Etwaiger Babler-Putsch gegen ORF-GI-Weißmann wegen SP-Parteitag und mangelhaften SP-Wahlprozessen ?

Bezüglich der seltsamen Ablöse (Rücktritt ? Erzwungener Abgang?) von ORF-Generalintendant Weißmann wegen ca. 5 Jahre alten Vorwürfen der angeblichen sexuellen Belästigung wurde Verschiedenes spekuliert, zum Beispiel Zusammenhänge mit der in ca. einem halben Jahr kommenden GI-Wahl.

Aber ein zeitlich naheliegender Zusammenhang wurde nicht thematisiert.

Vorwürfe und Rücktritt (bzw. Ablöse) erfolgten einen Tag nach dem SPÖ-Parteitag 7.3.2026.

Bei der SPÖ-Mitgliederbefragung von 10.5.2023 hätte wahrscheinlich Pamela Rendi-Wagner gewonnen, wenn Reihungswahlsystem verwendet worden wäre, und Babler wäre vermutlich letzter geworden.

Beim SPÖ-Parteitag Juni/Juli 2023 hätte vermutlich Doskozil gewonnen, wenn vorher Doskozils Verstoss gegen den SPÖ-Bundesparteitagsbeschluss, auf keiner Ebene mit der FPÖ zu koalieren, für nichtig erklärt worden wäre.

Bei den SPÖ-Parteitagen November 2023 und März 2026 wurde die rechtlich sehr problematische Vorgangsweise gewählt, dass man Gegenkandidaten händisch auf den Stimmzettel dazuschreiben muss, falls man sie wählen will, was erstens verfassungsrechtlich problematisch ist, wegen des geheimen Wahlrechts (Handschriften sind viel leichter identifizierbar als Kreuze), und zweitens wegen §263 Strafgesetzbuch "Täuschung bei einer Wahl oder Volksabstimmung". Parteiinterne Wahlen können einen Abfärbeprozess auf außerparteiliche Wahlen haben, diese SP-interne Vorgangsweise kann z.B. bei NR-Wahlen oder bei LT-Wahlen ungültige Stimmen erzeugen, was vermutlich ein Delikt gemäß §263 StGB wäre.

Ich wollte eigentlich, dass eine kurze Erklärung in zusammenhang mit meiner Kandidatur/Halbkandidatur verlesen wird, die auf diese Umstände hinweist, das hätte in etwa eine Minute des 10-stündigen Parteitags beansprucht, aber das wurde abgelehnt.

Daher war ich praktisch gezwungen, meine Kandidatur zurückzuziehen.

Es kann rein theoretisch sein, dass es eine Absprache gab zwischen SPÖ-Vorsitzenden bzw. SPÖ-Pseudo-Vorsitzenden Babler und SPÖ--ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Lederer, dahingehend, dass im ORF Chaos zu veranstalten sei, und eine große ORF-Krise herbeiintrigiert werden solle, damit nicht über die mangelhafte und vielleicht illegale SPÖ-interne "Demokratie" oder Pseudodemokratie berichtet wird.

Das wäre dann so eine Art "Agenda Setting" oder eine Art trump-bannon´sches "Flooding the zone with shit" durch "SPÖ"-"Kreise": statt über wirkliche, aktuelle Mißstände beim SPÖ-Parteitag zu berichten, wärmt man dubiose, fünf-jahre alte Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen ORF-GI-Weißmann wieder auf.

Bei Weißmann, der eher ein ÖVP-Mann ist, wäre eher zu erwarten gewesen, dass der ORF korrekt über Mißstände bei einem SPÖ-Parteitag berichtet, als vielleicht bei einem SPÖ-Mann oder einer SPÖ-Frau.

Und das war vielleicht der Grund, warum Weißmann aus Sicht so mancher Bableristen "abgesschossen" werden musste.

Ich habe mit so manchen SPÖ-Frauen am Parteitag gesprochen (aber auch mit manchen Männern), und manche antworteten angesprochen auf die Mißstände "Ich habe meine Meinung zu Dingen", was irgendwie eine sehr diplomatische, vielleicht typisch weibliche Antowrt ist. Ich als testosteron-geladener Mann, der eher eine Neigung hat, mit radikaler Wortwahl und Überspitzungen rhetorisch aktiv zu sein, bin diesen Stil nicht gewohnt und würde ihn sofort vielleicht eher nicht hinbekommen, aber vielleicht lerne ich diese Form der Diplomatie ja noch durch die SPÖ-Frauen.

Der SPÖ-Frauen-Stand war übrigens den ganzen Parteitag hindurch unbesetzt.

Meine Kritik am Matznetter-Mandat, das den Frauenanteil im SPÖ-Klub unter 40% drückte, und die SPÖ 160.000 Euro an Parteienförderung kostete, wurde von SPÖ-Männern am Parteitag für "zu kritisch" und "verboten" erklärt, obwohl zahlreiche Medien darüber bereits berichtet hatten, auch der ORF.

Foto des ganztägig leeren SPÖ-Frauenstands folgt, ich bin im Moment zu sehr im Zeitdruck.

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