Korruption, Nepotismus, Skandale: Die Borgias des 21. Jahrhunderts!

Die Borgias: Macht, Intrigen und der Aufstieg durch kirchliche Wahlen

Die Familie Borgia, ursprünglich aus Spanien stammend, stieg im 15. und frühen 16. Jahrhundert zu einer der mächtigsten und berüchtigtsten Dynastien der italienischen Renaissance auf. Ihr bekanntester Vertreter, Rodrigo Borgia, wurde 1492 als Papst Alexander VI. gewählt – ein Triumph, der durch geschickte politische Manöver, Bestechung und strategische Heiraten erreicht wurde. Die Borgias nutzten ihre Positionen in der katholischen Kirche, insbesondere während der Papstwahlen (Konklaven), um ihren Einfluss auszubauen. Sie kontrollierten nicht nur die Wahl des Papstes selbst, sondern auch die Besetzung wichtiger Ämter in der Kurie und in italienischen Stadtstaaten.

Die Borgias waren Meister der Manipulation: Sie kauften Stimmen, schmiedeten Allianzen und eliminierten Gegner durch Intrigen oder sogar Gewalt. Ihr Ziel war es, die Macht in der Kirche und in Italien zu zentralisieren, um ihren eigenen Reichtum und Einfluss zu sichern. Die Familie setzte auf Nepotismus – die Bevorzugung von Familienmitgliedern bei der Vergabe von Ämtern – und nutzte die Kirche als Werkzeug, um politische Ziele zu erreichen.

Die AfD: Macht, Intrigen und der Aufstieg durch demokratische Strategien

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine moderne politische Partei, die seit ihrer Gründung 2013 durch kontroverse Positionen und eine polarisierende Rhetorik auffällt. Während die Borgias im 15. Jahrhundert die Kirche als Machtinstrument nutzten, bedient sich die AfD heute demokratischer Institutionen, um ihre Ziele durchzusetzen. Beide Akteure teilen jedoch ähnliche Strategien:

1. Instrumentalisierung von Institutionen:

Die Borgias missbrauchten die Papstwahlen, um ihre Macht zu festigen. Die AfD nutzt demokratische Wahlen und parlamentarische Prozesse, um Einfluss zu gewinnen – oft mit dem Vorwurf, sie wolle das System von innen heraus verändern oder untergraben.

2. Populistische Rhetorik und Polarisierung:

Die Borgias inszenierten sich als Retter Italiens und der Kirche, während sie im Hintergrund skrupellos agierten. Die AfD bedient sich einer ähnlichen Taktik: Sie gibt sich als Stimme des „Volkes“ gegen eine „korrupte Elite“ und nutzt Ängste – etwa vor Migration oder Globalisierung – um Anhänger zu mobilisieren.

3. Familien- und Netzwerkstrukturen:

Bei den Borgias war die Familie das Machtzentrum; Ämter wurden untereinander aufgeteilt. Die AfD zeigt ebenfalls starke interne Netzwerke, in denen bestimmte Personen oder Gruppen (z. B. der „Flügel“) dominieren und die Partei prägen.

4. Skandale und Kontroversen:

Beide sind von Skandalen umgeben. Die Borgias waren für Giftmorde und Korruption berüchtigt, die AfD steht regelmäßig wegen rechtsextremer Äußerungen, Verbindungen zu extremistischen Kreisen und interner Zerrissenheit in der Kritik.

Macht um jeden Preis

Die Borgias und die AfD zeigen, wie politische Akteure Institutionen für ihre Zwecke instrumentalisieren können. Während die Borgias die Kirche als Werkzeug nutzten, bedient sich die AfD der Demokratie – doch beide handeln nach dem Prinzip: Macht um jeden Preis. Die Borgias scheiterten letztlich an ihrer eigenen Gier; die AfD steht vor der Frage, ob ihre Strategien langfristig tragfähig sind oder ob sie – wie die Borgias – an Gier, inneren Widersprüchen und externem Widerstand zerbricht.

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