Wenn Sozialisten Planwirtschaft betreiben

Obwohl Sozialismus noch nie funktioniert hat, ist es immer wieder erstaunlich mitanzusehen, dass sozialistische Ideologien es immer wieder schaffen, aufzukeimen, um dann auf dem Boden der Realität aufzuschlagen und fulminant zu scheitern, wie jetzt im tiefrotgrünen Berlin: https://www.focus.de/immobilien/mieten/mietendeckel-kein-vorbild-fuer-andere-grossstaedte-berliner-wohnungsmarkt-vor-dem-kollaps_id_12558106.html.

Was ist passiert. Sozialisten haben wieder mal versucht, marktwirtschaftliche Naturgesetze per planwirtschaftliche Verordnungen aushebeln. Manche werden jetzt einwenden, dass es so etwas Naturgesetze im Markt ja gar nicht geben kann. Aber denken wir mal darüber nach, was der Markt überhaupt ist.

Der Markt sind wir alle, wir Menschen, die als Marktteilnehmer Güter austauschen um unsere Bedürfnisse zu befrieden und um die Qualität unseres Lebens zu verbessern. Das Streben von uns Menschen nach einem besseren Leben, könnte man als Teil unseres Wesens bezeichnen. Und dieser Markt, auf dem wir auf andere Menschen treffen, hilft uns dabei, dieses Ziel zu erreichen. Da wir Menschen glücklicherweise alle unterschiedlich sind, haben wir alle unterschiedliche Präferenzen, wodurch uns unterschiedliche Dinge und Güter unterschiedlich wichtig sind und ein reger Austausch dieser Güter stattfinden kann. Aber unter welchen Umständen tauschen wir Waren? Wir tauschen Waren dann, wenn alle an einem Tausch beteiligten Marktteilnehmer daraus einen Vorteil ziehen können. Andernfalls würden sie nicht tauschen. Der Verkäufer würde nicht tauschen, also verkaufen, wenn sich seine Gesamtsituation verschlechtert. Der Käufer verhält sich genauso. Er kauft nicht, wenn sich seine Gesamtsituation ebenso verschlechtert. Eine Willensübereinkunft, eine Win-Win-Situation für beide Marktteilnehmer sozusagen, wird erzielt, wenn eine freiwillige Einigkeit aller am Tausch beteiligten Marktteilnehmer erzielt wird, welche sich in Form eines Tauschverhältnisses, in Form eines Preises ausdrückt.

Verlangt der Verkäufer beispielsweise einen zu hohen Preis, wird er sein Gut nicht anbringen können, da sich das Tauschverhältnis für den Käufer nicht rechnet. Dem Käufer ist die Gegenleistung zu wenig, die er für den Preis des Verkäufers bekommen würde. Aus diesem Grund wird sich ein Preis früher oder später immer an der Schwelle der freiwilligen Einigkeit einpendeln.

Übertragen auf den Wohnungsmarkt könnte man beispielsweise eine Wohnung als ein Gut bezeichnen, über welches verhandelt wird, wobei die aktuelle Höhe des (Miet-)Preises genau jenem Wert entspricht, zu dem sich alle Marktteilnehmer einig sind. Bevor das Argument kommt, ja, aber sie müssten doch Wucherpreise bezahlen, da sie sonst keine Wohnung hätten, von Freiwilligkeit kann also keine Spur sein, dann muss man dem entgegnen, dass diese Preise nur deshalb so hoch sind, weil der Markt verzerrt ist, aber dazu gleich mehr.

Wenn die Preise nun sehr hoch sind, wie die Mietpreise in Berlin, dann ist das normalerweise ein Signal für die Marktteilnehmer, dass hoher Bedarf an Wohnraum besteht. Treffen viele Marktteilnehmer auf ein begrenztes Gut wie eine Wohnung, d.h. herrscht eine hohe Nachfrage nach einem knappen Gut, so schlägt sich das in einem höheren Preis nieder, da durch unterschiedliche Präferenzen unterschiedliche Marktteilnehmer auch unterschiedlich hohe Preise zu bezahlen bereit sind und der Verkäufer natürlich das beste Angebot für sich herausholen wird. Im umgekehrten Fall, d.h. wenn wenig Nachfrage auf ein großes Angebot trifft, fallen die Preise, wie man beispielsweise jetzt in der Corona-Zeit an den Nächtigungspreisen in Hotels beobachten kann. Neue Marktteilnehmer würden durch das Signal des hohen Preises in den Markt eintreten und Angebot zu schaffen, um an den hohen Preisen zu partizipieren. Je mehr Angebot schaffende Marktteilnehmer in den Markt eintreten, desto mehr Angebot wird es geben, wodurch die Preise wieder fallen werden, wodurch wiederum andere Marktteilnehmer, die zu niedrigen Preisen tauschen wollen, profitieren würden. Das Spiel wird so lange weitergehen, bis sich der Preis in genau dem richtigen Verhältnis, im Optimum für alle Marktteilnehmer, einpendelt.

