Wer sind für privilegierte Linke die "Armutschkerln"?

Die bisher großzügig bemessene Mindestsicherung für Großfamilien soll gekürzt werden. Da die Regelung der „rassistischen Regierung“ Migranten und Österreicher entgegen der linken Propaganda gleich behandelt, wird jetzt von den selben Leuten triumphierend behauptet, dass es somit genau die „typischen FPÖ-Wähler“ treffe. In Wahrheit trifft es alle – auch die Linken, was diese offenbar nicht hinnehmen wollen..

In den Augen von privilegierten Linken handelt es sich bei FPÖ-Wählern um lauter geistig und finanziell minderbemittelte „Armutschkerln“, die den rechten Rattenfängern und dem herzlosen Neoliberalen Kurz aus purer Dummheit und Uninformiertheit auf den Leim gegangen wären und nun die Rechnung dafür präsentiert bekämen.

Es mag vereinzelt österreichische Familien geben, die Kinder als Einkommensquelle nützen. Ein in meiner Jugend berüchtigter Nazi-Skin ist heute so ein Fall (8 Kinder), und er wählt wohl tatsächlich die FPÖ. Trotzdem sind solche Familien unter FPÖ-Wählern die Ausnahme, während sie z.B. unter tschetschenischen Salafisten die Regel sind.

Wer sind die typischen österreichischen armen Familien?

Die Armutsindustrie nennt in ihren Berichten stets alleinerziehende Mütter als Beispiele für Armut in Österreich. Und das nicht ganz zu Unrecht. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern muss mit weniger als 1.500 € an staatlicher Unterstützung (Mindestsicherung und Familienbeihilfe) auskommen, während eine typische Asyl-Familie (Vater, Mutter, 4 Kinder) über 2.500 € zur Verfügung hat.

Genau für jene real existierenden Armen soll es nun etwas mehr Geld geben, wobei man auch bei den allen erziehenden Müttern genau aufpassen sollte, dass man aus ihnen keine ewig von staatlicher Hilfe abhängigen "Welfare Moms" macht.

Migranten werden in Armutsberichten zwar stets auch als "armutsgefährdet" genannt. Es ist jedoch eine Armut im Konjunktiv: "Würde der Staat nicht Mindestsicherung zahlen, wäre die Familie arm!"

Zumal die Familienbeihilfe weiter in gleicher Höhe ausbezahlt werden soll, stellen die geplanten Reduzierungen für Kinder in Großfamilien keine Unmenschlichkeit, sondern die Herstellung eines vernünftigen Normalzustandes dar. Die nichtarbeitende Familie mit vier Kindern kommt dann immer noch auf rund 2.000 €. Das ist zwar nicht mehr superviel für 6 Personen, aber immer noch mehr als man in vielen Ländern bei ähnlichen Lebenserhaltungskosten durchschnittlich verdient.

Kinder sollten kein Luxus für Besserverdiener sein. Es darf aber auch nicht so sein, dass nichtarbeitende Menschen sich ein Luxus-Gehalt durch Kinder erwirtschaften können. Durch jene Anreize hatte man die falschen Familien zum Wachsen (und zum Einreisen) gebracht.

Ein anderer Punkt, der laut unserer Intelligenzija die dummen FPÖ-Loser treffen werde, ist die Abschaffung der Notstandshilfe nach mehreren Jahren Arbeitslosigkeit. Das oft genannte Argument des Pensionsanspruches ist jedoch lächerlich, da ein Langzeitarbeitsloser auch mit Notstandshilfe keine Pension über der Höhe der Mindestsicherung zusammenbringen würde.

Sicher ist es fein, wenn man ewig Notstandshilfe als "Versicherungsleistung" ausbezahlt bekommt, und daher nicht das eigene Vermögen aufbrauchen muss. Das bedeutet jedoch, dass Steuerzahler, die oft selbst kein Eigentum haben, dafür aufkommen müssen.

Arbeitslosigkeit kann jeden treffen. Dass nach Jahren der erfolglosen (und möglicherweise zu anspruchsvollen) Jobsuche auch das eigene Vermögen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes genützt werden sollte, ist wohl nicht völlig ungerechtfertigt und asozial.

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