In den letzten 50 Jahren sind die Tötungsdelikte in Deutschland deutlich zurückgegangen. In den 1990er-Jahren lag die Zahl der polizeilich erfassten Tötungsdelikte noch bei über 2.000 Fällen pro Jahr, mit einem Höchststand von 2.032 im Jahr 1995. Seitdem ist ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen. Im Jahr 2015 wurden etwa 870 Tötungsdelikte registriert, was bereits einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den 1990er-Jahren darstellte. Bis 2023 sank die Zahl weiter auf 770 Fälle. Auch die Mordrate pro 100.000 Einwohner verringerte sich von 2,48 (1995) auf 0,91 (2023), ein Rückgang von über 22 % seit 1990. Besonders niedrig war die Zahl der Mordopfer 2019 mit 623 Fällen. Diese Entwicklung zeigt, dass Tötungsdelikte in Deutschland langfristig seltener werden.