Die jüngsten Äußerungen von Christian Wulff dürften im konservativen Lager für ein hörbares Knirschen sorgen. Ausgerechnet beim Jahresempfang des Bistums Hildesheim plädierte der Altbundespräsident dafür, mehr „Wokeness“ zu wagen – ein Begriff, den viele in seiner ehemaligen Partei am liebsten nur mit spitzen Fingern anfassen. Wulff stellte klar, dass gesellschaftliche Sensibilität kein Angriff auf Tradition sei, sondern Ausdruck christlicher Nächstenliebe. Und genau hier setzte er den nächsten Stachel: In der CDU müsse die christliche Soziallehre wieder stärker gelten, nicht nur als Folklore, sondern als politischer Kompass.

Besonders pikant ist, dass Wulff nicht nur vor überzogenem Nationalismus warnte, sondern auch vor der reflexhaften Empörung, die konservative Kreise inzwischen routinemäßig gegen alles „Woke“ mobilisieren. Wer christliche Werte ernst nehme, so seine Botschaft, könne sich nicht gleichzeitig über Respekt, Vielfalt und soziale Verantwortung mokieren. Dass diese Worte ausgerechnet von einem früheren CDU‑Bundespräsidenten kommen, macht sie für manche umso schwerer zu schlucken.

Kurz gesagt: Wulff hält seiner Partei einen Spiegel vor – und das Bild, das darin erscheint, dürfte einigen nicht gefallen. Was er zu Wokeness, Nationalismus und der CDU im Detail sagte, findet ihr wie gewohnt über den Link in der Bio.

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