Der Islamische Staat arbeitet(e) für die USA, England, Frankreich und die Türkei

Ich dachte, das sei längst klar?

Warum liest man dann nach dem neuesten Terroranschlag in Barcelona noch immer oder schon wieder so dumpfe Bemerkungen wie der Islam sei schuld oder die bösen Migranten seien schuld?

Der Islam und die Migranten haben mit dem Islamischen Staat so viele Berührungspunkte wie Elefanten mit Bären: Ihre Wege kreuzen sich nie. Sie leben in verschiedenen Habitaten.

Haji Bakr, Mastermind des Islamischen Staates, war kein Islamist. Nachdem er 2014 in Syrien liquidiert wurde, fand sich in seiner Wohnung nicht einmal ein Koran!

http://www.spiegel.de/politik/ausland/haji-bakr-der-terror-planer-des-islamischen-staats-is-a-1029289.html

https://en.wikipedia.org/wiki/Haji_Bakr

Auch Abū Musʿab az-Zarqāwī und Abu Bakr al-Baghdadi, weitere wichtige Köpfe des Islamischen Staates, waren nicht wirklich gläubig. Letzterer studierte zwar islamisches Recht und Koranwissenschaft, aber nicht, weil er Gott so liebte.

Die von den USA und ihren Verbündeten hochgezüchteten Terroristen umgaben sich mit einem Touch von Religion, weil das zum einen ihr Auftrag war und zum anderen ihnen selbst das Image von edlen Welterlösern verlieh.

Die Kämpfer wurden in den irakischen Gefängnissen Camp Bucca und Abu Ghuraib ausgebildet, nicht von den Amerikanern selbst, doch unter ihrer Aufsicht und Obhut. (...)

Man erkläre mir sonst, wie man in einem Gefängnis eine Person zu einem Kämpfer ausbilden kann, ohne dass es die Gefängnisaufsicht mitbekommt.

Politisch sollte der Eindruck erweckt werden, dass grausame 'Islamisten' an einem Kalifat basteln, die ganze Welt islamisieren möchten und man sie dafür quer durch die Länder des Nahen Ostens verfolgen müsste, damit ihnen das nicht gelingen würde. Der Krieg durfte doch nicht enden! Die ganze Region musste plattgemacht werden! So schrieb es der Raubkapitalismus vor! Die USA sind seit bald einem halben Jahrundert pleite. Pleite bitte! Es müssen neue Länder erobert und ausgebeutet werden, sonst läuft da nichts mehr. Sonst ist Ende im Gelände.

Nun, zu Ende ist es so oder so. Ist die Zeit abgelaufen, nützt auch das blutigste Gemetzel gegen die Feinde nichts mehr. Aber die USA können sich zumindest rühmen, zuletzt noch ein paar Hunderttausende von unschuldigen Menschen ermordet zu haben.

Die Lüge begann 2001 sichtbar zu werden, als George Bush junior im Duett mit dem Kriegsherrn Ariel Sharon das Feindbild des Terroristen erschuf, der bis dato nur ein armseliger Widerstandskämpfer war, der sich gegen die Besatzer seines Landes wehrte.

Es ist zu befürchten, dass die USA vom bevorstehenden Anschlag am 11. September 2001 wussten und es geschehen ließen, um eine Basis für einen letzten, alles entscheidenden Rundumschlag zu schaffen.

Für die Öffentlichkeit, die Medien, die Bevölkerungen, welche politisch die Zusammenhänge nicht so gut kennen, hat man das Feindbild des Islamisten, des radikalen Moslems geschaffen und hochstilisiert, um in der Welt wüten zu können, um den Nahen Osten mit all seinen Schätzen und Ressourcen endgültig an sich reißen zu können - der Wunsch besteht ja schon seit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches. Schon damals hatte man durch die rücksichtslose Teilung der Länder den Grundstein zu ethnischen Problemen und Zerwürfnissen gelegt.

Zugegeben, der Plan war superintelligent. Er zeugt von eiskalter Berechnung, einem Höchstmaß an Psychopathie.

Der Islamische Staat wurde von jenen vier genannten Ländern immer wieder mit Waffen beliefert, gefördert, unterstützt. Toni Blair von der Labour Party war ein besonders eifriger Handlanger - wann steht er endlich vor Gericht?

Der Islamische Staat sollte alle Länder destabilisieren, in die die USA mit ihren Verbündeten vorrücken wollten. Der Islamische Staat sollte eine Basis von Angst und Chaos überall schaffen, damit die Invasoren leichtes Spiel haben.

Der Plan hätte sich fast erfüllt, wenn Russland nicht eingegriffen hätte.

Nachdem der Plan durch Russland und den Iran (mit dem abwartenden China im Hintergrund) vereitelt worden war, wendete sich die Türkei vom Westen ab, aus Scham, aus Wut oder sonstigem. Es gibt für die Türkei im Westen nichts mehr zu holen.

Auch England wendet sich ab. Es hat ebenfalls erkannt, dass das Spiel verloren ist.

Nicht die polnischen EU-Bürger in London waren der Grund für den Brexit, sondern der Brexit ist eine Folge des verlorenen Krieges im Nahen Osten. Es gibt auch für England nichts mehr zu holen. Die alte Seefahrermacht hat das rechtzeitig erkannt und wendet sich dem Fernen Osten zu, wo die Tage noch hell und freundlich sind. Dort kann man noch in See stechen, dort hat man das untergehende Europa vorerst abgehängt. Man kann ja wiederkehren, wenn alles anders ist.

Europa sollte durch die Terroranschläge ebenfalls destabilisiert werden. Die EU ist durch den Zusammenschluss der Staaten immer mächtiger geworden. Dass sie zuletzt auch noch nach China schielte, bei einer chinesischen Bank sogar einen Vertrag unterschrieb, das verkrafteten die USA nicht mehr. In die Knie mit Europa! Europa soll zittern und um den Beistand des alten Freundes betteln. Doch nichts dergleichen geschah. Europa leidet still dahin und blickt nach China. Im Grunde will Europa keinen Krieg, wurde aber von den USA aufgrund der wirtschaftlichen Abhängigkeit immer wieder zum Krieg gezwungen.

Das Verbrechen in Barcelona war keine umwerfende kriminelle Leistung. Jeder dahergelaufene Psychopath kann sich in einen Lieferwagen setzen und ein Dutzend Menschen überfahren.

Ich bezweifle stark, dass diese Verbrechen noch auf das Konto des Islamischen Staates gehen. Dieser ist so gut wie Geschichte. Aber so wie man Osama bin Laden länger am Leben hielt, als er tatsächlich lebte, so zehrt man noch eine Weile vom Islamischen Staat, um Europa in Angst und Schrecken zu versetzen und die Öffentichkeit auf eine falsche Fährte zu locken.

Leider hinterläßt das politische Chaos, welches die USA angezettelt haben, schmerzhafte Nachwehen in Form von (religiösen) Fanatikern, psychisch kranken oder labilen Menschen, frustrierten Asylbewerbern und anderen Personen, die anderen Menschen Schaden zufügen müssen. Vor ihnen muss man noch eine ganze Weile auf der Hut sein.

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