Afghane sticht vier Menschen nieder – wer denkt an die Opfer?

Ich lese hier mit, meist still, und kann mich nur wundern. Auch heute ist wieder so ein "wundersamer" Tag. Ein Afghane sticht in Wien vier Menschen nieder und niemandem geht es um die Opfer. Woher kamen diese Menschen, was machten sie? All das spielt keine Rolle. Es geht um den Afghanen, ja, um diesen merkwürdigen Menschen aus dem Hindukusch, um den geht es. Aber nicht nur um ihn. Es geht um alle anderen Afghanen, die bestimmt auch solche Verbrechen begehen, um diese geht es auch. Jaja, so ist das, auch wenn ihr das weder hören noch sehen wollt.

Ich sag euch mal was (einen Augenblick bitte, meine Zigarette ist gerade ausgegangen, ich hole mir schnell eine neue): Wir Linken sind keine Idioten, als die ihr uns ständig bezeichnet. Niemand – oder nur sehr wenige – leugnen Probleme mit Migranten. Vielleicht kommt es einigen nur so vor, weil wir schlicht keine Hetze gegen Unschuldige schüren wollen. Denn, ihr seht es ja: Schon sind alle Afghanen das Problem, und nicht nur dieser eine Täter.

Also, ich sage es auch gerne als linker Träumer:

Ja, es gibt Parallelgesellschaften, die die Folge von gescheiterter Integration sind.

Ja, in Wien gibt es ein Bandenproblem und einen Anstieg von Messerstechereien, in diesem Zusammenhang werden Tschetschenen und Afghanen besonders oft als Täter ausgemacht.

Aber nein, dafür kann die Mehrheit dieser hier bei uns (NACHWEISLICH) in Frieden lebenden Afghanen nichts und ich frage euch: Ist euch diese Mehrheit egal? Macht ihr euch keine Gedanken darüber, dass diese nun zu unrecht mitverurteilt werden? Ihr seht euch doch auch nicht für Hitler-Deutschland verantwortlich oder für Herrn Fritzl, der seine Tochter im Keller schändete. Aber die Afghanen in Wien, die sollen nun alle so sein? Ihr sprecht hier ja ständig von den Afghanen und den Tschetschenen, von allen, also, ich frage euch: Warum?

Und ich frage euch: Habt ihr schon für das Opfer gebetet? Sollte es nicht um das Opfer gehen?

Nun, ich bin Atheist. Meine Simone betet, ich hoffe, es hilft.

Der Familie alles Gute und noch ein langes, gemeinsames Leben in Liebe und Gesundheit,

Horst, der hofft, dass jeder über sein eigenes Verhalten nachdenkt.

Myriams-Fotos/pixabay

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