Bei Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, klingt dieser Satz plötzlich wie ein ungewolltes Geständnis. Während andere Parteien den Begriff „Familie“ mit Werten wie Zusammenhalt oder Verantwortung verbinden, steht er bei der AfD inzwischen für etwas ganz anderes: für eine Vetternwirtschaft, in der Eltern, Kinder, Geschwister und Partner mit gut dotierten Posten versorgt werden – auf Kosten der Steuerzahler.

Dabei ist der Satz selbst ja nicht verboten, anders als Björn Höckes berüchtigter „Alles für Deutschland“-Ausbruch. Doch angesichts der Verwandtenbeschäftigungs-Affären in Sachsen-Anhalt wird mir in Zukunft bei jedem AfD-Wahlkampf-Slogan mit „Familie“ sofort klar: Gemeint ist nicht das klassische Familienbild, sondern ein Netzwerk der Selbstbedienung. Wer hier „Familie“ hört, denkt unwillkürlich an Nepotismus – und an die Frage, wer als Nächstes in der AfD-Familie einen lukrativen Job bekommt.

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ronnydenktselbst

ronnydenktselbst bewertete diesen Eintrag 11.02.2026 16:26:43

NIUS

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