AfD macht’s möglich: Vom „Vergasen“-Sager zum Bundestagsmitarbeiter

Christian Lüth und die AfD: Wenn Skandale zur Normalität werden

Die AfD hat sich selbst entlarvt: Christian Lüth, der 2018 öffentlich über das „Erschießen oder Vergasen“ von Migranten sprach, ist zurück – als Mitarbeiter mehrerer AfD-Abgeordneter im Bundestag. Was damals als „abscheulich und nicht entschuldbar“ galt, wird heute einfach ignoriert. Die Partei, die sich einst von seinen Äußerungen distanzierte, holt ihn nun durch die Hintertür zurück. Ein Vorgang, der ihre Heuchelei und moralische Verlogenheit schonungslos offenlegt.

Lüths Aussagen waren kein bedauerlicher Ausrutscher, sondern ein Blick in den Abgrund der AfD-Ideologie. Dass er heute wieder für Abgeordnete wie Jan Wenzel Schmidt und Reinhard Mixl arbeitet, macht die damalige Distanzierung zur Farce. Die AfD hat sich nicht geändert; sie hat nur gelernt, ihre Extremisten besser zu verstecken. Besonders zynisch: Im Büro von Schmidt, selbst in Machtkämpfe verstrickt, arbeiten laut Berichten kaum Mitarbeiter ohne rechtsextreme Verstrickungen oder Vorstrafen. Die Fraktionsspitze, angeführt von Alice Weidel, versteckt sich hinter formalen Ausreden und überlässt die Personalentscheidungen den Einzelnen – eine Bankrotterklärung.

Doch Lüths Rückkehr ist kein Einzelfall, sondern System. Die AfD hat sich zu einem Sammelbecken für Radikale entwickelt, die in einer demokratischen Gesellschaft nichts verloren haben. Dass ein Mann, der über Massenmord spricht, wieder im Bundestag arbeitet, ist kein Zufall, sondern Programm. Die Partei kann sich nicht mit „Fachkräftemangel“ herausreden. Es gibt genug kompetente, demokratisch gesinnte Menschen in Deutschland. Doch die AfD sucht gezielt nach Leuten wie Lüth: nach Provokateuren, die ihre menschenfeindliche Agenda vorantreiben.

Die AfD hat sich mit dieser Entscheidung selbst gerichtet. Wer solche Figuren reaktiviert, hat sich längst von demokratischen Werten verabschiedet. Lüths Fall ist kein Einzelschicksal, sondern der Beweis, dass die AfD ihre eigenen Skandale nicht nur duldet, sondern sie systematisch nutzt. Die damalige Distanzierung war eine leere Geste – heute zeigt sich das ganze Ausmaß der Verlogenheit. Es ist an der Zeit, diese Partei nicht mehr als „Alternative“, sondern als das zu erkennen, was sie ist: eine Gefahr für den Zusammenhalt dieses Landes.

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