Zwischenstand zur Veröffentlichung der Epstein-Akten

Die gesetzliche Frist für die vollständige Veröffentlichung aller Epstein-Akten war der **19. Dezember 2025**. Das US-Justizministerium hielt diese Deadline jedoch nicht ein. Laut dem im November 2025 verabschiedeten Transparenzgesetz hatte die Regierung **30 Tage Zeit**, um alle Dokumente freizugeben – also bis zum 19. Dezember. Doch bis heute, Anfang Januar 2026, sind erst etwa 12.000 Dokumente (rund 150.000 Seiten) veröffentlicht worden, während über **zwei Millionen weitere Akten** noch ausstehen. Das entspricht weniger als einem Prozent des Gesamtumfangs.

**Folgen der Nichteinhaltung:**

- **Rechtliche Konsequenzen:** Das Gesetz sieht vor, dass alle Akten ohne unnötige Verzögerung oder übermäßige Schwärzungen veröffentlicht werden müssen. Die Demokraten werfen der Regierung vor, gegen das Gesetz zu verstoßen, und sprechen von einem „Gesetzesbruch mit Ansage“.

- **Politische Kritik:** Sowohl Demokraten als auch einige Republikaner, wie der Abgeordnete Thomas Massie, kritisieren die Verzögerung scharf. Sie fordern eine vollständige Offenlegung und werfen dem Justizministerium vor, durch illegale Schwärzungen und Fristverstöße die Transparenz zu behindern.

- **Opferschutz vs. Transparenz:** Das Justizministerium begründet die Verzögerung mit dem notwendigen Schutz der Opferidentitäten. Jede Seite müsse manuell geprüft werden, was den Prozess verlangsamt. Kritiker halten dies jedoch für eine Ausrede, um die Veröffentlichung hinauszuzögern.

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