Der Wahnsinn hat ein Ende. Sechs Monate war ich seine echt fette Beute. Montag bis Samstag ab sechs Uhr früh stand der Schlagbohrer quasi neben mir im Bett. Bis abends um acht lernte ich Rüttelmaschinen und andere supere technische Errungenschaften lieben und standen mir Umleitungen zur freien Verfügung, die die Überquerung der Straße innerhalb von drei Minuten ermöglichten. Das alles war in meinem Sinne. Weil nämlich die Meihau (Meidlinger Hauptstraße) strahlt jetzt in neuem Glanz. Zumindestens die ersten 100 Meter bis zum Palmers, weiter haben sie's halt noch nicht geschafft. Frau Vassilakou beglückte den Bezirk zur Eröffnung und tat euphorisch. Möglich, dass ihr entgangen ist, dass sich kaum mehr gscheite Geschäfte in der Meihau ansiedeln, dafür aber viele tschari gehen. Allein im letzten Sommer der Bioeis-Händler, das Frozen-Yoghurt-Geschäft und der Eduscho. Kein herber Verlust? Doch. Weil: Was nachkommt, sind bevorzugt Fetzengeschäfte, Scontos, Spielhöllen, Kebab-Pizza-Chicken-Buden und seit Neuestem sehr gern auch E-Zigarettenshops und Backwerke. Backwerke sind in kürzester Zeit gleich zwei in die Meihau gezogen. Semmerln und Tschick gehen halt immer.

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fischundfleisch

fischundfleisch bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:16:54

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