PRISM,VDS schützt vor Terror ! ODER WAS ?

Seit Edward Snowden wissen wir: alles und jeder wird überwacht. Das Ausmaß der staatlichen Überwachung ist nicht einmal mehr genau ab zu schätzen. Genauer wissen wir es bei der Sammelwut der großen Konzerne wie AOL, Apple, Facebook, Google, Microsoft, Skype(Microsoft), PalTalk und Yahoo. Genau diese Konzerne stehen auch im Verdacht im PRISM Netz eingebunden zu sein, so dass die privaten Daten, die freiwillig diesen Unternehmen geschenkt werden, gleich auch staatlich abgescannt werden.

Scheinbar will oder kann hier die EU nicht hinten anstehen und versucht mit allen Mitteln eine rechtliche Grundlage zu schaffen, auch an diese Daten zu kommen. Stichwort Vorratsdatenspeicherung. Diese soll gegen Terrorismus und Verbrechen helfen. Besonders im Rückblick auf den Terroranschlag in Frankreich, versucht man nun der Notwendigkeit Nachdruck zu verleihen und damit den Datenschutz quasi ad absurdum zu führen, ja, auch der geheimdienstlichen Tätigkeiten damit einen Rechtsstatus zu verleihen. Nur was bringt es und was hilft es wirklich?

An sich bringt es dem Überwachungsstaat viel, weil durch entsprechende Verknüpfung der Daten inklusive Metadaten, ergibt sich meist ein klares Bild über Ihre Person. Wobei man bei den meisten Otto Normal-Usern eigentlich keinen Aufwand treiben muss, der geht bildlich gesprochen nackt im Internet spazieren; fast hat man das Gefühl der öffentliche Internet Exhibitionismus ist heute normal. Nur wer sich ein wenig informiert, wird bald fündig und wird über Tor, Tails und Verschlüsselung stolpern, ja, auch ein adäquater Ersatz für WhatsApp gibt es nämlich Threema. Nur dann kommt bald das Aber: es ist halt nicht so bequem dies zu verwenden und noch viel schwieriger ist andere davon zu überzeugen und alleine nützt es nichts. Was nützt es einen Mails mit GnuPGP zu verschlüsseln, wenn die Gegenstelle es nicht entschlüsseln kann bzw. nicht will.

Wer ein wenig tiefer in das Internet einsteigt, wird bald auf das DarkNet stoßen (wer keinen guten Magen hat, lässt die Finger davon) und merken: dies ist statistisch um 2/3 großer als das WWW. Nur diese DarkNet ist nicht mehr ganz so einfach zu kontrollieren, weil durch Tor anonymisiert, durch https Point to Point verschlüsselt und durch die Domain .onion , die sich durch Keys organisiert, sind den Gegenstellen die realen Adressen nicht bekannt. Wer sich darin bewegt und weiß was er tut, ist fast sicher.

Jetzt muss man sich aber die Frage stellen, was soll dann eine Vorratsdatenspeicherung bringen? Wer sich nur ein wenig Auskennt, kann diese Abhör- und Schnüffel- Aktionen, die sich auf Softwarebasis bewegen, sehr leicht umgehen und fast Unmöglich machen. (Keine Sorge ich schreib keine Anleitung dazu). Wer die Medien bei den Terroranschlägen in Paris verfolgt hat, weiß das die Attentäter sich per SMS abgesprochen haben. SMS werden Klartext (unverschlüsselt und fast für alle lesbar) gesendet. Und wurde irgendetwas verhindert, trotz der höchsten Überwachung in Frankreich? Wer also ein wenig technisch bewanderter ist, wird sich in solchen Fällen im DarkNet und mittels Verschlüsselung unterhalten. Dies ist sicher auch zu entschlüsseln, nur halt wird es viel zu lange dauern und am Ende wohl auch nichts verhindern.

Betrachtet man nun diese Faktoren bringt diese Vorratsdatenspeicherung nur eines: die Überwachung der einfachen Bürger und die rechtliche Verfolgung von dummen und technisch unbedarften Verbrechern. Ob man dazu wirklich alle Bürger gleich mal unter Generalverdacht stellen muss und damit eigentlich die Persönlichkeitsrechte unbescholtener Bürger einfach einschränkt, bleibt fraglich und am Ende doch nur ein Placebo für Unbedarfte (Politiker).

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Silvia Jelincic

Silvia Jelincic bewertete diesen Eintrag 14.12.2015 23:17:18

fischundfleisch

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