Missbrauchsfall: Wir sollten vor unserer eigenen Tür kehren.

Ich habe ja Verständnis für die Kritik an der Migrationspolitik im Allgemeinen und an der Asylpolitik im Speziellen. Die Grenzen zu öffnen und nicht zu kontrollieren ist Irrsinn, ebenso wie es Irrsinn ist, Menschen Asylstatus zu geben, nur weil sie ohne Papiere einreisen und laut "Asyl" schreien. Aber ich habe kein Verständnis dafür, mit zweierlei Maß zu messen, und es fällt mir zunehmend auf, wie "unsere" eigenen Vergehen oft kleingeredet oder gar abgestritten werden.

So einen Fall gab es gerade. Ein Trainer hat seine Damenmannschaft beobachtet als diese nackt duschte. Alles egal, oder? Genauso egal, wie die vielen Sportlerinnen, die im Vorjahr bekanntgaben, von Trainern etc sexuell missbraucht – manche wurden gar vergewaltigt – worden zu sein. Was will man dazu noch sagen? Die Folgen waren minimal.

Für den Trainer, der seine Damen beim Duschen beobachtete, dürfte es übrigens gar keine Strafe geben, das Gesetz sieht das (nicht) vor. Jaja, so sind wir eben. Augen zu, wird schon nicht so schlimm sein.

Wir haben genug Pädophilie im eigenen Land, die Strafen sind lächerlich. Sollte man das nicht endlich mal thematisieren als den hundertsten Beitrag über böse, undankbare Flüchtlinge zu schreiben?

Sexueller Missbrauch an Kindern, wird nicht ernst genug genommen, der Täter oft nicht eingesperrt!

Es gibt so viele Fälle, die man sich als Bürger nicht mehr erklären kann, wo einem das Verständnis fehlt. Wir müssen die Justiz als unfehlbar sehen, sagt ein Anwalt. Immer mit Respekt begegnen und nie ausfallend werden. Das kann ansonsten strenge Strafen nach sich ziehen. Jaja, so ist das nun einmal...

Redigiert mit freundlicher Unterstützung der Red.

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