Viktor Orbáns Versuch, die Benzinpreise in Ungarn künstlich niedrig zu halten, ist kein Novum – und schon gar kein Erfolg. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich, dass solche staatlichen Preisdeckel nicht nur wirkungslos sind, sondern sogar mehr Schaden als Nutzen anrichten. Wie bereits 2022, als der erste Versuch eines Spritpreisstops im Chaos endete, führte die Maßnahme zu massiven Versorgungsengpässen, langen Warteschlangen an den Tankstellen und einem florierenden Schwarzmarkt. Statt die Bürger zu entlasten, trieb die Politik die Preise an anderen Stellen in die Höhe und belastete den Staatshaushalt mit Milliardenkosten – Geld, das an anderer Stelle dringend gefehlt hätte.
Populistische Politik, vor allem wenn sie nur national umgesetzt wird, ist schlichtweg Schwachsinn. In einer globalisierten Welt, in der Energiepreise von internationalen Märkten, Spekulanten und Konzernen bestimmt werden, sind nationale Alleingänge zum Scheitern verurteilt. Orbán mag sich als Retter der ungarischen Autofahrer inszenieren, doch seine Maßnahmen sind nichts weiter als symbolische Politik, die das eigentliche Problem ignoriert: die Abhängigkeit von globalen Konzernen und fossilen Brennstoffen.
Statt die Bürger wirklich zu stärken, werden sie mit kurzfristigen, teuren Placebos abgespeist, während die strukturellen Probleme ungelöst bleiben.
Der einzige Weg aus der Konzernabzocke: Radikale Autarkie
Wer sich ernsthaft gegen die Ausbeutung durch globale Konzerne wehren will, muss die Abhängigkeit von fossilen Energien und internationalen Lieferketten beenden. Das bedeutet: Investitionen in erneuerbare Energien, lokale Produktion und echte Energieautarkie. Alles andere ist Augenwischerei. Orbáns Benzinpreisstop ist ein trauriges Beispiel dafür, wie Populismus die Bürger für dumm verkauft – und am Ende nur die Konzerne lachen.