Es tut sich was: New Mexico geht gegen Epsteins dunkles Erbe vor.

Wahrheitskommission nimmt Zorro Ranch ins Visier

Am 16. Februar 2026 setzte das Repräsentantenhaus von New Mexico mit einstimmigem Votum einen historischen Schritt: Die Resolution 1 ebnete den Weg für eine überparteiliche „Wahrheitskommission“, die endlich Licht in die Schatten von Jeffrey Epsteins Zorro Ranch bringen soll. Nur einen Tag später, am 17. Februar, trat das Gremium zu seiner ersten Sitzung zusammen – ausgestattet mit 2,5 Millionen US-Dollar Budget und weitreichenden Befugnissen, darunter das Recht zur Vorladung von Zeugen. Überlebende, Anwohner und Beamte können nun unter Eid befragt werden, um die jahrzehntelangen Vorwürfe systematisch aufzuarbeiten.

Der Druck auf die Behörden war zuletzt massiv gestiegen: Erst vor Kurzem veröffentlichte das US-Justizministerium (DOJ) neue Akten zu Epstein, die erneut Fragen über das Ausmaß seines Missbrauchssystems aufwarfen. Gleichzeitig forderte Stephanie Garcia Richard, Landkommissarin von New Mexico, in einem brisanten Vorstoß eine umfassende strafrechtliche Durchsuchung der Ranch – inklusive Leichenhunden und Bodenradar.

Hintergrund ist eine seit 2019 ignorierte Behauptung, wonach auf dem Gelände zwei Opfer begraben sein sollen. Bisher blieb diese Spur ununtersucht.

Die Kommission hat ein klares Mandat: Sie soll nicht nur mögliche Komplizen identifizieren, die Epstein deckten oder unterstützten, sondern auch die „Regulierungslücken“ aufdecken, die es dem Millionär überhaupt ermöglichten, sein kriminelles Netzwerk über Jahre hinweg ungestört zu betreiben. Bis Ende 2026 soll ein abschließender Bericht vorliegen – mit Empfehlungen, wie solche Verbrechen künftig verhindert werden können.

Dass dieser Schritt erst jetzt erfolgt, ist ein skandalöses Versagen der Justiz. Jahre lang wurden Hinweise auf Epsteins Machenschaften in New Mexico ignoriert oder vertuscht. Die Zorro Ranch, ein Ort des Schreckens für unzählige Opfer, blieb eine rechtliche Grauzone – geschützt durch Einfluss, Geld und systematische Vertuschung. Die Wahrheitskommission ist daher nicht nur ein längst überfälliger Akt der Gerechtigkeit, sondern auch ein Test für den Willen des Staates, solche Strukturen endlich zu zerschlagen.

Ob die Aufarbeitung diesmal konsequent erfolgt oder erneut im Sande verläuft, wird sich zeigen. Eines ist klar: Die Opfer und die Öffentlichkeit verdienen Antworten – nicht weitere Ausreden.

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