Wie können uns unsere Volksvertreter dabei unterstützen, möglichst schnell das Optimum für alle Marktteilnehmer zu erreichen. Sie könnten zum Beispiel Rahmenbedingungen schaffen, durch welche der Markt bestmöglich wirken kann. Das könnte im Falle von hohen Mietpreisen zum Beispiel so aussehen, dass Investoren angelockt werden, die hier Wohnraum schaffen, oder dass Gesetze so gestaltet werden, dass das Risiko für Privatpersonen, eine Wohnung zu vermieten, auf ein Minimum reduziert wird. Wie aber haben die Maßnahmen der rotrotgrünen Berliner Politiker ausgesehen. Anstatt zum Wohle alle Menschen zu agieren, betrieben sie Klientelpolitik. Zugegeben, das tun die Politiker aller Parteien, denn schließlich wollen sie ja gewählt werden um an den Steuertopf zu gelangen, von dem sie sich bedienen können, um Wohlstand für sich zu schaffen und um sich bei ihren Unterstützern in Form von Wählergeschenken auf Kosten ihrer Nichtwähler erkenntlich zu zeigen. Aber zurück ins rotrotgrüne Berlin. Dort waren die Politiker der Meinung, sie könnten per Zwang die Preisgestaltung im Markt durch einen Mietendeckel erzwingen, nachdem ihre Politik überhaupt erst zu der Situation der hohen Mieten geführt hat. Hier wurde also der Bock schon mal zum Gärtner gemacht. Die rotrotgrünen Gottspieler haben sich per Verordnung angemaßt, allen Marktteilnehmern vorzuschreiben, welche Preise sie für den Tausch zu verlangen haben. Schließlich wissen diese Politiker ja viel besser, was gut für uns ist. Mit anderen Worten, sie haben Höchstpreise verordnet, das bedeutet, sie haben den höheren Marktpreis, zu dem sich vorher alle Marktteilnehmer einig waren, per Gesetz unterboten. Das ist keine freie Marktwirtschaft mehr, sondern Planwirtschaft. Jubelstimmung bei ihren Anhängern, die es nun endlich den "bösen Kapitalisten", die sie "ausgebeutet" hätten, heimzahlen konnten. Schade, dass diese Anhänger nicht verstanden haben, dass sie nur die Marionetten dieser Sozialisten sind. Zum Leidwesen dieser Sozialisten haben Höchstpreise aber nun mal nicht den Effekt, den sie sich erwarten.

Da sich das Vermieten einer Wohnung für einen Vermieter ab nun nicht mehr rechnet oder das unternehmerische Risiko für einen Bauträger zu hoch ist, lassen sie ihre Wohnung leer stehen und schaffen keinen neuen Wohnraum mehr, kurz, diese Marktteilnehmer scheiden aus dem Markt aus. Da das Angebot dadurch noch weiter verknappt wird, die Nachfrage aber ungebrochen ist, denn die Menschen verschwinden ja nicht einfach, verschärft sich die Situation immer weiter, führt zu noch höheren Preisen und zu einem Warteschlangeneffekt, da natürlich noch weniger Menschen zum Zug kommen als vorher. Man kennt ja die Bilder von Menschen, vor noch gar nicht allzu langer Zeit, die in Warteschlagen vor Geschäften standen um die wenigen knappen Güter zu erhalten, die es gab. Dies wiederum führt zu Unzufriedenheit, Armut und Schlimmeres und verschlechtert die Lebenssiutation für jene, die auf der Strecke bleiben. Anstatt also mehr Wohlstand zu schaffen, haben diese "Volksvertreter" Wohlstand vernichtet.

Man darf schon gespannt sein, was diesen Sozialisten wohl als nächstes einfallen wird. So manch ein Sozialist spielte ja schon mit dem Gedanken der Enteignung oder einer Leerstandsabgabe. Ob dadurch mehr Wohnraum geschaffen wird, darf bezweifelt werden. Eigentlich ist das bloße Aussprechen solcher Vorhaben schon ein verheerendes Signal für den Markt. Ich wette, dieser wird auch reagieren, aber sicher nicht so, wie es sich die Sozialisten vorstellen.

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