt was gleich passiert. 10 Minuten später steht ihr Klassenvorstand vor ihr und nimmt sie aus der Klasse. 20 Minuten später ist ihre Mutter da. Klara hatte das anders geplant, so sollte das nicht verlaufen. Aber sie saß schweigend daneben und sagte nichts. Wie immer eigentlich. Klara war ruhig und zurückgezogen. Sie redete zwar mit den anderen aber Freundschaften waren das keine. Sie fühlte sich alleine. „Wie fühlst du dich?“, fragte der Lehrer nun an sie gerichtet. Klara konnte keine Antwort geben und brach in Tränen aus. „Ich halte es für besser wenn sie mit ihrer Tochter in die Klinik fahren.“ Ihre Mutter nickte. „Klara hol deine Sachen.“ „Ich fahre nicht in die Klinik, ich bin nicht gestört!“, schrie sie. „Klara es ist zu deinem eigenen besten.“ Sie stand also auf wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und holte ihre Bücher aus der Klasse. In vielen Augen blitze sorge auf. Die Lehrerin die Unterricht hatte fragte was nun passieren würde. „Sie werden mich weg sperren.“ Sagte Klara als sie die Klasse verließ. Sie hatte Recht. Sie hatte 5 Tage gefehlt. Die Jungs hatten Angst sie hätte sich wirklich das Leben genommen. Sie fragten bei Lehrern nach ob diese was wussten, diese sagten aber nichts. 7 Tage später kam sie wieder, die Angst bei den Jungs war verflogen und es fing von vorne an.

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Maria Lodjn

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